Elf neue Knollen

16. November 2018 11:39; Akt: 16.11.2018 11:44 Print

Stinkblume sorgt für Rekord im Papiliorama

Noch vor einem Jahr begann die Knospe der Titanwurz im Papiliorama zu faulen statt zu blühen. Nun sind gleich elf neue kleine Titanwurzen entstanden.

Keine Blüte, aber elf neue Knollen: die Titanwurz im Papiliorama Kerzers. (Video: Papiliorama)
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Die Titanwurz bricht im Papiliorama alle Rekorde – allerdings anders als ursprünglich geplant. Eigentlich warteten im Jahr 2016 das ganze Papiliorama-Team und interessierte Papiliorama Besucher auf den Moment, dass die Titanwurz zu treiben beginnen und dann während rund drei Tagen ihre Blütenpracht entfalten würde.

In Basel blühte Titanwurz dreimal

Geblüht hat die grösste Blume der Welt im Papiliorama noch nie. Dafür haben sich aus der Knolle sagenhafte elf Blätter gebildet, wie das Papiliorama am Freitag mitteilte. Laut Inayat Olmedo, dem Titanwurz-Verantwortlichen im Botanischen Garten der Universität Basel, sind weltweit bisher nur zwei Fälle bekannt, in denen eine Titanwurz zwei oder gar drei Blüten gebildet hat.

In Basel hat die Pflanze dreimal geblüht. Der Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld bedauert es bis heute, dass die Blüte bisher in Kerzers nicht stattgefunden hat. «Was die Pflanze aber mit der Herausbildung von elf neuen Knollen gemacht hat, ist fast genauso erstaunlich und für mich als Botaniker sehr interessant», lässt er sich in der Medienmitteilung zitieren.


Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld über den Titanwurz

Nur wenige blühfähige Exemplare weltweit

Auch der Papiliorama-Gärtner Michael Känel, der seit zwei Jahren für die vielleicht berühmteste Pflanze der Schweiz verantwortlich ist, ist erleichtert über die neuesten Entwicklungen: «Als die ursprüngliche Knolle zu faulen begann, bereitete mir das schon Bauchschmerzen. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Titanwurz nun so spektakulär vermehren konnte.»


Papiliorama-Gärtner Michael Känel über den Titanwurz

Bekannt ist die Titanwurz dafür, dass sie die grösste Blume der Welt ist, aber auch nur sehr selten blüht. Auf der Welt gibt es nur wenige blühfähige Exemplare. Eine dieser Titanwurzen steht seit über zwei Jahren im Papiliorama. Sie wurde vom botanischen Garten der Universität Basel wegen Renovationsarbeiten nach Kerzers ausgeliehen.

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