Museumsnacht Bern

09. März 2018 05:51; Akt: 09.03.2018 05:51 Print

Ausrüstung für das Leben nach der Apokalypse

Am kommenden Freitag findet in Bern die Museeumsnacht statt. Das Thema im Naturhistorischen Museum: Weltuntergang. Ein Experte erklärt, wie man sich auf die Apokalypse vorbereitet.

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Im Naturhistorischen Museum geht die Welt unter. Aber nur kurz, nur eine Nacht lang. Denn die diesjährige Ausstellung während der Museeumsnacht dreht sich ganz um die Apokalypse. So wird über Tiere berichtet, die auf dieser Welt schon lange ausgestorben sind oder eine Party gefeiert, die anmutet, als gebe es kein Morgen. Und auch sogenannte Prepper stehen im Mittelpunkt – Menschen, die sich auf den wirklichen Weltuntergang vorbereiten und haufenweise Vorräte bunkern.

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«Früher legte man Notvorräte an»

Um solche Reserven anlegen zu können, braucht es Firmen, die diese anbieten. Die Sicher Satt AG aus Wald ZH macht genau das: Notvorräte für Monate oder gar Jahre, Gaskocher in allen möglichen Ausführungen, wasserlose Toiletten oder Duschen und Zahnputztabletten sind nur einige der Produkte, die beim Unternehmen bestellt werden können. Auch Generatoren, Radiogeräte oder Geigerzähler sind im Sortiment.

«Früher machte man Lebensmittel haltbar und legte selbst Notvorräte an, dem ist heute nicht mehr so», erklärt Sicher-Satt-Geschäftsführer Reto Schätti das Konzept des Unternehmens. Sicher Satt biete eine moderne, fix-fertige Form des Notvorrats an.

Mehr Umsatz nach Fukushima

Vom Angebot auf der Website könnten die Kunden leicht überfordert werden, gesteht Schätti. Aus diesem Grund bietet seine Firma Beratungen an, welche Anschaffungen im konkreten Fall lohnenswert sind. 20 Minuten hat eine Familie erfunden: Ein Ehepaar (beide 38) mit zwei Kindern (8 und 10) möchte einen Notvorrat anlegen, der 10 Jahre haltbar ist und sie im Notfall zwei Wochen lang versorgen könnte. Ein solcher würde laut Schätzungen Schättis 825 Franken kosten. Für Details siehe Box.

Das Kaufverhalten der Prepper verlaufe in Kurven, sagt Schätti. «Nach dem Gau in Fukushima oder vor dem auf Ende 2012 vorausgesagten Weltuntergang sorgten die Menschen vor.» Zwischen den Kaufräuschen verkaufe Sicher Satt vor allem Outdoor-Ausstattung für Expeditionen oder Camping und lang haltbare Lebensmittel für Jagd- und Alphütten.

Neben Unternehmungen, die allerlei Vorbereitungen für längere Versorgungsengpässe anbieten, werden im Naturhistorischen Museum auch Bilder einer Prepper-Familie aus den USA zu sehen sein.


Das gesamte Programm der Museumsnacht 2018 sehen Sie auf hier.

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Darwin am 09.03.2018 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerei

    Der Preis von 825.- für einen 2-Wochen-Vorrat für 4 Personen ist viel zu hoch und Abzockerei.

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  • Merli am 09.03.2018 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wucher

    Man gehe zu Aldi und kaufe sich dort Konserven für einen % Teil des Preises hier.. Sind lecker und locker auch 10 Jahre haltbar. die anderen Dinge gibts bei amazon und co xD

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  • eMan am 09.03.2018 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realistisch heute

    Nur nicht übertreiben aber sinnvoll. Vorallem das Szenario ohne Strom ist absolut realistisch und jeder Zeit möglich. All die Elektro-Apostel (Auto und Velo) sollten mal daran denken. Mehr Kraftwerke wollt ihr ja nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • yeshua am 09.03.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reserven

    Ich habe mit meiner Familie eine Naturkatastrophe erlebt ! Hurrikan Maria ! wir waren 3 Wochen von der Umwelt abgeschlossen, kein Wasser, Strom, Telefon. Zum Glück hatten wir Reserven, da meine Eltern immer essen und trinken gelagert hatten und ich davon gelernt habe. Es ist immer gut Reserven zu haben glaubt mir !

  • Anna am 09.03.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Krisenvorsorge

    Es gibt viele gute Webseiten, die sich mit Krisenvorsorge und Notvorrat beschäftigen. Notvorrat jimdo com

  • Ur Sina am 09.03.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Notvorrat

    Notvorrat kann man sich selber zulegen: Six-Pack Aproz/Valser, Teigwaren, Reis, Gemüse- Thon- und Fruchtkonserven in Weissblech. Fürs Brotbacken: Mehl, Dinkelkorn zum selber Mahlen, Haferflocken, Hirse, Griess und Polenta. UHT-Milch, Hafermilch. WC-Papier, Kerzen Oellampen und Camping-Gaskocher. Als Family ausgerüstet für ca. 3 Monate.

  • Schneeglöggli am 09.03.2018 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich nie

    Ich habe kein Notvorrat. Wenn die Apokalypse kommt dann ist Weltuntergang und wer braucht dann Notvorrat? In meinem Haus in unserer Siedlung hat es ein Zivilschutzraum, ausgeschildert für 11 Personen. Wenn alle drin sind mit einigen persönlichen Sachen, dann hat es gar keinen Platz für Notvorrat. Ah ja und unser Hund ist auch noch da.

  • lotta am 09.03.2018 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ressourcen

    Wenn jeder notvorräte hätte, wäre dies in meinen augen eine enorme ressourcenverschwendung. Zudem will ich, wenn die welt untergeht, auch nicht mehr leben. Was soll ich auf solch einer trostlosen welt?! Kommt mir gerade Mad Max etc in den sinn, nein danke...

    • Tommy am 09.03.2018 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht übertreiben

      1) Ein Notvorrat muss ja kein Spezialprodukt sein dass man nur öffnet wenn die Welt untergeht. Besser einfach ein paar Packungen extra von all dem was man so oder so ist (Pasta, Reis etc.). 2) Die Katastrophe muss ja nicht gleich Walking Dead, Mad Max Level sein. Ein paar Tage Stromausfall in grossen Teilen Europas würde schon reichen. Die Supermärkte wären innert Stunden leer. Dann muss man sich ja nicht gleich die Kugel geben nur weil man jetzt 10 Tage auf nem Campingkocher kochen und mit ner extra Decke schlafen muss.

    • M.K. am 09.03.2018 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      Reiner Trink-/Essensnotvorrat nutzlos

      Der beste Notvorrat wäre wohl ehrlicherweise nichts wert ohne eine entsprechende "waffentechnische" Absicherung. Wenn man wirklich davon ausgeht, dass die komplette Wasserversorgung und Nahrungsversorgung zusammenbricht ist Anarchie absolut unausweichlich. Und das heisst, man muss in der Lage sein den Nahrungsvorrat zu verteidigen. Und spätestens nach Ablauf des Jahres müsste man in die "böse" Welt hinaus in der gesellschaftliche Strukturen wohl in kürzester Zeit zusammenbrechen würden.

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