Todesfall an Red-Bull-Event

08. September 2019 16:39; Akt: 08.09.2019 17:38 Print

«Die Töffli-Community ist schockiert und trauert»

Ein 39-Jähriger starb im Kanton Bern, als er bei einem Töffli-Event in ein Postauto krachte. Töffli-Anhänger trauern um ihren Kollegen.

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Ein Teilnehmer des Red Bull Alpenbrevets ist am Samstag an den Folgen eines Verkehrsunfalls ums Leben gekommen. Der 39-jährige Deutsche war mit einem Postauto kollidiert und danach gestürzt. Trotz sofortiger Reanimationsversuche verstarb der Mann vor Ort beim Spreitlaui-Tunnel. Laut der Berner Kantonspolizei wohnte er in Deutschland. Die Unfallursache und der genaue Unfallhergang werden noch untersucht. (Symbolbild) Der Event wurde nach dem Unfall abgebrochen. Die Organisatoren des Red Bull Alpenbrevets bedauern den Todesfall zutiefst, wie sie auf ihrer Website schreiben. Der Tod des Teilnehmers löste unter den Fans des Töffli-Events Bestürzung und Trauer aus. «RIP Töfflifrönd», schreibt ein User auf Instagram. Andere wünschen auf Facebook der Familie des Opfers «viel Kraft in dieser Zeit». Leser Marius* (42) war selbst am Event dabei: «Die ganze 2-Takt-Community ist schockiert über den äusserst tragischen Unfall und spricht den Angehörigen des Opfers ihr Beileid aus.» Auch Leser Daniel nahm teil: Beide finden es absolut richtig, dass der Event abgebrochen wurde. (Symbolbild) Laut den Teilnehmern waren die Strassen zum Unfallzeitpunkt zwar nass, aber «die Situation nie prekär». (Symbolbild) Der Unfall ereignete sich im Spreitlaui-Tunnel zwischen Guttannen und Innertkirchen. Wegen des Unfall wurde der Abschnitt mehrere Stunden gesperrt. Das Red Bull Alpenbrevet startete am Samstagmorgen um 10 Uhr in Andermatt. Die 1'600 Teilnehmer sollten von dort aus 120 Kilometer über die Pässe Furka, Grimsel und Susten bewältigen, bevor sie wieder nach Andermatt zurückkehrten. Das Red Bull Alpenbrevet startete am Samstagmorgen um 10 Uhr in Andermatt. Die 1'600 Teilnehmer sollten von dort aus 120 Kilometer über die Pässe Furka, Grimsel und Susten bewältigen, bevor sie wieder nach Andermatt zurückkehrten. (Symbolbild)

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Trauer unter den Töffli-Fans: Am Red Bull Alpenbrevet verunglückte am Samstag einer der 1'600 Teilnehmer tödlich. Der 39-jährige Deutsche war am Event von Guttannen BE in Richtung Innertkirchen unterwegs: In einer Rechtskurve geriet er auf die Gegenfahrbahn, krachte seitlich in ein Postauto und stürzte schwer.

Trotz sofortiger Reanimationsversuche verstarb der Mann vor Ort beim Spreitlaui-Tunnel. Laut der Berner Kantonspolizei wohnte er in Deutschland. Die Unfallursache und der genaue Unfallhergang seien noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauerten an.

«Der Abbruch war richtig»

Der Tod des Teilnehmers löste unter den Fans des Töffli-Events Bestürzung und Trauer aus. «RIP Töfflifrönd», schreibt ein User auf Instagram. Andere wünschen auf Facebook der Familie des Opfers «viel Kraft in dieser Zeit». Leser Marius* (42) war selbst am Event dabei: «Die ganze 2-Takt-Community ist schockiert über den äusserst tragischen Unfall und spricht den Angehörigen des Opfers ihr Beileid aus.»

Er war mit seinen Kollegen bei der Mittagsverpflegung, als sie über den Unfall informiert wurden. Dort warteten sie, ehe Red Bull den Event rund zwei Stunden später abbrach. Marius lobt die Organisatoren: «Die Teilnehmer wurden laufend informiert und es gab stets klare Anweisungen – das war vorbildlich. Der Abbruch war ein richtiger Entscheid.»

Leser-Reporter Daniel*, der ebenfalls am Alpenbrevet teilnahm, pflichtet ihm bei: «Ich finde es gut, es geht hier um ein Menschenleben. Die Organisatoren haben gut reagiert.» Er selbst wurde kurz vor dem Spreitlaui-Tunnel gestoppt. Die Strasse sei noch vor dem Eintreffen der Polizei gesperrt worden, Rega und Ambulanz bereits am Unfallort gewesen.

Strassen waren beim Unfall nass

Die Organisatoren des Red Bull Alpenbrevets bedauern den Todesfall zutiefst. «Wir sind tief berührt von diesem tragischen Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des Verunfallten, wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit», schreiben sie auf der offiziellen Website.

Ob der Unfäll hätte verhindert werden können oder ob Red Bull bei künftigen Events die Sicherheitsmassnahmen anpassen will, ist offen. Die Organisatoren haben sich am Sonntag nicht dazu geäussert.

Laut den beiden Teilnehmern waren die Strassen zum Unfallzeitpunkt zwar nass: «Aber prekär war die Situation nicht. Einzig auf dem Furka war es etwas neblig, dort liefen wir aber mehr als wir fahren konnten», so Marius.

Er war bereits zum 8. Mal am Alpenbrevet dabei: «Ausser einigen kleine Blessuren gab es bisher nie schwere Verletzungen – der Event lief immer glimpflich ab. Und das, obwohl in den letzten zehn Jahren über 10’000 2-Takt-Fahrer über diverse Pässe geschleust wurden.»

Strecke mehrere Stunden gesperrt

Das Red Bull Alpenbrevet startete am Samstagmorgen um 10 Uhr in Andermatt. Die 1'600 Teilnehmer sollten von dort aus 120 Kilometer über die Pässe Furka, Grimsel und Susten bewältigen, bevor sie wieder nach Andermatt zurückkehrten.

Wegen des Unfalls wurde der betroffene Strassenabschnitt beim Spreitlaui-Tunnel mehrere Stunden gesperrt. Jene Teilnehmer, die die Unfallstelle noch nicht passiert hatten, mussten auf dem gleichen Weg zurück nach Andermatt fahren. Wer schon durch den Tunnel war, fuhr auf der normalen Route weiter.

(vro/sul/rol)