Wildplakatieren

22. Mai 2012 23:09; Akt: 22.05.2012 23:16 Print

Veranstalter sollen zahlen

von Nathalie Jufer - Auch Veranstalter sollen im Kanton Bern neu für illegale Plakate gebüsst werden. So fordern es zwei Grossräte.

storybild

Für die Entfernung von illegaler Plakatierung muss die Stadt jährlich bis zu 100 000 Franken aufwenden. (Bild: jun)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Partys, Openairs, Plattentaufen: Für zahlreiche Veranstaltungen wird in der Stadt Bern mit illegal angebrachten Plakaten geworben. Für die Entfernung des bunten Papiers muss die Stadt jährlich bis zu 100 000 Franken aufwenden. Kosten, die nicht auf die Veranstalter der beworbenen Events abgewälzt werden können: «Bis jetzt können nur Leute gebüsst werden, die in flagranti erwischt werden», so Grossrat Christoph Grimm (Grüne). ­Gemeinsam mit Ratskollege Christian Hadorn (SVP) fordert er, dass für illegale Plakatierung neu auch die Auftraggeber belangt werden können. «Die grossen Reinigungskosten wären dann nicht mehr Sache der Allgemeinheit.» Ausserdem solle die Änderung im Gesetz der Abschreckung dienen.

Umfrage
Sollen Veranstalter für illegal aufgehängte Plakate haften?
51 %
49 %
Insgesamt 122 Teilnehmer

Thomas Baumgartner, Geschäftsführer der Berner Promotionsfirma Passive Attack, fände eine solche Änderung problematisch – wenn nicht gleichzeitig mehr legale Flächen geschaffen würden: «Für die Veranstalter sind Plakate ein unverzichtbares Medium.»

Auf Plakate setzen auch die Organisatoren des Touch-the- Air-Festivals in Wohlen. «Wir verteilen diese an Plakatierer. Wo sie dann die einzelnen Exemplare aufhängen, liegt ausserhalb unserer Kontrolle», so Sprecher Ferris Bühler. Eine Busse für Veranstalter hält er deshalb für unangebracht.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Christen am 23.05.2012 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dank an die zwei Grossräte

    Endlich wird etwas gegen diese überbordende wilde Plakatiererei unternommen! Firmen wie Passive Attack leben gut davon, dass ihre "Plakatkleber", meist Studenten etc. Container, EWB-Verteiler, Swisscom-Verstärker, Baustellenwände, Bushäuschen etc. regelmässig mit Klein-Plakaten bekleben und die Gemeinden müssen das dann wieder entsorgen! Das sind zig Tonnen abfall jährlich ! Zeit dass Passive Attack und Konzertveranstalter zur Kasse gebeten werden! Aber leider haben das die Behören bis jetzt eben toleriert oder nichts dagegen unternommen aber viele Bürger regen sich auf!

  • Manuel C. W idmer am 23.05.2012 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Eindimensinales Denken

    Bis vor wenigen Jahren gab es in fast allen Gemeinden die Möglichkeit, kleinplakate an gut frequentierten orten (Haltestellen, Litfasssäulen, .) gratis anzubringen. Im Zuge der Säuberung des öffentlichen Raumes wurde diese Möglichkeit fast überall gekappt - ohne Ersatz anzubieten. Und statt nun eine Lösung für das Problem zu finden soll einfach bestraft werden. Schade wird hier nicht konstruktiv sondern nur destruktiv gedacht. Wer das gefühl hat, mit verboten und Strafen Probleme lösen zu können, hat in der Vergangenheit nicht gut aufgepasst. Am Schluss zahlen die VeranstaltungsbesucherInnen

  • negoi am 23.05.2012 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    "liegt ausserhalb unserer Kontrolle"

    Dann würde ich mal vorschlagen die Plakatierer in Zukunft richtig zu instruieren damit es gar nicht erst zu Problemen kommt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Christen am 23.05.2012 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dank an die zwei Grossräte

    Endlich wird etwas gegen diese überbordende wilde Plakatiererei unternommen! Firmen wie Passive Attack leben gut davon, dass ihre "Plakatkleber", meist Studenten etc. Container, EWB-Verteiler, Swisscom-Verstärker, Baustellenwände, Bushäuschen etc. regelmässig mit Klein-Plakaten bekleben und die Gemeinden müssen das dann wieder entsorgen! Das sind zig Tonnen abfall jährlich ! Zeit dass Passive Attack und Konzertveranstalter zur Kasse gebeten werden! Aber leider haben das die Behören bis jetzt eben toleriert oder nichts dagegen unternommen aber viele Bürger regen sich auf!

  • Manuel C. W idmer am 23.05.2012 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Eindimensinales Denken

    Bis vor wenigen Jahren gab es in fast allen Gemeinden die Möglichkeit, kleinplakate an gut frequentierten orten (Haltestellen, Litfasssäulen, .) gratis anzubringen. Im Zuge der Säuberung des öffentlichen Raumes wurde diese Möglichkeit fast überall gekappt - ohne Ersatz anzubieten. Und statt nun eine Lösung für das Problem zu finden soll einfach bestraft werden. Schade wird hier nicht konstruktiv sondern nur destruktiv gedacht. Wer das gefühl hat, mit verboten und Strafen Probleme lösen zu können, hat in der Vergangenheit nicht gut aufgepasst. Am Schluss zahlen die VeranstaltungsbesucherInnen

  • negoi am 23.05.2012 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    "liegt ausserhalb unserer Kontrolle"

    Dann würde ich mal vorschlagen die Plakatierer in Zukunft richtig zu instruieren damit es gar nicht erst zu Problemen kommt.