Forschung verstehen

11. Dezember 2011 22:59; Akt: 11.12.2011 21:04 Print

Wissen für alle mit YouTube & Co.

von Patrick Marbach - An den Unis verstaubt ein riesiger Wissensschatz. Berner Forscher und Politiker wollen ihn nun der Bevölkerung besser zugänglich machen.

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Ein Klick auf YouTube und 45 Sekunden Zeit: Mehr braucht es nicht, um schwierige Themen wie etwa den Einfluss der Klimaveränderung auf die Bergwelt greifbar zu machen. «An solchen Beispielen haben wir im soeben abgeschlossenen EU-Projekt Mountain.trip aufgezeigt, was mit Videos und anderen Kommunikationsmitteln möglich wäre», erklärt die Berner Geografin Claudia Drexler. Doch vielen Wissenschaftlern falle es schwer, sich kurz zu fassen. Um herauszufinden, was von der vielen Studienarbeit in der Praxis übrig bleibt, hat Mountain.trip 120 Forschungsprojekte erfasst. Zur Hälfte dieser Untersuchungen waren keinerlei Ergebnisse auffindbar. Die übrigen Ergüsse waren zum Teil unverständlich oder nicht verwertbar. Drexlers Fazit: «Forschung bringt nur etwas, wenn ihre Resultate von der Bevölkerung und den Behörden verstanden und angewandt werden können.»

Passend dazu hat Grossrat Daniel Steiner-Brütsch (EVP) in einem Vorstoss verlangt, dass die Uni Online-Nachschlagewerke und E-Learning-Module auch für Nichtakademiker zur Verfügung stellt. In seiner Antwort verweist der Regierungsrat nun auf die öffentlichen Bibliotheken und Veranstaltungen der Uni. Zudem verspricht er, dass Forschungspublikationen künftig ins Internet gestellt werden. Für weitergehende Massnahmen fehle aber das Geld.

www.mountaintrip.eu

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