Mädchen (13) gestorben

17. Februar 2020 10:10; Akt: 17.02.2020 16:54 Print

«Es ist mega traurig, wir passen besonders auf»

Überwachungskameras haben den Unfall in der Belper Trampolinhalle aufgenommen. Das Kind soll aus geringer Höhe unglücklich auf den Kopf gefallen sein.

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In der Trampolinhalle Bounce Lab in Belp BE, wo es vergangene Woche zu einem tragischen Unfall kam, ist die Trauer noch immer gross. Das verunglückte Mädchen (13) erlag am Freitag im Spital seinen Verletzungen.

Und auch die Besucher beschäftigt das tragische Unglück: Kunden würden sich etwa nach der Stelle erkunden, wo das Kind verunfallt sei, sagt Marcel Meier, Inhaber und Mitgründer des Bounce Lab, gegenüber der «Berner Zeitung».

Der Betreiber kann diese genau verorten. Denn: Es existieren Videoaufnahmen, die den Unfall des Mädchens aufgezeichnet haben. Das Kind ist laut den Betreibern nicht bei einem vermeintlich waghalsigen Sprung auf der grossen Trampolin-Anlage verunfallt. Der tragische Unfall geschah offenbar auf einer Matte – das Kind soll aus geringer Höhe unglücklich auf den Kopf gefallen sein.

Eltern mit in der Halle

Nachdem das Bounce Lab nach Bekanntwerden des Unglücks am Wochenende nicht besonders gut besucht war, strömten am Montag bei Türöffnung um 14 Uhr etliche Besucher zur Trampolinhalle. «Das Unglück ist ein Thema bei unseren Kunden, aber sie wissen, dass dies ein absoluter Ausnahmefall war», sagt Martin Hahn vom Bounce Lab. Wegen der Sport-Ferien in der Region sei die Anlage heute besonders gut besucht.

Eine Mutter, die mit ihrer Tochter im Trampolin-Tempel zu Besuch ist, meint gegenüber 20 Minuten: «Es ist mega traurig, was passiert ist. Wir passen deshalb besonders auf.» Sie schaue vom Rand der Anlage aus zu. «Aber es hat hier viel Personal, die Kinder sind in guten Händen.» Man dürfe sich von solchen Unglücken auch nicht zu fest aus der Bahn werfen lassen: «Risiken lassen sich nie zu 100 Prozent ausmerzen. Ausserdem sollen meine Kinder nicht in Angst aufwachsen.» Auch andere Eltern zeigen sich betroffen von dem Unglück.

Die Betreiber wollen sich am Dienstag an einer Medienkonferenz zum Unglück äussern.

(cho)