12. November 2003 04:43; Akt: 11.11.2003 22:44 Print

Virtuelles Parlament für die Zollikofer Jugend

Als erste Gemeinde in Europa hat Zollikofen ein virtuelles Jugendparlament im Internet eröffnet. Während einer Woche können sich die Jungen auf der Webseite für ihre Anliegen stark machen.

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«Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der Mitwir-
kung von Jugendlichen in Zollikofen», erklärt Gemeinderat Stephan Kunz. Seit Freitag ist die Webseite mit dem virtuellen Jugendparlament aufgeschaltet. Alle Schüler ab der siebten Klasse haben während zwei Lektionen die Gelegenheit, in der Gemeinde mitzubestimmen und eigene Ideen einzubringen.

So können sie dem Gemeinderat eine Motion zur Beratung unterbreiten oder den Prix Jeunes als Anerkennung für gute Jugendarbeit verleihen. Ausserdem stimmen die Teilnehmer über drei Projektvorschläge ab. Damit entscheiden sie, ob die örtliche Jugendanimation oder ein Hilfsprojekt im Ausland mit 3000 Franken unterstützt wird. Die Beiträge im Internetforum zeigen, wie gut die Aktion ankommt: «E vou cooli Idee.»

Bis am Freitag stehen die Beschlüsse des Jugendparlaments fest. Die Website wird auch danach mit aktuellen Informationen ergänzt. Das Projekt hat bisher 22 000 Franken gekostet und soll künftig für 7000 Franken jährlich weitergeführt werden.

Patrick Marbach