Interlaken BE

11. Juni 2019 17:15; Akt: 11.06.2019 17:15 Print

Touristiker zeigen, wieso das Staustehen positiv ist

Tourismus-Sensibilisierung auf einfachste Art: Ein Video soll der Interlakner Bevölkerung zeigen, wie wertvoll die vielen Touristen sind.

Mit diesem Video will Interlaken Tourismus bei der lokalen Bevölkerung Verständnis hervorrufen. (Video: Interlaken Tourismus)
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Interlaken ist der Touristen-Hotspot schlechthin: Aus aller Welt strömen Reisende ins Berner Oberländer Städtchen. Vor Ort flanieren sie durch die Einkaufsstrasse, erkunden die regionale Bergwelt und lassen sich für die unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten begeistern.

Zusammen mit den Tagesgästen ist das starke Wachstum der Hotellogiernächte der letzten Jahre für die Einheimischen bezüglich Verkehr und Menschenansammlungen sicht- und spürbarer geworden. Dass es in Interlaken von Touristen nur so wimmelt, freut aber längst nicht alle. Manche Einheimischen scheinen die Nase gestrichen voll zu haben. Auf sozialen Medien wird rege gestänkert und regionale Zeitungen fragen sich, ob Interlaken seine Seele für den Tourismus bereits verkauft habe. Mit politischen Verstössen wird versucht, negative Auswirkungen einzudämmen.

Im Stau zu stehen

Ein simples Video aus einer Tourismus-Sensibilisierungsstudie, das im Internet kursiert, soll den Einheimischen nun aber klipp und klar aufzeigen, welche Vorteile der Tourismus ihrer Region bringt. Gemäss dem Clip soll sich so etwa der einheimische Gipser Thomas morgens jeweils nicht ärgern, wenn er inmitten von Mietautos und Cars im Stau stehen muss. Denn auch für ihn bedeuten die vielen Gäste Aufträge und somit Geld. Der Dienstleistungssektor in der Ferienregion Interlaken generiere insgesamt eine Bruttowertschöpfung von 5,5 Milliarden Franken pro Jahr. So sagt die Stimme am Schluss des Videos: «Im Grossen und Ganzen wirkt es sich also positiv aus, dass Thomas im Verkehr stecken bleibt.»

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kusi am 11.06.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na klar

    fragt doch mal wie viel lohnerhöhung der gipser seit dem touristenansturm bekommen hat..!!

  • Bäh! am 11.06.2019 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na klar...

    90% des Touristischen Einkommens landet bei Kirchhofer oder den Hotels und davon haben die Einheimschen nichts. Das einzige was durch den Tourismus steigt ist die Umweltbelastung und das Unfallrisiko, da die ganzen Mietautofahrer die Verkehrsregeln nicht kennen.

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  • Nurmal Soh am 11.06.2019 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gebt den Einheimischen was vom Kuchen

    1) was ist so besonders an Interlaken? War aus beruflichen Gründen schon mehrmals dort für Seminare oder Abschlussfeiern. Gibt es besseres. 2) wieviel der 5.5 mia kommt dann effektiv beim Hansli der Bäcker oder dem erwähnten Maler an? Denke für eine Grosszahl der Touristenbetrieben und Immobilien-Haie ist es ein gutes Geschäft, für die Handwerker wohl eher kaum. Normalos können sich dort doch nichts leisten

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eidgenosse am 12.06.2019 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Tourismus

    Aktuelle Info um 14:33 an Herrn Kessler,CEO der Jungfraubahnen. Die Live-Kamera auf dem Top of Europe ist vereist. Wie wollen die sich heute von Luzern angereisten Touristen darüber informieren,wie es dort oben aussieht,bevor Sie morgen raufbugsiert werden? Bei diesen Gewinnerträgen sollte es doch möglich sein,eine beheizbare Kamera zu installieren.

  • Smile am 12.06.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    mich würd ja mal interessieren

    ob die Touris es wirklich so toll finden eng getaktet in die Busse gestopft zu sein und von einem Schweizer Hotspot zum Anderen gekarrt zu werden oder ob die nur Dauerlächeln weil es ihnen angeboren oder anerzogen wurde? Für mich wäre das definitiv kein Erholsamer Urlaub.

  • U.G. am 12.06.2019 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billiges Filmchen für teures Geld

    Dass sich der BeO-Moderator nicht zu schade war, dieses billige Filmchen zu kommentieren ! Tzzz !! Da ist wohl auch wieder zünftig Geld geflossen !

  • Miri am 12.06.2019 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Kosten als Nutzen

    Touristen bringen nur bis zu einem bestimmten Mass Vorteile. Wird das Mass überschritten, kann man sich alles schönreden aber die negativen Aspekte für die Bevölkerung nehmen überhanden und das was theoretisch an Touristen positiv ist, ist es in Wirklichkeit gar nicht mehr. Man sollte in der Region Interlaken die Touristenzahlen halbieren. Danach würde die Bevölkerung wieder profitieren anstatt sich nur teuer eine Belastung zu erkaufen.

  • Einheimische Steuerzahlerin am 12.06.2019 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehrwert für die Einheimischen: Endlosbaustellen u

    Ich will auch ein Stück vom Ertrag des Massentourismus und zwar in Form von Steuersenkung in allen Gemeinden, welche unser Steuergeld für endlos dauernde Baustellen und schönen Blumenrabatten vergeuden. Aktuelles Projekt der englische Garten. Lämpe sind ja dann dort schon mal programmiert, wenn des nachts die Grillstelle demoliert wird und sich allergattig Volk dort niederlassen wird. Dafür will man die Randständigen in eine abgelegene Ecke abservieren. Diese könnten ja die aufgebretzelte Touristen-Idylle stören.

    • E. L. am 12.06.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Sie bringen es auf den Punkt

      Schliesslich stehen wir im Stau oder finden im Zug kaum noch Platz. Und Tourismussubventionen sind Steuergelder, d.h. wir finanzieren die Spirale mit unserem Geld noch mit und ernten die Nachteile. Aufhören damit.

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