18. April 2005 04:55; Akt: 17.04.2005 21:20 Print

Ungewöhnliche Fahndung: Wem gehört die Muttersau?

Eine Spaziergängerin entdeckte am Samstag mitten auf einem Feld eine ausgewachsene Muttersau.

Fehler gesehen?

Sie hatte dort übernachtet. Die Kantonspolizei sucht jetzt fieberhaft nach dem Besitzer.

«Ich habe nicht schlecht gestaunt», sagt René Tschumi aus Attiswil bei Wangen a. A. Am Samstagmorgen beim Spazieren entdeckte er eine ausgewachsene Sau, die mitten im Feld lag. «Zuerst dachte ich, sie sei tot», erzählt er. «Aber dann habe ich gesehen, dass ihre Augen offen waren.»

Tschumi alarmierte einen Landwirt aus der Umgebung und die Polizei. «Fünf Mann schoben das Borstenvieh in einen Viehtransporter», sagt der Polizist. «Das brauchte ganz schön Kraft.» Die Sau wiegt schliesslich rund 250 Kilogramm. Ein Bauer aus der Umgebung hat das Findeltier jetzt aufgenommen. «Es war nicht einfach, einen Platz zu finden», sagt Jürg Scheidegger von der Gemeinde Attiswil. Die Bauern hätten Angst vor Schweinekrankheiten.

Wem die Muttersau gehört, ist ein grosses Rätsel: Weder im Kanton Bern noch in Solothurn hat jemand ein vermisstes Schwein gemeldet. «Das ist merkwürdig», sagt Scheidegger, «es ist so eine Riesensau und niemand will sie vermissen.» Und: Das Tier trug auch nicht wie üblich eine Marke im Ohr. «Wir hoffen, dass sich der Besitzer meldet», erklärt Scheidegger. «Sonst muss die Sau zum Metzger.»

Andrea Abbühl