Polizeieinsatz in Lyss BE

26. März 2019 21:41; Akt: 27.03.2019 14:51 Print

Verdacht auf übertragbare Krankheit

Eine Zugfahrt von Bern nach Biel endete für die Passagiere in Lyss mit einem Einsatz der Polizei und Sanität.

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Wie ein Leser-Reporter berichtet, durften zahlreiche Zugreisende am Dienstagabend nach der Ankunft in Lyss BE den Zug nicht verlassen, draussen wartete bereits die Polizei sowie die Sanität. Wie der Leser weiter erzählt, habe er vernommen, dass man einen Verdacht auf einen an Tuberkulose erkrankten Passagier habe.

«Nach dem Eintreffen der Polizei musste ein grosser Teil der Reisenden ihre Personalien abgeben – im Falle einer Bestätigung der Krankheit», so ein weiterer Leser-Reporter.

Die SBB bestätigt auf Anfrage einen medizinischen Vorfall. Ein Mediensprecher der Kantonspolizei Bern wollte den Tuberkulose-Verdacht nicht bestätigen. Jedoch sei man wegen der Möglichkeit einer ansteckenden Krankheit ausgerückt. In so einem Fall ziehe man stets die Sanität hinzu.


Bakterielle Infektionskrankheit

Tuberkulose ist gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine durch hustende Erkrankte über die Raumluft übertragbare Krankheit. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die bakterielle Infektionskrankheit mit schätzungsweise 1,6 Millionen Toten im Jahr 2016 weltweit eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. In der Schweiz soll es laut BAG pro Jahr zu rund 550 Erkrankungen kommen.

(dmo/rab)