Berner Wahlen

25. März 2018 11:00; Akt: 25.03.2018 21:44 Print

Funiciello, Hess und Trede können jubeln

Ausgezählt: Während die SP fünf und die FDP drei Sitze gewinnen, verlieren SVP und EVP je drei und zwei Sitze im Grossen Rat.

Siegessicher schritten die bürgerlichen Regierungsräte schon vor dem definitiven Resultat ins Berner Rathaus. (Video: miw/20min)
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Fazit der Gesamterneuerungswahlen vom Wochenende: Der Kanton Bern bleibt bürgerlich regiert. Die SP kann sich mit Zugewinnen im Parlament trösten, auch die FDP legte zu.
Bei einer tiefen Stimmbeteiligung von gerade mal 29,5 Prozent sprachen die Wähler der Regierung ihr Vertrauen aus. Die vier Bisherigen wurden im Amt bestätigt, die parteipolitische Zusammensetzung bleibt unverändert.

Das Spitzenresultat erzielte wie vor vier Jahren die BDP-Finanzdirektorin Beatrice Simon, gefolgt von SP-Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann und SVP-Justizdirektor Christoph Neuhaus. Als beste Neue landete die SP-Nationalrätin Evi Allemann auf dem vierten Platz.

Dicht darauf folgten Philippe Müller (FDP) und Christine Häsler (Grüne). Das schlechteste Resultat der Gewählten erzielte Pierre Alain Schnegg (SVP), der in der Stadt Bern für seine umstrittene Sozialpolitik abgestraft wurde. Im eigenen Verwaltungskreis, dem Berner Jura, und in allen ländlichen Regionen wurde er aber souverän wiedergewählt.

Wer künftig welche Direktion führen wird, ist offen. Die Frischgewählten liessen sich am Sonntagabend nicht in die Karten blicken. Sicher einen neuen Chef bekommen die Erziehungs-, die Bau- und die Polizeidirektion.

SP legt im Rathaus zu

Nicht unbedingt erwartet wurde das starke Abschneiden der SP bei den Parlamentswahlen. Die Partei legte fünf Sitze zu und übertraf damit sogar ihr Wahlziel. Die FDP holte drei zusätzliche Mandate, die Stadtberner Alternative Linke schaffte erstmals den Sprung ins Kantonsparlament.

Federn lassen mussten SVP, EVP, Grüne, BDP und die autonomistische PSA. Aus dem Rathaus verschwinden die Grünalternativen, eine kleine Splitterpartei.

Die 160 Sitze im bernischen Grossen Rat setzen sich künftig wie folgt zusammen: SVP 46 (-3), SP 38 ( 5), FDP 20 ( 3), Grüne 14 (-1), BDP 13 (-1), Grünliberale 11 (unverändert), EVP 10 (-2), EDU 5 (unverändert), PSA 2 (-1), Alternative Linke 1 ( 1).

Bemerkenswert ist, dass die BDP nur gerade einen Sitz abgeben musste. Damit gelang es der Partei nach dem Absturz vor vier Jahren, fast ihren ganzen verbleibenden Besitzstand zu wahren.

Der dreifache Hess

Einige in der kantonalen Politik verwurzelte Figuren mussten über die Klinge springen. Dafür schafften national bekannte Namen den Sprung ins Parlament - so Erich Hess von der SVP, der nun gleichzeitig dem Nationalrat, dem Kantonsparlament und dem Berner Stadtparlament angehört.

Ein Polit-Comeback gibt die frühere Grünen-Nationalrätin Aline Trede. Und auch die nationale Juso-Präsidentin Tamara Funiciello befasst sich künftig mit kantonalbernischen Themen.

Der Frauenanteil im Grossen Rat erreichte einen Höchststand von 35,6 Prozent. In der zu Ende gehenden Legislatur waren es 31,9 Prozent.

(miw/ct/ber/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave74 am 25.03.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Bin ich froh, wenn das wieder mal vorbei ist. Die Briefkästen werden es danken und man kann auch wieder das Trottoir normal benützen ohne Gefahr zu laufen gegen ein Plakat zu knallen.

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  • Bernburger am 25.03.2018 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    zwei furchtbare Damen

    Beide sind für die Politik nichts aber gar nichts.

  • Jörg K am 25.03.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung stirbt zuletzt

    Ein Denkzettel wäre angebracht. Mit Senkung der Unternehmenssteuer Firmen aus anderen Kantonen anlocken wollen, ist billig und dumm. Sparen auf Kosten der Bildung und bei den Rentnern passt irgendwie nicht zusammen. Es wäre an der Zeit, dass die Finanzen in andere Hände kommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fraz am 25.03.2018 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    Armselig

    Wie ausgesprochen bedenklich für die Schweiz, wenn Tamicellos Grund zum jubeln haben. Tsss, tsss, tsss....

  • Nick_Name am 25.03.2018 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Böög vs. BHs

    Dann werden jetzt in Bern wohl regelmässig öffentlich BHs verbrannt.

  • M.D am 25.03.2018 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Cheers

    Ich stimme nicht mehr ab. In 2 jahren, wird alles gepackt, und ich wandern aus. Ich sehe ein schwarze zukunft für die schweizer. Vor 20 jahren war die schweiz sehr schön. Jetzt? Es ist einfach nicht mehr schweiz!

  • Bernburger am 25.03.2018 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    zwei furchtbare Damen

    Beide sind für die Politik nichts aber gar nichts.

  • Schämu am 25.03.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Regierung für den Blindflug

    Das Debakel Bern geht weiter Stadt gegen Land und umgekehrt. Nur eins ist sicher, Geld wird wieder ausgeben bis zum geht nicht mehr und der NFA soll dann wieder gut sein.