Semesterstart an der Uni Bern

17. September 2019 04:52; Akt: 17.09.2019 04:52 Print

Kaum einer weiss, wohin die Reise gehen soll

Am Montag begannen über 2000 junge Erwachsene ihr Studium an der Uni Bern. Viele von ihnen haben noch kein konkretes Berufsziel.

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Erste Wohnung, Nebenjob, Studium: Für viele junge Erwachsene begann am Montag mit dem Studienbeginn ein neuer Lebensabschnitt. So auch für Laura (21) aus Au im Kanton St. Gallen. Sie begann ihr dreijähriges Psychologiestudium an der Uni Bern: «Ich wusste nicht so recht, ob ich Psychologie oder Recht studieren soll. Hier in Bern habe ich dann einen Kompromiss gefunden», sagt die St. Gallerin. Neben dem Psychologie-Studium besucht sie demnächst auch Seminare in Kriminologie und Soziologie.

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Wussten Sie bereits als junger Erwachsener, welchen Beruf Sie später ausüben wollen?

Ihr gefällt vor allem, dass sie nun selbst entscheiden kann, was sie lernen möchte. Welchen Beruf sie mal ausüben will, weiss Laura jedoch noch nicht zu hundert Prozent: «Kriminologin bei der Polizei wäre cool. Aber ich bin mir da noch nicht ganz sicher.» So ergeht es auch anderen Studenten, die heuer ihre berufliche Karriere lancieren: «Auf jeden Fall etwas mit Sport, doch in welchem Bereich, weiss ich noch nicht genau», sagt Sportwissenschafts-Student Tobias (19).

Was soll aus mir werden?

Nach dem Gymnasium stellt sich für viele junge Erwachsene die Frage, ob und was sie studieren möchten. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, Fachrichtungen und Nebenfächer zu beachten. Trotzdem wissen die meisten, in welche Richtung sie gehen möchten: «Ich liebe Sport, deswegen war mir relativ schnell klar, was ich studieren möchte», so Sportstudent Tobias. Ähnlich erging es auch Medizinstudent Julian (20): «Mich interessieren Naturwissenschaften. Deswegen hab ich mich letztendlich für ein Medizinstudium entschieden.» Doch in welche Fachrichtung er gehen will, weiss auch Julian noch nicht so genau. Zukunftssorgen plagen ihn deswegen aber keine: «Ich lasse mich überraschen.»

Erstsemestler Timon (20) hat sich für ein Geographiestudium entschieden. Nach seinem Studium stehen ihm verschiedenste Berufswege offen: «Lehrer, Entwicklungshilfe oder Forschung würden mich interessieren. Ich habe aber noch keine konkreten Pläne», sagt Timon.

Kindheitsträume

Andere hingegen wissen schon seit Jahren, was sie mal werden möchten und haben nun die ersten Schritte dazu getätigt. So etwa Allan (19), der seit Montag an der Pädagogischen Hochschule Bern studiert: «Schon seit ich in ein Kind bin, will ich Lehrer werden. Über die Jahre hat sich dieser Wunsch bestätigt. Ich denke, dieser Beruf passt am besten zu mir», so Allan. Er will zukünftig an der Oberstufe unterrichten. Nach einem Zwischenjahr startet für ihn nun wieder der Alltag: «Ich freu mich auf das Studi-Leben. Nach meinem Zwischenjahr habe ich nun wieder einen geregelten Alltag habe und eine gewisse Routine.»

(rc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra am 17.09.2019 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein guter Handwerker ist das a und o!

    Mein Sohn bekommt gerade sie Lehrstelle 2020 als Handwerker. Wir sind sehr happy!

  • Gero F am 17.09.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso auch

    "Viele von ihnen haben noch kein konkretes Berufsziel." Wieso auch bis 40ig Studieren auf Papas und Staatskosten, jeden Freitag Demo und nach dem Studium direkt in die Rote Grüne Politik um den Arbeitenden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Siehe Demolina und Fucinello C. Wermuth etc.

  • Realist am 17.09.2019 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ziele und Alternativen führen zum Erfolg

    Wer nicht weiss, warum und wozu er lernt, wird eher bei Prüfungen am Numerus-Klausus scheitern und später ohne Berufsabschluss dastehen als solche, die zumindest Visionen haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruth Raaflaub am 17.09.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gymnasialsportlehrerin

    Da während meiner Ausbildungszeit die Möglichkeit bestand, das Lehrerseminar zu besuchen und ich Leistungssportlerin war, stand für mich nach Abschluss des Seminars ausser Frage, mich an der Uni Bern zur Sportlehrerin ausbilden zu lassen und unterrichten zu wollen. Das tue ich seit mehr als 40 Jahren und würde auch heute noch dieselbe Ausbildung machen wollen.

  • Mandrlo iz Splita am 17.09.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Geld...

    Gelddrucker wollte ich werden...

  • klare Wahl am 17.09.2019 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawissenschaftler einer von tausenden

    ganz klar Wissenschaftler. Da muss man nur 'Klimawandel' schreien, und schon wird man gefördert, egal zu welchem Thema. Kann sich z.B. in der Arktis selbst noch vom Wandel überzeugen, und allen mitteilen was zu tun und lassen ist.

  • principia-scientific org am 17.09.2019 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsens der Klimareligion

    Am besten Klimawissenschaftler. Die leben vom Hype sehr gut, auch Betrüger haben freie Bahn und werden grosszügig gefördert - so lange man sich dem Konsens anschliesst. Auch wenn Wissenschaft nicht auf Konsens basiert.

  • Ingenieur am 17.09.2019 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache nichts Greifbares

    klar, am liebsten einen nicht messbaren Job, z.B. im Sozialbereich oder so. Ansonsten müsste man sich ja beweisen.