Wahlkampf statt Dates

28. September 2015 12:33; Akt: 28.09.2015 13:34 Print

Tinder blockiert Aline Trede

von Nora Camenisch - Um Wähler anzulocken, hat Aline Trede ein Profil auf Tinder eröffnet. Doch das schien einigen Usern nicht zu gefallen. Sie meldeten die Politikerin.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Sonntag hat Aline Trede ein Profil auf der Datingplattform Tinder eröffnet. Doch die Grüne Nationalrätin sucht nicht etwa nach einem neuen Partner. Sie will auf der Plattform vielmehr auf Stimmenfang gehen. Dies scheinen aber so einige User gar nicht lustig zu finden.

200'000 Schweizer auf Tinder

«Mein Account wurde blockiert», sagt Trede zu 20 Minuten. Der Grund: «Offenbar wurde mein Profil zu oft gemeldet.» Für die Bernerin ist dies unverständlich. In Amerika sei es gang und gäbe, dass gar Firmen ein Tinderprofil hätten. So kam die Grüne denn auch auf die Idee, Tinder für ihren Wahlkampf zu nutzen. «In der Schweiz sind 200'000 Leute auf Tinder. Die Plattform hat ein Riesenpotenzial.»

«Viele positive Rückmeldungen»

Sie habe niemanden belästigt, versichert Trede. «Ich habe transparent gemacht, dass ich Tinder für den Wahlkampf nutzen will. Man kann mich ja einfach wegklicken.» Ausserdem hätte sie viele Matches gehabt, denen sie jetzt nicht mehr antworten könne. «Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten.»

Warum genau Tinder Tredes Profil überprüfen will, ist noch unklar. Die Nationalrätin wartet noch auf eine Antwort des Unternehmens.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lentsch am 28.09.2015 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Tinder passt auch nicht zum Wahlkampf

    Also... den Wahlkampf in allen Ehren. Man darf ja zu allen (legalen) Mitteln greifen, aber zu Tinder? Eine Dating-App, die vorallem zum schnellen Spass benutzt wird? Find ich ein bisschen schwach. Es gibt ja noch Twitter, Instagram, Snapchat, Facebook, Youtube usw...

  • hans am 28.09.2015 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    adieu Aline

    Frau Trede wurde nie in den Nationalrat gewählt. Sie ist nachgerutscht für einen anderen Grünen der ging. Und Frau Trede, sie werden auch dieses mal nicht gewählt ;-)

    einklappen einklappen
  • lu am 28.09.2015 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zum glück

    tja...wenn man so käse wie: im winter über den gotthard fahren, raus lässt, muss man wohl damit rechnen das das volk mehr ahnung hat von politik als die trede von tinder. ich hätte sie auch blockiert, schon nur zum schutz vom computer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 28.09.2015 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahleninfo

    Die Aussage ein Liter Benzin a Fr 5.-- hat Frau Trede in einer "Tele Bärn Thalk" Sendung auf Tele Bärn gemacht und die Zahlen bezüglich die Entschädigung von Parlamentarieren Nationalräte 133000 und Ständeräte 156000 mit Spesen sind im Google.

  • Chris am 28.09.2015 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    perfektes

    Symbolbild. Genau so stell ich mir unsere Politiker vor während "der Arbeit". Ins Nirvana gucken oder auf dem Smartphone rumdrücken.

  • US and A am 28.09.2015 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist in den Staaten nicht üblich!

    Von wegen in den Staaten sei das üblich. Ich benutze hier in den USA seit Wochen Tinder und habe noch kein einziges Firmenprofil gesehen. Was es gibt sind ab und zu bezahlte und ausgezeichnete Werbungen. Aber ich glaube kaum, dass Frau Trede dafür Geld locker machen würde...

  • Max Muster am 28.09.2015 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    und LinkedIn wird zur Dating Plattform

    genau das passende Teil zur Meldung von letzter Woche, dass "LinkedIn zur Dating-Plattform" missbraucht werde. Wird wohl beides nicht sonderlich erfolgreich sein!

    • Mike am 28.09.2015 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      allerdings...

      das ist der Untergang dieser Plattformen, greifen sie nicht hart durch, irgendwann nervt es alle derart, wenn sie nur noch bombardiert werden mit Spam, dass sie sich abmelden.

    einklappen einklappen
  • Wähler am 28.09.2015 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Atomkraft nein danke?

    Da frage ich mich, wie die gute Frau ihr Notebook betreibt! Aber egal, der Strom kommt ja aus der Steckdose :-)

    • Stef am 28.09.2015 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Damit ist es ja noch nicht fertig

      Was ist mit der Herstellung der Geräte, den Rohstoffen dafür und dem Transport?

    einklappen einklappen