13. September 2007 23:31; Akt: 13.09.2007 22:47 Print

Transsexuelle kehrt heim – verliebt und mit Polit-Plan

Nach fast zwei Jahren kehrt Sandra Lia Infanger Berlin den Rücken. Von Bellach aus will die frisch verliebte Transsexuelle die hiesige Polit-Szene aufmischen.

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«Es stimmt. Ich bin bis über beide Ohren verliebt», verrät Sandra Lia Infanger. Seit drei Monaten lebt die 27-Jährige eine Fernbeziehung mit einem Betriebswirt aus dem Saarland. Nun will das Paar in der Schweiz eine gemeinsame Wohnung beziehen. «Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich Berlin Ende Oktober verlassen und zurück nach Bellach ziehen», so Infanger. Grund dafür sind Heimweh und finanzielle Schwierigkeiten. Zudem will Infanger hier die Matur nachholen.

Daneben feilt Infanger weiter an ihrer Polit-Karriere: Sie plant, 2009 an den Solothurner Kantonsratswahlen teilzunehmen – notabene als Frau. 2005 wurde ihr dies noch verboten, weil sie gesetzlich als Mann galt (20 Minuten berichtete). Nach der Geschlechtsoperation 2005 steht der Kandidatur nun aber nichts mehr im Weg. Die ehemalige Politikerin der Juso und der Jungen Grünen will nun sogar eine eigene Partei gründen. «Es soll eine richtig linke Partei werden», so Infanger. Einen passenden Namen hätte sie auch schon: «Ich kann mir vorstellen, sie wie in Deutschland ‹Die Linke› zu nennen.»

Lorenz Hanselmann