Mietvelos

31. Juli 2018 05:46; Akt: 02.08.2018 15:19 Print

Vandalen schlitzen Publibike-Pneus auf

Unbekannte haben bei der Publibike-Station neben dem Schulhaus Laubegg in Bern die Pneus der Leihvelos aufgeschlitzt. Das sei der bisher grösste Vandalenakt, heisst es beim Mutterkonzern Postauto.

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Als ein Leser-Reporter am Sonntagabend sein geliehenes Publibike beim Schulhaus Laubegg parkieren wollte, staunte er: «Bei über der Hälfte der Fahrräder waren die Pneus aufgeschlitzt», schildert er gegenüber 20 Minuten. Selbstverständlich habe er die Beschädigungen bei der Publibike-Hotline gemeldet. Als sich 20 Minuten bei der Medienstelle von Postauto meldet, hat Sprecherin Katharina Merkle noch keine Kenntnis vom Vorfall. Nach dem Mittag bestätigt Merkle, dass bei acht Publibikes die Pneus aufgeschnitten wurden.

Sie zeigt sich bestürzt, dies sei bisher der grösste Fall von Vandalismus, der bei Gefährten der Postauto-Tochter festgestellt wurde. «Bislang gab es vereinzelt Sprayereien, verkratzte Schlösser oder das Körbli wurde als Papierkorb missbraucht – also im Gegensatz zu aufgeschlitzten Pneus Bagatellen», so Merkle.

«Dümmlicher Nachtbubenstreich»

Die Mietvelos gibt es in der Stadt Bern mittlerweile seit einem Monat. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden, wie die Publibikes in Bern starteten. Am bisher besten Tag, dem 25. Juli, wurden insgesamt 1168 Velos und E-Bikes ausgeliehen.» Besonders beliebt seien die Fahrräder mit elektronischer Unterstützung, die über 70 Prozent der ausgeliehenen Fahrzeuge ausmachen würden.

Der Leser-Reporter hofft derweil, dass beim Laubeggschulhaus bald alle Publibikes wieder einsatztüchtig sind: «Um von der Schosshalde in die Lorraine zu kommen, sind die ÖV-Verbindungen nicht sehr gut, da bin ich froh um die Publibikes.» Für die Vandalen zeigt er gar kein Verständnis und bezeichnet es als «dümmlichen Nachtbubenstreich». Merkle versichert: «Das Betriebsteam ist daran, die Pneus auszuwechseln. Am Montagabend werden die Velos wieder zu Verfügung stehen, aber es ist für die Kunden trotzdem sehr ärgerlich.»

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mkauer am 31.07.2018 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie ich meinen Kindern immer sage:

    Die Bekloppten sterben leider nie aus!

  • leser0815 am 31.07.2018 06:20 Report Diesen Beitrag melden

    der kleine Unterschied

    Nein, ein dummer Bubenstreich wäre es, die Luft rauszulassen. Es gab immer und gibt auch heute eine klare Grenze zum Beschädigen & Zerstören von fremden oder öffentlichen Eigentum. So wie man als Kind Rasierschaum auf die Klinke getan hat, aber nicht die Tür eingetreten.

  • Florian Meier am 31.07.2018 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nachtbubenstreich

    Sorry, aber wenn man so einen verniedlichen Begriff wie Nachtbubenstreich für diesen Vandalismus benutzt, dann wird von Seite der Täter sowas doch gar nicht ernst genommen. Die Täter sind einfach nur asozial und dumm und gehören mächtig bestraft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein Steuerzahler am 31.07.2018 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Publibike

    Wieso muss eigentlich Postauto in einer Stadt Velos subventionieren? Ich denke mit all der Artfremden Experimenten die Postauto mach kann man ihnen gut mindestens die hälfte der Subventionen streichen. Und zudem,wer ein Fahrrad will soll sich eins kaufen. Mann kann sich nicht das ganze Leben von der Allgemeinheit bezahlen lassen.

  • Chris am 31.07.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Klare Sache

    Neben der neuen Minutenabrechnung und dem Entfall der kostenlosen ersten 30 Minuten bei E Bikes womit man pro Fahrt faat das Doppelte hätte bezahlen müssen ein weiterer Grund weshalb ich gekündigt habe. Die Velos waren zeitweise in schlechtem Zustand. Sattel verstellte sich von selbst. Akku innert einer Stunde entladen usw.

  • Mutzli am 31.07.2018 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schönfärberei

    Ich staune immer wieder, wie diese Geldverlochungs-Aktion schöngeschrieben wird. "Es sei sehr erfolgreich angelaufen"!? Bei uns in Bümpliz wie auch in Ausserholligen, setzen diese Velos bereits Staub und Rost an. Ich habe seit Inverkehrssetzung max 10 Personen auf einem solchen Göppel gesehen.

  • Chrigu am 31.07.2018 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    was soll man dazu noch sagen?

  • Jack fisher am 31.07.2018 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung

    nehmt mal London als Vorbild, dort wird die ganze Stadt mit Video überwacht !