Einsatzkräfte attackiert

21. Oktober 2019 16:35; Akt: 21.10.2019 16:50 Print

YB-CEO angefahren und schwer verletzt

In Bern ist in der Nacht auf Sonntag ein Auto mit zwei Fussgängern zusammengestossen. Einer von ihnen ist Wanja Greuel, CEO bei den Young Boys.

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In der Nacht auf Sonntag ging bei der Kantonspolizei Bern gegen 01.45 Uhr die Meldung über einen Verkehrsunfall ein. Ein Auto war auf dem Bollwerk vom Bahnhof her kommend in Richtung Lorrainebrücke unterwegs, als mehrere Personen die Strasse im Bereich Schützenmatte überqueren wollten. Auf Höhe der Bushaltestelle «Bollwerk» kam es laut einer Mitteilung der Polizei vom Sonntag zur Kollision zwischen dem Auto und zwei Fussgängern.

Ein Mann wurde durch das Auto erfasst und zu Boden geschleudert. Er wurde dabei schwer verletzt und anschliessend durch ein Ambulanzteam ins Spital gebracht. Gemäss der «Berner Zeitung» handelt es sich dabei um Wanja Greuel, CEO von YB. Der Club bestätigt die Meldung gegenüber der Zeitung. Der 41-Jährige habe viel Blut verloren, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr. Zwei Ärzte, die zufällig in der Nähe waren, hätten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um Greuel gekümmert.

Ein zweiter Fussgänger, der ebenfalls vom Auto erfasst worden war, wurde leicht verletzt. Auch er wurde ins Spital gebracht.
Zuvor hatten weitere Passanten den beiden verletzten Männern Erste Hilfe geleistet. Der Autolenker sowie eine Beifahrerin blieben unverletzt. Im Einsatz stand auch das Care Team des Kantons Bern, welches sich um betroffene Personen kümmerte. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs sowie der Unfallursache aufgenommen.

Gummischrot eingesetzt

Infolge der Unfallarbeiten war das Bollwerk für rund drei Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Innenstadt umgeleitet. Während der Unfallarbeiten wurden durch Unbekannte vom Bereich Schützenmatte her gezielt Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen, wie die Polizei berichtet.

Zu einem späteren Zeitpunkt kam es zudem zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen, bei der es erneut zu Flaschenwürfen kam. Um die Personengruppen zu trennen und zum Schutz der Polizisten musste kurzzeitig Gummischrot eingesetzt werden. Verletzt wurde dabei nach aktuellem Kenntnisstand niemand.

(doz/vro)