Thuner Barben

07. November 2018 07:53; Akt: 07.11.2018 10:01 Print

Deshalb verhalten sich diese Fische atypisch

von Mira Weingartner - Anstatt auf dem Grund des Flusses schwimmen Dutzende Barben nun an der Oberfläche der Aare. Ein Fischer verrät, weshalb.

Besonders wenn die Sonne scheint, tummeln sich die grossen Fische beim Thuner Göttibachsteg. (miw)
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Ein Fischschwarm zieht in Thun die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich. Unter dem Göttibachsteg beim Aarequai schwimmen seit Wochen Dutzende Barben gegen den Strom. Dies immer auf den gleichen Quadratmetern des dortigen Aare-Abschnitts. Was ist nur los mit den dortigen Fischen, und was ist an der von ihnen ausgewählten Stelle so besonders?

«Das Verhalten der Barben ist sehr atypisch», sagt Beat Bührer, Präsident des Sportfischervereins rechtes Thunerseeufer. Diese Fische würden normalerweise mit ihren Bartfäden, den sogenannten Barteln, am Grund nach Nahrung suchen. «Dass sich der Schwarm nun grösstenteils an der Oberfläche aufhält, ist ungewöhnlich für seine Art.» Doch Bührer hat einen Verdacht: «Die Fische werden dort wohl gefüttert.»

«Füttern verboten»

Ein Augenschein vor Ort zeigt: Mehrere Passanten werfen altes Brot in den Fluss. Dies wohl, um die Enten zu füttern. Doch die grossen Fische sind dankbare Trittbrettfahrer.

Während das Füttern von Wasservögeln und Tauben an der Thuner Aare offiziell verboten ist, dürfte den Fische grundsätzlich Essen gegeben werden. Dennoch rät das Berner Fischereiinspektorat davon ab. Auf Anfrage von 20 Minuten heisst es: «Füttert man die Fische, fördert man damit ein unnatürliches Verhalten der Tiere.» Dies würde die Tiere eher schwächen als stärken – «sie sind dadurch etwa allfälliger auf Krankheiten».

Bequeme Thuner Barben

Doch die Fische scheinen sich an die Brotkrümel gewöhnt zu haben – für diese Bequemlichkeit haben sie nun ihren gewöhnlichen Lebensraum verlassen. Denn auch vor Fischern müssen sich die Barben nicht fürchten. Einerseits herrscht vor Ort ein striktes Angelverbot, andererseits sind Barben auch keine Speisefische.

Deshalb verhalten sich diese Fische atypisch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dino Schön am 07.11.2018 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    El Fish

    Was heisst hier unnatürlich? Die haben hier Delegiertenversammlung und wählen ihren Präsidenten.

  • Benjmain Horlacher am 07.11.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Speisefisch

    Die Aussage das die Barbe kein Speisefisch ist, ist so nicht korrekt. Sicher ist es keine Äsche, oder Forelle, aber dennoch sehr schmackhaft, wenn man ihn richtig zubereitet.

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  • Agnes am 07.11.2018 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch...

    ...und immer wieder ist es der Mensch, der alles versaut...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gero F am 09.11.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    echt Fischmässig

    Ich denke die Barben verhalten sich echt Fischmässig. Nahrung zu sich nehmen und Schwimmen.

  • Gero F am 08.11.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fischmässig.

    Ich würde meinen diese Fische verhalten sich Typisch Fischmässig.

  • Karol am 07.11.2018 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Glaube diesen her gehts gut

    In Chile sind vor Wochen 700000 toppverseuchte Lachse nach einem Sturm aus den Zuchtbecken verschwunden... Nun ist auch die See und Fauna der Südhalbkugel drann

  • Markus Wiesendanger am 07.11.2018 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Füttern nicht notwendig

    Es ist definitiv nicht notwendig Wasservögel und Fische mit Brot zu füttern.. das ist nicht deren natürliche Nahrung. Oder haben Sie schon ma leine Ente oder Schwn in der Bäckerei Brot einkaufen sehen?

  • Tom der Fischer am 07.11.2018 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    War schon immer so

    So einen Mist. Die Fische verhalten sich nach dem Prinzip der einfachsten Nahrungsaufnahme, Aesche und Barben lieben Brot.