Kratzen an Rekordmarke

21. August 2018 17:37; Akt: 21.08.2018 19:31 Print

Traumsommer beschert Berner Badis Traumzahlen

Der Hitzesommer 2018 war ein Segen für Badibetreiber in der Region. Der Rekord von 2003 bleibt ungeschlagen – und wird es wohl immer bleiben.

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Hohe Temperaturen, viel Sonne, kaum Regen: Badibetreiber reiben sich bereits jetzt die Hände, wenn sie auf die Eintrittszahlen 2019 schielen. So hat die Stadt Bern bereits Mitte August die Millionenmarke geknackt. 1'039'431 Besucher hat man bisher verzeichnet, sagt Markus Gasser, Stv. Leiter Sportamt: «Dies, obschon der Start in die Freibadsaison verhalten war.» Im Juli hätte sich dies dank der warmen Temperaturen und der Schönwetterphase geändert. Gasser spricht von einem «Top-Monat».

Top-Jahr trotz Umbau

Auch in Thun zeigt man sich erfreut, über den Hitzesommer. «Was wollte man denn schon machen ausser in die Badi?», so Keshab Zwahlen, Leiter der Fachstelle Sport in Thun. Die Besucherzahlen des Strandbades würden ihre eigene Sprache sprechen: Schon bald sei die 400'000er-Grenze überschritten. Das sei keine Selbstverständlichkeit, so Zwahlen: «Denn der Thunersee war heuer oft wärmer als unsere Becken.» Wer sich im See abkühlen wolle, sei nicht auf das Strandbad angewiesen.

Beim Strandbad in Thun ist bereits jetzt klar, dass dies der neue Spitzensommer seit 2003 sein wird: «Und das, obschon wir wegen Renovationsarbeiten bereits am 2. September schliessen werden», sagt Zwahlen. Der Rekord vor 15 Jahren werde aber ohnehin wohl nie mehr geknacht: «Das Badeverhalten unserer Gäste ist heute ein anders.»

Rückläufige Zahlen

Ähnlich klingt es in Solothurn. Auch dort glaubt man nicht daran, dass der Besucherrekord von 2003 jemals geknackt werden wird. In Solothurn besuchten damals fast 230'000 Badewillige das Freibad an der Aare. Diese Zahlen seien heute undenkbar: «Wir verzeichnen im Schnitt von Jahr zu Jahr leicht rückläufige Besucherzahlen», sagt Chefbademeister Pascal Pretot. Aber er wolle nicht klageN, denn der Sommer 2018 sei auch gewaltig. 147'215 Besucher würden sie in der aktuellen Saison bereits zählen: «Wir werden sicherlich sogar mehr Eintritte als letztes Jahr verzeichnen, und schon das war ein sehr gutes Jahr für uns.» Zum Vergleich: 2017 wurden insgesamt 156'000 Besucher

(cho)