Lebensmittelkontrolle in Bern

10. Februar 2011 09:32; Akt: 10.02.2011 17:02 Print

Weniger schwere Fälle

Die Lebensmittelkontrolle hat im vergangenen Jahr in Berner Betrieben weniger gravierende Mängel festgestellt als in Vorjahren.

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2008 musste das Kantonale Labor noch bei rund 20 Prozent der Betriebe die Nase rümpfen, 2010 sank dieser Wert fast um die Hälfte auf 11 Prozent.

Das Kantonale Labor führt diese erfreuliche Entwicklung auf die Kantonalisierung der Lebensmittelkontrolle zurück, wie die Institution in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht schreibt.

Die häufigsten Mängel betrafen die lückenhafte Dokumentation der Selbstkontrolle, mangelhafte Hygiene, fehlende Kennzeichnungen oder zu hohe Lagertemperaturen von vorgekochten Speisen.

Gesamthaft inspizierte das Labor vergangenes Jahr 8400 Lebensmittelbetriebe wie Restaurants, Käsereien, Metzgereien oder Bauernhöfe. Bei den Inspektionen werden nicht nur Lebensmittel, sondern auch die Sauberkeit der Einrichtungen, die Dokumentation der Selbstkontrolle, die räumlichen Verhältnisse und die Kennzeichnungen überprüft.

Zudem analysierte das Labor rund 11'000 Lebensmittel- und Trinkwasserproben. Davon mussten 1300 beanstandet werden, weil sie unhygienisch, verdorben oder nicht korrekt gekennzeichnet waren. Dieser Wert liegt in etwa auf Vorjahresniveau.

Das Kantonale Labor schützt mit seiner Arbeit Konsumentinnen und Konsumenten vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Dazu führen die Mitarbeitenden unangemeldete Kontrollen durch oder analysieren Proben.

(sda)