Stadt Bern

13. Juni 2017 10:12; Akt: 13.06.2017 10:12 Print

Weihnachtswunderland statt Neustadt-Lab

Der Berner Gemeinderat will einen vierten Weihnachtsmarkt mit 100'000 Franken unterstützten. Die Finanzierung des Neustadt-Labs hängt derweil noch in den Sternen.

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Bisher ist unklar, ob es heuer eine Sommer-Belebung der Schützenmatte geben wird. Die Bar «Roxy» am Neustadt-Lab 2015. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Am Donnerstag wird Stadtrat Luzius Theiler (GPB-DA) im Berner Rathaus das Wort ergreifen müssen, wie er selber sagt. Der linke Politiker hat vor wenigen Wochen ein dringliches Postulat wegen eines geplanten Weihnachtswunderlands auf der kleinen Schanze eingereicht. Der Markt mit eigener Schlittschuhbahn soll heuer zum ersten Mal stattfinden und von der Berner Veranstaltungs-Holding Bern Welcome auf die Beine gestellt werden.

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Theiler will dies jedoch verhindern: «Für mich ist unerklärlich, warum der Gemeinderat einen vierten Weihnachtsmarkt in die Stadt holen will.» Die traditionsreichen Weihnachtsmärkte auf dem Waisenhaus- und Müsterplatz sowie auf der Münsterplattform seien etabliert und ausreichend für eine Stadt wie Bern. Spätestens seit der Gemeinderat vor einigen Tagen auf sein Postulat antwortete, ist ihm das Projekt noch unliebsamer: «Der Gemeinderat will den Event mit 100'000 Franken unterstützen – für das Neustadt-Lab hat er jedoch kein Geld.»

Der Fall zeige gut, wie die Stadt kommerzielle über niederschwellige Interessen setze, sagt Theiler: «Jedes Kaff hat einen Weihnachtsmarkt. Das Neustadt-Lab hingegen ist innovativ und entschärft erst noch den Problem-Perimeter Schützenmatte.»

«einmalige Anschubfinanzierung»

Stapi Alec von Graffenried will sich gegenüber 20 Minuten nicht zum Postulat äussern. Der Gemeinderat empfiehlt dieses jedoch abzulehnen – das Geschäft wird am Donnerstag traktandiert. In seiner Antwort bezeichnen die Gemeinderäte die 100'000 Franken als «einmalige Anschubfinanzierung». Sie rechnen damit, dass der Event in den Folgejahren selbsttragend sein wird.

Für Theiler spielt das keine Rolle: «Das Geld wäre beim Neustadt-Lab dennoch besser aufgehoben.» Die Verhandlungen zwischen Neustadt-Lab-Organisator Jürg Luedi und der Stadt gehen indes am Freitag in eine weitere Runde. Luedi: «Wir versuchen noch immer, eine Lösung zu finden.»

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • r.f. am 13.06.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    nach den erfahrungen mit der reitschule würde ich auch keine sogenannten linken "kultur&freizeit-projekte" mehr finanzieren, zudem noch in einem problem perimeter.. klar doch.

    einklappen einklappen
  • Mani Motz am 13.06.2017 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tschau Reitschule

    Anstelle der Reitschule wäre ok.

  • Berner Bär am 15.06.2017 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, der Herr Theiler!

    Es wundert ja wirklich niemanden, dass ein "Neustadt-Lab" (so etwas wie "Zaffaraya" am Rande der Innenstadt) dem Linksextremisten Theiler mehr zusagt, als ein Weihnachtsmarkt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 18.06.2017 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Berner Bär am 15.06.2017 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, der Herr Theiler!

    Es wundert ja wirklich niemanden, dass ein "Neustadt-Lab" (so etwas wie "Zaffaraya" am Rande der Innenstadt) dem Linksextremisten Theiler mehr zusagt, als ein Weihnachtsmarkt.

  • P. Ragmatiker am 13.06.2017 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nutzlos

    Schafft eines der beiden Arbeitsplätze? Nein? Dann nichts unterstützen und das Geld in die Schaffung von langfristigen und sicheren Arbeitsplätzen stecken.

    • Berner Bär am 15.06.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

      @P. Ragmatiker

      Zumindest der Weihnachtsmarkt bringt Touristen! Doch leider vermarktet sich hier die Stadt Bern grottenschlecht. Da hat man eine der schönsten Altstädte weltweit und man bringt nicht mehr in die Wege, sondern diskutiert über eine Finanzierung des Weihnachtsmarkt. Wie man eine herrliche Altstadt und einen Weihnachtsmarkt verbindet, zeigt Thüringens Landeshauptstadt Erfurt!

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  • Mani Motz am 13.06.2017 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tschau Reitschule

    Anstelle der Reitschule wäre ok.

  • r.f. am 13.06.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    nach den erfahrungen mit der reitschule würde ich auch keine sogenannten linken "kultur&freizeit-projekte" mehr finanzieren, zudem noch in einem problem perimeter.. klar doch.

    • phreko am 13.06.2017 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      Weshalb?

      Also kurz: Weil es ein Problemperimeter ist, soll man ja schauen, dass es einer bleibt?

    • m.hess am 13.06.2017 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @r.f.

      Ich glaube doch, du hast den Artikel minim falsch verstanden. Versuch's nochmal :)

    • B Real am 13.06.2017 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @r.f.

      Was hat die Reitschule damit zu tun? Genau nichts!

    • Mario Saurer am 13.06.2017 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      @r.f.

      War es nicht vielmehr so, dass es die letzten zwei Jahre genau wegen dem Neustadt-Lab in dem betreffende Perimeter kaum Probleme gab?

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