Nach Eklat um Vibez-Festival

13. Juni 2019 20:30; Akt: 13.06.2019 22:08 Print

«Nicht erklärbar, wie es so weit kommen konnte»

Nach dem Wirbel um den mysteriösen Sponsor sagt Daniel Meili, Initiator des Vibez-Festivals, man habe im Vorfeld «schlecht und unklar» kommuniziert.

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Vom 6. bis 8. Juni fand in Biel erstmals das Vibez-Openair statt. Doch bereits davor gerieten die Verantwortlichen wegen des angeblichen Hauptsponsors in die Schlagzeilen: Ende April präsentierten die Veranstalter die Fluggesellschaft Emirates als Presenting Partner. Die Fluggesellschaft wollte aber nichts von einer Partnerschaft wissen und forderte die Initianten des Vibez auf, ihr Logo umgehend von der Website zu entfernen. Emirates leitete zudem rechtliche Schritte ein.

Pünktlich zum Festivalstart wurde das Logo der Fluggesellschaft schliesslich von der Festival-Website entfernt. Auch auf dem Gelände war das Emirates-Logo nicht sichtbar: Die Organisatoren hatten es aus Blachen und Plakaten herausgeschnitten.

«Kann mir nicht erklären, wie es so weit kommen konnte»

In einer Medienmitteilung vom Donnerstag lässt der Initiator des Festivals nun verlauten, dass er im Fall Emirates auch zum jetzigen Zeitpunkt selber vor vielen Fragezeichen stehe: «Ich muss noch viele unbeantwortete Fragen klären. Ich kann mir nicht erklären, wie es so weit kommen konnte», sagt Daniel Meili. Er verweist auf die Vereinsleitung von Seamotion. «Nur sie können den Fall klären, ich distanziere mich vom Verein und seinen Aktivitäten», so Meili weiter.

Vor einem Jahr liess Meili in einem Artikel des «Bieler Tagblatts» verlauten, dass der Verein im Februar 2018 gegründet wurde. Als Gründungsmitglieder nannte er damals den ehemaligen Bieler Stadtrat Joel Haueter, Jan Hänzi aus Pieterlen und sich selbst.

Vibez wird per sofort von einer neuen Firma geführt

Trotz dem Wirbel rund um den mysteriösen Sponsor soll das Vibez laut Meili auch im nächsten Jahr stattfinden. Dies aufgrund der positiven Reaktionen der Besucher. Er gibt jedoch zu, im Vorfeld des Festivals «schlecht und unklar» kommuniziert zu haben. «Leider hat das wohl einige potentielle Gäste davon abgehalten, spontan das Vibez zu besuchen, was wir bedauern.»

Per sofort werde das Vibez zudem von einer neuen Firma geführt. Geplant sei, dass eine «neue Gesellschaft mit einem komplett neuen Präsidium» das Openair übernehmen soll. Meili blickt derweil optimistisch in die Zukunft: «Dank unseren hoch stehenden Acts und dem reibungslosen Ablauf ziehen wir ein positives Fazit».

(rab)