Eine «Pioniertat»

28. Juni 2012 21:15; Akt: 28.06.2012 22:17 Print

Verkehrsprojekte für 2 Mia Franken

Die Regierung hat grosse Ausbaupläne für den Verkehr im Kanton Bern. Für den VCS bleibt dabei der ÖV aber auf der Strecke.

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Der Kanton reicht beim Bund Verkehrsprojekte über mindestens 2 Milliarden Franken ein. Alle 382 bernischen Gemeinden wurden dabei mit einbe­zogen – laut Gemeindedirektor Christoph Neuhaus in der Schweiz eine «Pioniertat».

Von den insgesamt 58 prioritären Verkehrsprojekten der Kategorie A betreffen 35 den motorisierten Individualverkehr und 23 den öffentlichen Verkehr. «Letzteres ist zu wenig – es sollte viel mehr in den ÖV und den Langsamverkehr investiert werden, insbesondere auf dem Land», sagt dazu Sté­phanie Penher, VCS-Geschäftsführerin Kanton Bern.

Im Strassenverkehr prioritär sind etwa die Sanierungen der Ortsdurchfahrten von Lyss und Steffisburg und die Korrektur der Berner Bolligen­strasse. Alle Massnahmen erster Priorität – die Gelder für den Bahnhof Bern nicht eingerechnet – entsprechen einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Franken.

Bei 54 der 58 Projekte beantragt der Kanton eine Mitfinanzierung des Bundes. Dieser unterstützt die Vorhaben mit Beiträgen von 30 bis 50 Prozent. Darum erhält der Kanton für diese A-Projekte zwischen 300 und 500 Millionen Franken – vorausgesetzt, der Bund und die eidgenössischen Räte genehmigen die Projekte. Für die B-Kategorie sind nochmals 340 Millionen Franken nötig. Die hohen Investitionen sind laut der kantonalen Verkehrsdirektorin Barbara Egger finanzierbar, da sie zeitlich ge­staffelt sind. So sollen die
A-Projekte von 2015 bis 2018 realisiert werden, die anderen später.

(sda/nop/20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fredy am 29.06.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    2 Milliarden - Barbara Egger abwählen

    Die Verkehrsdirektorin ist nicht mehr tragbar. Der Bund und die eidgenössischen Räte dürfen diesem Abzocker-Projekt nicht zustimmen.

  • Berner Bär am 29.06.2012 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zäme geits besser!

    Der Kanton Bern scheint eine Oelquelle angezapft zu haben! Leider haben die Autohasser vom VCS noch immer nicht begriffen, dass es Massnahmen zu Gunsten des ÖPNV gibt, die gleichzeitig halt auch den MIV fördern. Beispiel: Wenn Ampelanlagen mit einer "Freund/Feind"-Schaltung ausgerüstet sind, wird halt die Grünphase für den Bus auch zur Folge haben, dass auch die Autos, die mit derselben Route verkehren, Durchfahrt haben. Spezielle Busstreifen sind nicht überall möglich oder erwünscht. (Bevor mich nun ein VCSler als militanten Autoliebhaber darstellt: Ich sässe im obgenannten Beispiel im Bus.

  • Nubi am 30.06.2012 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Knüppel lösen endlich

    Soviel Geld, um möglichst den Verkehr zu stauen, statt flüssig halten? Bern hat eine der unweltunfreundlichsten Verkehrsführungen überhaupt. Statt weniger muss man mehr Kilometer in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen. Die Schadstoffemissionen verdoppeln sich so nur.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nubi am 30.06.2012 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Knüppel lösen endlich

    Soviel Geld, um möglichst den Verkehr zu stauen, statt flüssig halten? Bern hat eine der unweltunfreundlichsten Verkehrsführungen überhaupt. Statt weniger muss man mehr Kilometer in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen. Die Schadstoffemissionen verdoppeln sich so nur.

  • Fredy am 29.06.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    2 Milliarden - Barbara Egger abwählen

    Die Verkehrsdirektorin ist nicht mehr tragbar. Der Bund und die eidgenössischen Räte dürfen diesem Abzocker-Projekt nicht zustimmen.

  • Michael Meienhofer am 29.06.2012 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Geld vorhanden ?

    Sofern es Andere (mit-)bezahlen, wird immer mit der grossen Kelle angerichtet. Die Notwendigkeit wird dabei suggeriert und die einmalige Gelegenheit des "Schnäppchens" in die Höhe gehoben. Kein Wunder gehört der Kanton Bern zum teureren Steuerpflaster in der Schweiz - der Bürger will es ja so - oder ER gerade nicht ?

  • Berner Bär am 29.06.2012 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zäme geits besser!

    Der Kanton Bern scheint eine Oelquelle angezapft zu haben! Leider haben die Autohasser vom VCS noch immer nicht begriffen, dass es Massnahmen zu Gunsten des ÖPNV gibt, die gleichzeitig halt auch den MIV fördern. Beispiel: Wenn Ampelanlagen mit einer "Freund/Feind"-Schaltung ausgerüstet sind, wird halt die Grünphase für den Bus auch zur Folge haben, dass auch die Autos, die mit derselben Route verkehren, Durchfahrt haben. Spezielle Busstreifen sind nicht überall möglich oder erwünscht. (Bevor mich nun ein VCSler als militanten Autoliebhaber darstellt: Ich sässe im obgenannten Beispiel im Bus.

  • Christof am 29.06.2012 00:46 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieser VCS

    Ja der VCS. Immer dieser VCS. Wenn es wenig Parkplätze hat oder wenn ich Münz aus dem Portemonnaie nehme für die Parkuhr, dann denke ich an den VCS - sonst nie.