Charme-Offensive der BLS

09. Dezember 2016 09:00; Akt: 09.12.2016 09:05 Print

Wenn Kinder ihre Eltern verlieren ist André da

In amüsanten Videos erzählen zwei BLS-Reisebegleiter, was sie täglich Spannendes erleben. Damit will das Bahnunternehmen den Job des Reisebegleiters attraktiv machen.

Zwei BLS-Reisebegleiter beantworten Fragen, die ihnen Pendler auf Facebook gestellt haben. (Quelle: BLS)

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Die BLS startet eine Charme-Offensive und stellt Videos zweier sympathischer Reisebegleiter auf Facebook online, in denen sie frei von der Leber weg von ihrer Arbeit erzählen. Die Pendler durften Fragen stellen und die beiden antworteten ganz ehrlich und spontan.

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Wäre der Job als Reisebegleiter etwas für Sie?
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So wollen die Facebook-User etwa von André wissen, was sein aussergewöhnlichstes Erlebnis während der Arbeit war. Der 45-jährige Uttiger berichtet von einem Vorfall, der sich kürzlich ereignete: «Zwei Kinder waren in meinem Zug – und die Eltern sind dummerweise noch in Luzern auf dem Perron gestanden.» Es sei eine riesige Aufregung gewesen, doch letztendlich habe eine Nichte die Kinder in Bern abgeholt. «Und ich habe noch Schoggi bekommen», schmunzelt André.

«Jeder Tag ist anders»

Esther wurde gefragt, ob sie denn auch schon mal den Zug verpasst habe. «Das ist mir auch schon passiert», sagt die Riggisbergerin. Sie sei dann dem Zug hinterhergerannt. Ihr Kollege im Zug habe es zum Glück gemerkt und geschaut, dass sie noch zusteigen konnte. «Übrigens hat er ‹Lauf, Forrest, Lauf› gerufen», erzählt sie lachend.

Esther ist mit ihren 56 Jahren die älteste Zugbegleiterin bei der BLS. Ihr Übername bei den Arbeitskollegen sei Mutti, verrät sie. Die Arbeit sei auch nach elf Jahren nicht langweilig, «weil jeder Tag anders» sei. «Manchmal ist der Job stressig, manchmal mühsam und manchmal cheibe gmüetlech.»

«Für kein Geld der Welt»

André arbeitet seit neun Jahren bei der BLS. Das Auffälligste an ihm ist seine Frisur – und diese wird auch immer wieder von Pendlern bemerkt. Die Reaktionen seien in der Regel gut: «Einige sagen, dass sie das auch mal ausprobieren müssen.»

Ein Facebook-User will auch prompt wissen: «Was müsste man dir geben, damit du dir deine Haare abschneiden lässt?» André lacht, als er die Frage liest und antwortet dann: «Für kein Geld der Welt gibt es irgendeinen Haarschnitt.»

BLS will damit den Job bewerben

Mit den beiden Videos will die BLS den Job des Reisebegleiters bekannt machen. «Bis vor kurzem hiess der Beruf bei uns noch Zugbegleiter», erklärt Sprecherin Helene Soltermann. «Weil aber der Fahrgast und nicht der Zug im Zentrum steht, heisst der Beruf neu Reisebegleiter.» Um das auch den Pendlern zu kommunizieren, würden die Reisebegleiter seit einiger Zeit ihre Erlebnisse auf Facebook teilen.

«Die beiden Mitarbeitenden haben viele gute Rückmeldungen bekommen», sagt Soltermann. Je nachdem, wie gut das zweite Video ankommt, sei auch ein weiteres denkbar. Die beiden Videos und die Facebook-Aktivitäten sollen aber nicht nur die Fahrgäste unterhalten, sondern auch intern den Beruf des Reisebegleiters stärken.

Hier sehen Sie das erste Frage-Antwort-Video mit Esther und André:

(kaf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Ackermann am 09.12.2016 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ex-Katastrophen BLS

    Die BLS war bis vor kurzem eine einzige Katastrophe. Doch seit einiger Zeit schon wird spürbar daran gearbeitet, besser und pünktlicher zu werden. War anfangs schon ein komisches Gefühl vom Lokführer eine Entschuldigung für 3 min Verspätung zu hören. Weiter so, BLS!

  • Mauro L. am 09.12.2016 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beste Werbung !

    Wir haben André bei der Rückfahrt von Gstaad nach Spiez erlebt wie er sehr freundlich und sympathisch mit den Reisenden war geduldig Auskunft gab und gleich jedem seinen nächsten Anschlusszug mit der Gleisnummer mitteilte ! Da kann man nur sagen Bravo

  • lol am 09.12.2016 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein unikat

    der André ist toll, hab den schon oft zwischen Thun und Bern gesehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex am 12.12.2016 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe Buslinie 465

    Das kann die bls wieder gut sich ins gute Licht stelllen.... Liebe Bls wie wärs mit grösseren Bussen auf der Linie 465 Shoppingmeile - Oberburg - Hasle-Rüegsau? Unglaublich das nach dem Fahrplanwechsel noch immer keine Gelenkbusse und noch immer kein 15 Minutentakt besteht....obwohl dies seit vier Jahren die Rede ist. Die VanHool Busse zur Stosszeit auf dieser Linie einzusetzen ist eine Zumutung für Busfahrer und Passagiere....aber wie gesagt....geändert wird ja sowieso nichts....

    • Erika am 12.12.2016 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      Da gebe ich ihnen absolut recht! Heute wieder viel zu kleiner Bus. Türen können kaum geschlossen werden und was noch schlimmer ost: Auf der Buslinie 467 welche NUR ZUR STOSSZEIT fährt fahren ständig die neuen grossen Mercedes-Busse halb leer......Planung und Disposition? Fehlanzeige. ....Man könnte doch die kleineren Busse auf 467 fahren lassen und die Mercedes auf 465....aber wie sie sagen. Geändert wurde seit Jahren nichts (Seit Bls Bus) und wird sich solange Bls Bus ist auch nie etwas ändern...Ironie an: Bls...besser unterwegs Ironie aus.....

    • Beat am 13.12.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      Es ist wirklich schlimm diese Buslinie 465. Ich finde sie sogar schlimmer als die Buslinie 10 von Bernmobil.....Katastrophale Verspätungen, viel zu kleine Busse...also meiner Meinung nach sollte bls den Busbetrieb aufgeben und zuerst schauen, dass sie den Bahnbetrieb (vor allem im Emmental) in den Griff bekommen. RBS oder Postauto wären eine Alternative für die Stadt Burgdorf, damit sie auch attraktiv bleibt......Die viel zu kleinen VanHool New A330 zu kaufen war ein grosser Fehler.......Aber naja....Einzigr Alternative: Wegziehen aus Burgdorf :)

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  • Pendler am 10.12.2016 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Emmental egal?

    Im Emmental ist immer noch eine Katastrophe mit der BLS zu fahren. S4 ab Fahrplanwechsel immer noch keine Änderungen. Dafur aber in der BLS Stammregion (Thun - Lötschberg - Domodossola) wird verbessert und neues Rollmaterial eingesetzt. Ich vermisse den RM Regionalverkehr Mittelland!! Damals lief es noch rund im Emmental! Wenn die Werkstätte Oberburg geschlossen wird...Viel Spass....Dann wird bestimmt mehrmals ein Zug ausfallen ohne Ersatz

    • Orange am 10.12.2016 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pendler

      Das sehe ich genau so! Die BLS sollte sich Mal eine Scheibe vom RBS Regionalverkehr Bern - Solothurn abschneiden! Dort läufts rund, kaum Störungen, gute Anschlüsse, modernes Rollmaterial und pünktlich unterwegs. Die S4 wird wohl immer ein Skandalzug bleiben....dabei könnte man schon mit wenigen Anpassungen sowohl die Pünktlichkeit als auch die Kundenzufriedenheit verbessern....Aber erst Mal nach Domodossola fahren und dann die Probleme im Inland lösen....Super Taktik BLS. Grüsse von einem Glücklichen RBS Fahrgast

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  • Anna Frey am 09.12.2016 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufsteller

    André habe ich zwischen Ben Thun und Bern erlebt. So ein Aufsteller und erst noch so kompetent!

  • G.V. am 09.12.2016 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den André kennt man

    Hat mein Ticket schon hier und da kontrolliert. :-)

  • Glossa Müller am 09.12.2016 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Valium fürs Volk?

    Was verdient ein Zugbegleiter und was verdiente ein Kondukteur - Schaffner?