Grenchen

20. März 2011 22:07; Akt: 20.03.2011 20:16 Print

Tierschutz findet eingesperrte Tiere

von Nora Camenisch - Harte Vorwürfe gegen eine Tierzüchterin aus der Region: Sie soll Hunde und Katzen ohne Nahrung im Keller eingesperrt haben.

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Tierschützer fanden im Keller 14 kranke Katzen und mehrere in Transportboxen eingeschlossene Hunde verschiedener Rassen.

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Es ist ein trauriges Bild, dass sich letzte Woche dem Tierschutzverein Grenchen im Haus einer Hundezüchterin bot: Schäferhunde und Border Collies eingepfercht in winzigen Transportboxen – laut Augenzeugen ohne Futter, Wasser oder Auslauf. Auch 14 kranke Katzen waren im Raum.

Vereins-Präsidentin Barbara Banga ist entsetzt: «Das ist eine Katastrophe, alles war dreckig und es stank.» Alarmiert wurden die Tierschützer von einer Frau, die Zugang zum Haus hatte. Die Züchterin selbst war offenbar verreist. Laut ihrem Mann seien die ­Tiere nur während einer Woche so gehalten worden. Laut der «Solothurner Zeitung» sind die Missstände mittlerweile tatsächlich behoben worden.

Trotzdem wollen die Tierschützer Anzeige erstatten. Carmen Lischer, Kontrolleurin beim Tierschutz: «Ob eine Woche oder ein Jahr – das ist ein grober Verstoss gegen den Tierschutz.»
Auch für Banga steht fest: «Gegen diese Leute sollte sofort ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden. Mir würde es das Herz brechen, zu wissen, dass in meinem Keller Tiere so leben.» Doch sie kritisiert nicht nur die Züchter: «Nachdem wir vor Ort waren, haben wir sofort das Veterinäramt benachrichtigt. Dieses kam allerdings erst fünf Tage später», so Banga.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hundehalter am 24.03.2011 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur traurig!

    So wie es ausschaut, ist diese Person sogar im Hundesport eine "angesehene" Grösse was die Tragweiter dieser Geschichte einen weiteren, fahlen Beigeschmack verleiht. Ich bin selbst im Hundesport tätig und wehre mich aktiv gegen Menschen die sich Tiere als Sportgerät oder als Statussymbol halten. Das führt genau zu solchen tragischen Fällen.

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  • Saskia Zuberbühler am 23.03.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutzgesetz? Eine Farce?

    Lieber Tierschutz .... könnte es sein, dass das Gesetz, welches in den letzten beiden Jahren so fest überarbeitet wurden, dass z.B. Meerschweinchen, deren Partner sterben, wieder einen neuen Partner haben müssen, da es ja keine Einzeltiere sind...der Stress, dem diese Tiere dadurch ausgesetzt sind, wird aber keine Rechnung getragen? ...aber das Veterinäramt kommt 5 Tage später?!? ... oder gar nicht?!? ...oder lässt gefährliche Hunde bei ihren überforderten Besitzern? Trotz Meldung an sie? ...könnte es sein, dass dieses Tierschutzgesetz nur eine Farce ist? Und nichts wirklich schützt?!?

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  • flocat am 22.03.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Auge um Auge....

    vielleicht hören diese Berichte erst dann auf, wenn die Menschen welche solche Taten begehen eine Woche lang genauso gehalten werden. in einer Kiste, ohne Nahrung und Wasser, in den eigenen Exkrementen ausharrend.....ernsthaft...sind diese Täter nicht irgendwie krank im Kopf?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Verena Renz am 01.06.2011 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Regierung ??

    Warum ist das wohl so, dass sich die Regierung keinen deut um die gequälten Tiere kümmert?

  • Schellenberg Elfriede Fehraltorf am 01.04.2011 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wofür haben wir ein Tierschutz gesetz

    Dass,das Veterinäramt erst 5 Tage später kam,ist erschreckend, man sollte in einem so gravierenden Fall gleich die Polizei benachrichtigen,dann würde es wahrscheinlich "vorwärts"gehen.Dass die armen Tiere noch bei dieser "Züchterin "sind ist für mich unverständlich.Ein Zuchtverbot und Tierhaltung muss die klare Antwort sein

  • Miri Steiger am 29.03.2011 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Die Politik muss endlich was ändern

    Ich habe gelesen dass die Schweiz eine Tierpartei hat. Wurde auch endlich Zeit, das Problem bei der Wurzel zu packen!

  • Mario am 29.03.2011 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Und in Zürich...

    ... wurde der Tieranwalt abgeschafft. Hier sieht man eindeutig, wo Handlungsbedarf ist. Dem Tierschutzverein empfehle ich, die entsprechenden Rasse- und Sportclubs zu orientieren. Die Person kann dann aus der SKG ausgeschlossen werden und verliert ihre Berechtigung, mit SKG-Papieren zu züchten und an Ausstellungen und SKG-Sportveranstaltungen teilzunehmen. Und zu guter Letzt: Kauft nur dort Hunde, wo Ihr selbst Hund sein wollt.

  • Magdalena Lüscher am 25.03.2011 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, traurig, diese armen Tiere

    Ich bin einfach nur ENTSEZT, diese Person ist im Hundesport tätig ,sie ist Züchterin von zwei Hunderassen. Wenn es nach mir ginge würde ich ihr die Hunde wegnehmen, und sie von der SKG sperren lassen. Tiere nur als Sporgerät oder als Statussympol zu halten da ist sie ist leider nicht ein Einzelfall.

    • Mario am 29.03.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      Aktiv werden...

      Wenn Sie diese Person persönlich und die Sachverhalte kennen, melden Sie sie bei der SKG. Sie wäre nicht die erste, die nicht mehr an Ausstellungen und Wettkämpfen teilnehmen könnte...

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