Sitem-Insel Bern

09. April 2019 19:15; Akt: 10.04.2019 10:18 Print

Millionenteure MRI-Geräte der Luxusklasse sind da

Logistische Herkulesaufgabe: Neue MRI-Geräte wurden in Bern angeliefert. Die Aktion war beeindruckend und teuer.

Hier werden die teuren Geräte angeliefert. (Video: D.Palermo)
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Die MRI-Geräte Magnetom Prisma und Magnetom Terra wurden am Dienstag in das Sitem-Insel, das Schweizerische Kompetenzzentrum für Transnationale und Unternehmerische Medizin, angeliefert. Durch eine zehn Meter tiefe Bodenöffnung wurden die zehn und zwanzig Tonnen schweren Geräte in den Neubau transportiert.

Präzise Diagnose

Höchste Konzentration und ein feines Händchen waren hier gefragt, denn jeder Griff musste sitzen. Spezialisten und ein besonderer Stapelkran ermöglichten die Aktion (siehe Video oben). Nach einem langen Prozedere wurde das Gerät abgeladen und schliesslich durch einen hundert Meter langen Korridor zu seinem Platz geführt.

Wegen des enorm starken Magnetfelds muss das Magnetom Terra unterirdisch gelagert werden – also möglichst weit weg von mobilen metallischen Teilen wie etwa Bussen. Zwei Tonnen Stahlabschirmung verhindern das Austreten von magnetischer Strahlung.

13 Millionen teuer

Der Magnetom Terra gilt als State of the Art: Da das Magnetfeld so stark ist, ist die Bildauflösung höher. Dadurch werden Strukturen ersichtlich, die sonst nicht erkennbar wären.

Offiziell wollten die Verantwortlichen am Dienstag den Preis nicht nennen. Gemäss einer Fachperson wird pro Tesla-Stufe mit Anschaffungskosten von rund einer Million Franken gerechnet. So würde ein Magnetom Prisma (Tesla 3) üblicherweise mit rund drei Millionen Franken zu Buche schlagen. Beim Magnetom Terra mit der Tesla-Stufe sieben wird jedoch mit höheren Anschaffungskosten gerechnet: Laut der Fachperson sind dafür etwa zehn Millionen Franken notwendig, da die Kosten für die aufwendige Stahlabschirmung hinzukommen. So dürften sich die Anschaffungs und Installationskosteon der beiden Geräte auf circa 13 Millionen Franken belaufen.

(pal)