Volle Skipisten

07. Januar 2019 05:44; Akt: 07.01.2019 05:44 Print

Wird 2019 ein Rekordjahr für Wintersportgebiete?

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, doch bereits jetzt können Bergbahnen im Kanton Bern ausserordentlich gute Bilanzen vorweisen. Auch kleinere Skigebiete zeigen sich erfreut.

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Sonniges Prachtswetter, freie Arbeitstage und eine stabile Wetterlage: Manch Berner nutzte diese idealen Bedinungen, um in die Berge Skifahren zu gehen. Die Zahlen der Bergbahnen lesen sich hervorragend. 20 Minuten hat bei verschiedenen Betreibern nachgefragt und wollte wissen, wie gross der Andrang gewesen ist. Das Skigebiet Adelboden-Lenk ist, gemessen an der Länge der Pisten und der Besucher, eines der grössten Skigebiete der Schweiz. «Am 1. und 3. Januar hatten wir jeweils über 28'000 Gäste», erklärt Geschäftsführer Matthias Werren. Dieser Wert sei umso erstaunlicher, wenn man bedenke, dass das Skigebiet in der Geschichte selten Werte über 30000 pro Tag aufweisen konnte. Auch die Jungfrau-Ski-Region Grindelwald kann durchaus auf erfreuliche Zahlen zurückblicken: «Im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr konnten wir über die Festtage rund einen Viertel mehr Gäste begrüssen als im Vorjahr», bilanziert Patrizia Bickel, Leiterin der Unternehmenskommunikation. In Gstaad erwies sich vor allem die neu eröffnete Saanersloch-Bahn als Volltreffer. «Hier hat man die Frequenzen verdreifachen können», freut sich Geschäftsführer Matthias In-Albon. Nicht nur bei den grossen und höher gelegenen Skigebiete läuft es rund: Das Skigebiet Rossberg-Oberwil im Simmental kann sich durchaus behaupten. Vor allem das Familienabonnoment sei wie erwartet ein Verkaufsschlager, sagt Marketingleiter Robert Scherz. Idyllisch am Brienzersee gelegen ist das Skigebiet Axalp-Brienz. «Die Besucherfrequenz war am 3. Januar eindeutig am höchsten»,äussert sich Betriebsleiter Ueli Walthard gegenüber 20 Minuten. Ob 2019 ein Rekordjahr für Berner Skigebiete werden wird, bleibt abzuwarten. Die Betreiber geben sich jedenfalls alle zuversichtlich und verweisen auf die guten bisherigen Zahlen.

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Sonniges Prachtswetter, freie Arbeitstage und eine stabile Wetterlage: Viele nutzten die idealen Bedingungen, um in die Berge Skifahren zu gehen. Die Zahlen der Bergbahnen lesen sich hervorragend. 20 Minuten hat bei verschiedenen Betreibern nachgefragt und wollte wissen, wie gross der Andrang gewesen ist.

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Meiringen
Tagesrekord auf dem Hasliberg

Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG im Berner Oberland zeigen sich glücklich über den bisherigen Verlauf. «Sehr, sehr zufrieden» sei er mit dem Festtagsgeschäft, erklärte Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer Hanspeter Wenger. Die Bilanz sei besser als im Vorjahr, als zwar die Schneeverhältnisse bestens waren, das Wetter jedoch nicht mitspielte. «Am 1. Januar 2019 haben wir sogar einen neuen Tagesrekord verzeichnet» freute sich Wenger. Für ihn sei auffällig, dass die Leute auch bei wenig Schnee in Scharen kämen, wenn das Wetter gut sei.

Gstaad
Frequenz erhöht

«Zufrieden» zeigte sich auf Anfrage auch Matthias In-Albon, Geschäftsführer der Bergbahnen Destination Gstaad. Er sei zuversichtlich, dass man bis kommenden Sonntag etwa die gleichen Werte wie im Vorjahr erreichen werde. Als Volltreffer habe sich insbesondere die neu eröffnete Saanersloch-Bahn entpuppt, wo man die Frequenzen dank des 29-Millionen-Projekts habe verdreifachen können, freute sich In-Albon.

Grindelwald
25 Prozent mehr Gäste

Die Jungfrau-Ski-Region Grindelwald hatte zu Beginn der Wintersaison 2018/2019 mit Herausforderungen zu kämpfen: Warme Temperaturen und wenig Schnee machten den Betreibern einen Strich durch die Rechnung. Dank leistungsfähiger Beschneiungsanlagen war es den Jungfraubahnen dennoch möglich, ab Anfang Dezember Anlagen zu öffnen und bereits vor den Festtagen in den beiden Teilgebieten Grindelwald-Wengen und Grindelwald-First durchgehenden Wintersport anzubieten. Dazu Patrizia Bickel, Leiterin Unternehmenskommunikation: «Im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr konnten wir über die Festtage rund einen Viertel mehr Gäste begrüssen als im Vorjahr.»

Oeschinensee
Schwarzeis als Besuchermagnet

Das Skigebiet Oeschinensee-Kandersteg ist mit zwölf Kilometern Skipiste eher ein kleineres Skigebiet. Doch die eigentliche Attraktion ist sowieso eine andere: Schlittschuhlaufen auf dem Oeschinensee. «Aufgrund des Schwarzeises auf dem See haben wir mehr Leute als sonst», erklärt David Wandfluh, Verwaltungsratspräsident der Gondelbahn Kandersteg Oeschinensee AG. Bereits zum vierten Mal können Besucher vor der eindrücklichen Bergkulisse Schlittschuhlaufen, davor hatte sich 19 Jahre lang kein sogenanntes Schwarzeis gebildet. Die Festtage seien sehr gut gelaufen, aber: «Es ist noch zu früh, um Prognosen über ein Rekordjahr 2019 geben zu können.»

Oberwil
Verkaufsschlager Familienabonnement

Entscheidend für den Erfolg eines Skigebiets ist vor allem die Höhe über Meer und die damit verbundene Schneesicherheit. Tief gelegene Wintersportorte wie zum Beispiel Rossberg-Oberwil im Simmental haben es dementsprechend schwer: «Unser Gebiet liegt auf etwas mehr als 1000 m.ü.M, was eine kritische Grenze ist», sagt Robert Schärz, Marketingleiter des Skigebiets Rossberg-Oberwil. Die Skilifte laufen aber seit dem 26. Dezember, was nicht selbstverständlich sei. «Der Wärmeeinbruch über Weihnachten war sicherlich nicht optimal, aber durch das Wetter der letzten Tage konnte einiges wettgemacht werden.» Vor allem das Familienabonnoment sei wie erwartet ein Verkaufschlager. Auch Schärz möchte für 2019 keine Prognose wagen, glaubt aber an ein sehr gutes Jahr für sein Skigebiet.

Adelboden
28'000 Gäste pro Tag

Das Skigebiet Adelboden-Lenk ist, gemessen an der Länge der Pisten und der Besucher, eines der grössten Skigebiete der Schweiz. Auch hier spürt man einen riesigen Besucherandrang, erklärt Geschäftsführer Matthias Werren: «Am 1. und 3. Januar hatten wir jeweils über 28'000 Gäste.» Dieser Wert sei umso erstaunlicher, wenn man bedenke, dass das Skigebiet in der Geschichte selten Werte über 30'000 pro Tag aufweisen konnte. «Über die Festtage hatten wir sehr viele Gäste.»

Axalp
Familiäre Idylle

Idyllisch am Brienzersee gelegen ist das Skigebiet Axalp-Brienz. Auch hier verspürt man den Auftrieb der letzten Tage: «Die Besucherfrequenz war am 3. Januar eindeutig am höchsten», erklärt Betriebsleiter Ueli Walthard. Obwohl die Skilifte erst seit dem 22. Dezember geöffnet sind, sei die Saison bisher gut verlaufen. «Viele Leute beziehen zurzeit ihre Chalets in der Umgebung.» Im Bezug auf die folgenden Monate gibt sich das kleine Wintersportgebiet optimistisch. «Wir sind zuversichtlich, dass 2019 ein sehr gutes Jahr wird.»

(bho/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Soso am 07.01.2019 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wers glaubt wird selig!

    Jetzt hats mal 2 Tage geschneit, das neue Jahr ist gerade mal ein paar Tage alt und schon spricht man von Rekordjahr in Winterskigebieten??? So langsam merkt der Hinterletzte, wie durchschaubar, inflationär und manipulativ solche Aussagen heute geworden sind...!!

  • Yvonne Schmid am 07.01.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Skifreak

    Skifahren befreit die Seele das Gemüt und macht einfach Spass.

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  • Reiner Zufall am 07.01.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Rekordjahr

    Wer die Besuchermassen an den Feiertagen selbst erlebt hat, muss daraus schliessen, dass vielen Leuten die Preise egal sind und sie trotzdem hingehen und hingehen werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein Leser am 07.01.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ich nicht mehr

    zu teuer, weiterer Kommentar überflüssig.

  • Rita am 07.01.2019 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was?

    Habe gemeint, der Klimawandel verhindert solches.

    • Ku Klux am 07.01.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      Narren meinen

      Jedem Narren gefällt seine Kappe.

    einklappen einklappen
  • Beat am 07.01.2019 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich

    Wenn das ein Rekordjahr werden sollte, will ich aber im Sommer dann nichts mehr von Klimaerwärmung hören. Punkt.

  • D. Stolp am 07.01.2019 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Reiche Schweizer

    Wenn ich mir all die Leute auf den Pisten angucke, spricht das für den Wohlstand der Schweizer. Ob Singles, Päärchen, Rentner oder Familien, alle hat man angetroffen auf den Schweizer Pisten. Es scheint, wie wenn die teuren Preise für niemanden ein Hindernis darstellen. Reichtum und Freude herrscht.

  • dr Bilänzler am 07.01.2019 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KJJ

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