Nach Gewitternacht

21. Juli 2014 09:45; Akt: 21.07.2014 16:02 Print

Viel Arbeit für die Berner Feuerwehr nach Unwetter

Starke Gewitter haben in der Nacht zum Montag die Berner und Solothurner Feuerwehren in Atem gehalten. In der Berner Matte sind die Beaver-Schläuche wieder im Einsatz.

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Bei der Kantonspolizei Bern gingen etwa 135 Meldungen ein, wie ein Sprecher am Montagmorgen auf Anfrage sagte.

Viele Anrufe stammten demnach aus dem Raum Lyss/Biel und aus der Emmentaler Gemeinde Sumiswald. In den meisten Fällen war Wasser in Gebäude eingedrungen, weshalb vor allem die regionalen Feuerwehren gefordert waren. Zwischen Konolfingen und Oberdiessbach ging in der Nacht ein Erdrutsch nieder.

In Mötschwil und Oberburg wurde je ein Blitzeinschlag in Gebäude gemeldet, es kam jedoch nicht zu Bränden. In Wasen im Emmental sowie in Heimisbach wurden zwei Gebäude von umstürzenden Bäumen getroffen. Verletzt wurde niemand, teilt die Kapo mit.

Die Stadt Bern blieb vom Untwetter grösstenteils verschont. «Bei uns gingen keine Meldungen ein», sagt Mediensprecher Adrian Röthlisberger. Trotzdem stehen in der Berner Matte nun wieder die orangen Hochwasserschläuche. «Die Wettervorhersagen waren sehr unterschiedlich. Wir wollten uns nicht auf dem linken Fuss erwischen lassen und haben die Beaver-Schläuche präventiv aufgestellt», ergänzt Röthlisberger.

Bahnhofsunterführungen überschwemmt

Die starken Regenfälle haben am Sonntagabend auch im Kanton Solothurn mehrere Keller unter Wasser gesetzt. Vereinzelt fielen Bäume um und Schachtdeckel wurden weggeschwemmt. Personen wurden nicht verletzt.

Bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei gingen während der Nacht rund 150 Meldungen ein. Mehrere Feuerwehren standen im Einsatz, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte.

Schiffe verkehren wieder

Beruhigt hat sich hingegen die Hochwasser-Situation auf dem Bielersee: Ab Dienstag verkehren wieder Kursschiffe auf der Aare zwischen Biel und Solothurn. Der Wasserpegel ist gesunken, wie die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) am Montag mitteilte.

Die Aareschifffahrt stand wegen Hochwasser mehr als eine Woche lang still. Durch das Wehr in Port bei Biel wurde viel Wasser abgelassen, um die hohen Pegel der Juraseen zu senken.
Die Bielersee-Schiffahrtsgesellschaft musste dadurch einen Umsatzrückgang hinnehmen.

In der Hochsaison kann sie pro Tag bis zu 6000 Passagiere befördern, mit je drei Kursen ab Biel und ab Solothurn.

(tok/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Florian am 21.07.2014 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Baut doch Schutzwände

    Solche Schutzwände, die sich hochfahren lassen, das wäre doch etwas. Es kostet zwar ein paar Millionen, aber dann hätte man auch nie wieder die Schäden in Millionenhöhe.

  • Peter Mätteler am 22.07.2014 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Poller hoch

    Die Stadt baut lieber Hinternisse gegen Autos. Hochwasserschutz wird verpennt, Strafe der Mäteler.

  • Martin am 25.07.2014 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Meteorologe!

    SRF- Meteo hat total versagt, keine Warnmeldung, gar nichts, obwohl sich das Unwetter in dieser Region ankündete! Jeder Meteorologe, der etwas versteht, kann dies bestätigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 25.07.2014 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Meteorologe!

    SRF- Meteo hat total versagt, keine Warnmeldung, gar nichts, obwohl sich das Unwetter in dieser Region ankündete! Jeder Meteorologe, der etwas versteht, kann dies bestätigen.

  • Peter Mätteler am 22.07.2014 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Poller hoch

    Die Stadt baut lieber Hinternisse gegen Autos. Hochwasserschutz wird verpennt, Strafe der Mäteler.

  • Martin Tschanz am 21.07.2014 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prävention tut Not.

    Was soll das Gejammer. Ist es denn nicht möglich endlich anständige Vorsorge zu treffen. In alle anderen Bereichen ist das selbstverständlich. Früher wusste man was zu tun ist, wenn Gewitter nahen.

  • Florian am 21.07.2014 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Baut doch Schutzwände

    Solche Schutzwände, die sich hochfahren lassen, das wäre doch etwas. Es kostet zwar ein paar Millionen, aber dann hätte man auch nie wieder die Schäden in Millionenhöhe.