Meister Petz gesichtet

10. Juni 2019 13:46; Akt: 10.06.2019 13:52 Print

«Der Bär war jung und sehr verspielt»

Ein Bär hat sich auf der Riederalp im Schnee ausgetobt. Eine Gruppe Wanderer hat ihn dabei beobachtet.

Die Wanderer sichteten den Bären auf der Riederalp. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Wanderinnen haben am Samstagmorgen einen Bären auf der Riederalp gefilmt. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) konnte anhand der Bilder offiziell bestätigen, dass es sich tatsächlich um einen Bären handelt.

Teil der vierköpfigen Frauengruppe war auch Jacqueline U.* «Wir waren beim Mittagessen auf einem Bänkli, als auf einmal jemand sagte, da sei ein Bär», erzählt sie. Zufällig hielt die 34-Jährige in diesem Moment das Smartphone in der Hand. «Ich konnte voll draufhalten und den Bären filmen, wie er den Hang hinunter rennt», sagt U. Es müsse sich um ein jüngeres Tier handeln: «Der Bär war sehr verspielt und noch nicht voll ausgewachsen.»

Meldung stiess erst auf Unglauben

Ihre Sichtung teilten die Wanderinnen einem Angestellten der Gondelbahn mit. Dieser dachte erst, man wolle ihm sprichwörtlich einen Bären aufbinden. «Er meinte nur, hier gebe es keine Bären», sagt U. Das Beweisvideo belehrte ihn eines Besseren und er kontaktierte die zuständige Dienststelle.

Die Nachricht über den pelzigen Vierbeiner verbreitete sich wie ein Lauffeuer. «Als wir eine Stunde später im Dorf unten waren, wussten bereits alle Bescheid», so U.

Derzeit würden Schritte zur Identifizierung des Tieres laufen, teilte die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) des Kantons Wallis am Samstagabend mit.

Die Wanderer filmten den Bären im Moosfluhgebiet auf der Riederalp. Der Bär befindet sich derzeit im Gebiet des Eidgenössischen Jagdbanngebiets (Aletschwald).

Behörden bitten Bevölkerung um Hinweise

Die DJFW hat nach eigenen Angaben den zuständigen Wildhüter und einen Biologen vor Ort bestellt, um Beweise für die Probenahme zur DNA-Analyse zu finden. Letztere soll zeigen, ob es sich um das gleiche Individuum handelt, das im vergangenen Jahr in der Region Sanetsch beobachtet wurde.

Die DJFW bittet die Bevölkerung, allfällige Feststellungen wie Spuren oder Beobachtungen des Tieres dem zuständigen Wildhüter oder der Dienststelle zu melden.

*Name der Redaktion bekannt

(vro/sda)