Thun BE

16. Februar 2011 10:55; Akt: 16.02.2011 17:26 Print

Vier Kader-Frauen gehen nach Zwist

Ein interner Zwist bei der Wohnen im Alter (WIA) AG Thun mit ihren 385 Angestellten in fünf Heimen hat diese Woche mit der Freistellung einer Betriebsleiterin geendet. Auch drei weitere Kaderfrauen gehen.

Fehler gesehen?

Der Zwist entzündete sich laut einer Mitteilung der Stiftung Wohnen im Alter Thun und der WIA AG vom Dienstag an Sparvorgaben des WIA-Verwaltungsrats. Nach einem Hin und Her um die Jahresziele 2011 reichten die vier Frauen ihre Kündigungen ein, worauf 120 Personen in einer Petition die Wiederanstellung der vier Frauen forderten.

Weil sich auch der Thuner Gemeinderat besorgt zeigte, führten Stiftungs- und Verwaltungsrat am Dienstag eine Runden Tisch durch. Die Ombudsfrau für Alters- und Heimfragen im Kanton Bern leitete ihn. Am Runden Tisch sei klar geworden, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch, dass das Arbeitsverhältnis mit der Leiterin des Thuner Martinszentrums nicht fortgeführt werden könne.

Sie habe aus Sicht des WIA-Verwaltungsrats gegen die Unternehmensleitung lobbyiert, indem sie in einem Schreiben an die Belegschaft die Unternehmensleitung «harsch kritisiert» habe. Deshalb sei das gegenseitige Vertrauen weg. Auch mit den drei Teamleiterinnen konnte keine Einigung erzielt werden.

Die WIA AG wurde gegründet, als 2007 aus der Stiftung Altersheime der Stadt Thun die Stiftung Wohnen im Alter Thun hervorging. Die WIA führt die fünf Heime mit 300 Betten in Thun und Steffisburg im Auftrag der Stiftung.

(sda)