Film über Strassenkinder

12. Januar 2014 22:35; Akt: 12.01.2014 22:35 Print

Von der Strasse in die Manege

von Alexandra Graber - Jenseits von Punk, Prunk und Olympia: Eine Bernerin porträtiert in ihrem Filmdebut russische Strassenkinder im Zirkus.

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Die Berner Regisseurin Verena Endtner feiert mit «Glückspilze» ihr Kino-Debut. (Bild: 20 Minuten/lex)

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Mischa, Danja, Igor und Nastja leben wie 10 000 andere Kinder auf St. Petersburgs Strassen. Im Zirkus Upsala nehmen Artisten die vier Rabauken unter ihre Fittiche – nebst Saltos und Pyramiden lernen sie dort, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Die Berner Filmemacherin Verena Endtner beleuchtet in ihrem Kinodebüt «Glückspilze» das Schicksal der Strassenkinder. Während einem Jahr begleitete sie mit einem Kamerateam die Kinder im Alter zwischen sechs und 22 Jahren auf ihrem Weg in ein normaleres Leben. «Sie sind Überlebenskünstler», so die Regisseurin. Teilweise leben die Kinder auf engstem Raum in einem Keller, mit nichts als einer Kochnische und einer Toilette. «Mit dem Film wollen wir vor allem Verständnis und nicht Mitleid schüren.»

Saltos für Bildung

Die Kunststücke werden den jungen Artisten unter anderem von der bekannten Schweizer Clownin Gardi Hutter beigebracht, die extra nach Russland reiste, um den Zirkus und die dahinterstehende NGO zur Reintegration von Strassenkindern zu unterstützen. «Es geht vorderhand aber nicht darum, Zirkusartisten auszubilden, sondern Kindern zu einem besseren Leben zu verhelfen», sagt Endtner. Dank des Zirkus sollen die turnenden Kinder eine normale Schulausbildung machen können.

«Glückspilze» feiert heute Vorpremiere in Bern, Basel und Zürich und kommt am Donnerstag in die Schweizer Kinos. Ein Teil des Erlös kommt dem Zirkus zu Gute.

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