Computersystem SPI

23. Juli 2018 14:32; Akt: 23.07.2018 14:51 Print

Walliser Operationen werden «tubelisicher»

Ein Computersystem übernimmt im Oberwallis nun den Lead im Operationssaal. Dieses soll für alle Anwesende Vorteile bringen.

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Im Wallis operiert man seit Neustem nach genauer Rezeptur: Während der Operation wird den Ärzten und Pflegefachpersonen jeder einzelne Schritt der laufenden Operationen auf dem Monitor aufgezeigt. Mit der Einführung des dafür notwendigen Computersystem SPI ist die Oberwalliser Orthopädie ein Pionier.

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Angewendet wird deren Hilfsprogramm etwa bei Knieprothesenimplantationen: «Mittels dieses Computers haben wir verschiedene Operationen standardisiert», sagt Dr. Andreas Ottersbach, Chefarzt und Leiter der orthopädischen Klinik im Spital Brig, gegenüber dem Radio Rottu Oberwallis (rro).

Diese Standardisierung habe verschiedene Vorteile. Etwa geht nichts Wichtiges vergessen: «Jeder Schritt muss per Fusspedal oder Stimmkommando bestätigt werden. So kann sichergestellt werden, dass jeder Patient mit dem aktuellen, optimierten Operationskonzept behandelt wird», sagt Chefarzt Ottersbach. Jede Handlung des OP-Teams wird zudem festgehalten: Die neue Computertechnik erstellt automatisch ein digitales Operationsprotokoll.

Programm versendet Push-Nachrichten

Nähert sich die Operation dem Ende, werden die Kollegen ausserhalb des Saals von selber informiert informiert: «Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push-Mitteilung auf das Handy des Bringedienstes der nächste Patient angefordert», steht in einem Dokument des Spitals.

Auch der Patient kann das System nutzen: Via App wird er nach der Qualität seiner Behandlung gefragt.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • HockeyFreak am 23.07.2018 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin

    Bleibt jetzt also zu hoffen das weniger Operationsbesteck im Patienten bleibt.

  • Christoph Zuberbühler am 23.07.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich.

    Was für ein riesiger Fortschritt - die Walliser Spitäler sind nicht grad für ihre Professionalität bekannt. Bleibt zu hoffen, dass zukünftig auch Programme zu Steigerung der Freundlichkeit entwickelt werden, sodass die hohen Krankenkassen-Prämien gerechtfertigt sind ;-)

  • Xiaomi78 am 23.07.2018 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoert sich eigentlich gut an..

    "Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push-Mitteilung auf das Handy des Bringedienstes der nächste Patient angefordert"...hoert sich ja an wie am Fliessband an."Next...Please!!!"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Undertaker am 23.07.2018 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Dank einem gewissen Krankenhaus in Sion ist eine sehr gute Freundin von mir seit bald 10 Jahren tot weil die dort bei der Bestrahlung Mist gebaut haben. Danke auch!

  • Hamster Backe am 23.07.2018 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehe nicht nur Positives

    Und wenn das Betriebssystem nicht mehr funktioniert weiß niemand mehr auswendig wie es weiter geht da man sich immer auf den Computer verlässt. Geschweige denn wenn jemand das System häckt.

  • Marc Ss am 23.07.2018 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Walliser

    Die Walliser Regierung hat sich schon vor 20 Jahren mit der Zukunft der Spitäler auseinander gesetzt und die Strategie festgelegt... Was in manchen grossen Kantonen erst aktuell Thema ist (leider such in meinem). Ich finde die machen da einen guten und vorbildlichen Job. Bravo Wollisch

  • Xiaomi78 am 23.07.2018 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoert sich eigentlich gut an..

    "Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push-Mitteilung auf das Handy des Bringedienstes der nächste Patient angefordert"...hoert sich ja an wie am Fliessband an."Next...Please!!!"

  • Christoph Zuberbühler am 23.07.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich.

    Was für ein riesiger Fortschritt - die Walliser Spitäler sind nicht grad für ihre Professionalität bekannt. Bleibt zu hoffen, dass zukünftig auch Programme zu Steigerung der Freundlichkeit entwickelt werden, sodass die hohen Krankenkassen-Prämien gerechtfertigt sind ;-)