Für Champions League

25. September 2018 18:07; Akt: 25.09.2018 18:07 Print

Wacker Thun bittet Fans um 60'000 Franken

Der Schweizer Meister im Handball hat zu wenig Geld für seine Champions-League-Reisen. Jetzt sollen die Fans in die Bresche springen.

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Vor vier Monaten gewann Wacker Thun den zweiten Schweizer Meistertitel der Vereinsgeschichte. Damit qualifizierten sich die Thuner Handballer für die Champions League. Doch anders als im Fussball ist der wichtigste Klubwettbewerb der Sportart finanziell ein Verlustgeschäft. Jetzt sollen unter anderem die Fans aushelfen.

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«Die Königsklasse im Handball ist nicht mit jener im Fussball zu vergleichen», konstatiert Marc Santschi, Leiter Kommunikation von Wacker Thun. Die Teilnahme an der Champions League bedeute für den Verein einen Mehraufwand von 450'000 Franken. «Vom europäischen Verband erhalten wir rund 70'000 Franken Startgeld und einen Beitrag steuert auch der kantonale Lotteriefonds bei, doch den Rest müssen wir selbst erwirtschaften», so Santschi.

Spiele in Finnland und Polen

Um einen Teil des finanziellen Lochs später wieder aufzufüllen, hat Wacker Thun ein Crowdfunding lanciert, mit dem die Reisen an die Auswärtsspiele finanziert werden sollen – die internationalen Spiele führen die Berner Oberländer nach Finnland, Polen, Rumänien, Spanien und Norwegen.

Die Zielsumme des Spendenaufrufs: 60’000 Franken. 37 Tage vor Schluss versprachen die Unterstützer bisher gut 18'000 Franken. Marc Santschi: «Falls wir die 60'000-Franken-Marke nicht erreichen, verfallen auch die anderen Spenden. Das wäre ein herber Schlag für den Verein.»

Die sportliche Seite gibts auch noch

Auch bei den Siegesprämien wird wohl nicht viel Geld rauszuholen sein: Bei der ersten Teilnahme an der Champions League holte Wacker Thun einen Punkt. Dies gäbe nach dem aktuellen Massstab keinen Rappen. Denn eine Punkteprämie gibts erst ab der zweiten Gruppenphase. Aber nicht besonders viel: Für das Erreichen der dieser Phase kassiert der Club 15'000 Franken, für einen Sieg gleich viel und für ein Unentschieden 7500 Franken.

Man kann sogar soweit gehen zu sagen, wirtschaftlich lohnt es sich als Handballverein nicht, in der Champions League zu spielen. Aber natürlich gibt es auch die sportliche Seite. Santschi: «Den Spielern, die ein Jahr für dieses Ziel gekämpft haben, zu sagen: ‹Wir treten in der Champions League nicht an› stand nie zur Diskussion.»

Am Mittwoch gegen Dinamo Bukarest

Das nächste Spiel in der Champions League steht für Wacker Thun am Mittwoch auf dem Programm: Um 18 Uhr treffen die Oberländer Handballer in Rumänien auf Dinamo Bukarest.

In den ersten beiden Partien holten die Thuner einen Punkt: Zwar verlor Wacker in Polen gegen das Team von Orlen Wisla Plock mit 24:34, dem finnischen Meister Riihimäki Cocks trotzte man hingegen ein 26:26 ab.

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel K. am 25.09.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    Fragt doch die Männchen Bundesbern, die schmeissen mit dem Geld um sich als wärs ihr eigenes.

  • Gilbert Wicki am 25.09.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sponsoring

    Für Auswärtsspiele sollte man doch bei der Swiss eine Löung finden können....

  • Fc Thun am 25.09.2018 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Dann würde ich mal sagen, dass die club-führung, sich nicht 150000.- jahreslohn auszahlen sollte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • yb4ever am 25.09.2018 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hopp yb

    ich fänds cool wenn yb das spenden würde.

  • Gilbert Wicki am 25.09.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sponsoring

    Für Auswärtsspiele sollte man doch bei der Swiss eine Löung finden können....

  • Entäuschter am 25.09.2018 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Für was denn gewinnen!"

    Da wird man meister un dmuss geld haben um weiter zu kommen bzhw. Spielen zu können" tz.. Hätte direkt keinen bock mehr auf die sportart"

  • Freddy Faulig am 25.09.2018 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht antreten keine Option

    Ist ja auch nicht ihr Geld.

  • Daniel K. am 25.09.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    Fragt doch die Männchen Bundesbern, die schmeissen mit dem Geld um sich als wärs ihr eigenes.