Schon wieder

19. September 2017 14:41; Akt: 19.09.2017 14:41 Print

Wolf reisst in Sigriswil acht Schafe

Auf dem Sigriswiler Grat hat ein Wolf acht Schafe gerissen. Ob es M74 war, ist unklar. Es wurde keine DNA entnommen.

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Am Sigriswiler Grat oberhalb des Thunersees hat ein Wolf vergangene Woche acht Schafe getötet. Dies ist im laufenden Jahr der grösste Wolfsriss im Kanton Bern. Insgesamt verzeichneten die Behörden seit April 2017 neun Vorfälle mit total 26 gerissenen Schafen und Ziegen.

Der jüngste Angriff eines Wolfs geschah am 14. September am Sigriswiler Grat. Die Berner Volkswirtschaftsdirektion (VOL) bestätigte am Dienstag die Aussagen eines Schafhalters aus Unterlangenegg.

«Es waren schreckliche Bilder», sagt Augenzeuge Rudolf Krähenbühl, der zusammen mit Schafhirt Franz Saurer am Tatort war und sich bei der «Berner Zeitung» gemeldet hat. Acht tote Schafe habe der entsetzt Hirt auf dem Sigriswiler Grat gefunden. Krähenbühl fügt an: «Wie viele Tiere müssen noch sterben, bis der Wolf zum Abschuss freigegeben wird?» Auf dem Sigriswiler Grat sömmern rund 450 ­Schafe.

War es wieder M74?

Beim Riss in Sigriswil sei auf die Entnahme von DNA verzichtet worden, weil klare Hinweise auf den Wolf bestünden, erklärte VOL-Sprecher Niklaus Bernhard. Deshalb ist offen, ob es sich um den gleichen Wolf handelt, der im August in Schangnau bei drei Vorfällen insgesamt drei Schafe und zwei Ziegen gerissen hatte.

Gemäss einer Statistik der Volkswirtschaftsdirektion wurde zuletzt am 8. September in Eriz ein Wolfsriss verzeichnet. Damals starb ein Schaf. Noch ausstehend ist die Abklärung eines Vorfalls vom 4. September aus dem selben Ort.

Einem bestimmten Wolf zugeordnet ist bislang nur der erste in der Statistik registrierte Vorfall vom 11. April in Guttannen. Wolf M74 wird dafür verantwortlich gemacht, dort drei Schafe gerissen zu haben. Der Rüde war Anfang Jahr bereits im Diemtigtal im Berner Oberland beobachtet worden. Er stammt aus Italien.

Abschuss nach 25 Rissen innerhalb eines Monats

Ebenfalls bestätigte Risse gibts in Gurzelen, wo ein Wolf auf einer Weide direkt vor der Haustür eines Schafzüchters drei Schafe riss – nur sieben Kilometer vor den Toren Thuns.

Damit ein Wolf zum Abschuss freigegeben wird, müssen gemäss Wolfskonzept Schweiz einem einzelnen Tier 25 Risse pro Monat nachgewiesen werden können.

(ct/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bauer am 19.09.2017 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wolf geh in die Stadt..

    Sind ja nur Schafe von Bauern...wann kommt der Wolf in die Stadt und reisst Fifi/Wufi/Büsi/Mitzi usw.....dann ist es plötzlich nicht mehr egal....

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  • Pappa Moll am 19.09.2017 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Keine DNA

    Ach so, deshalb keine DNA Entnahme. Der Wolf der am nächsten von 25 Rissen liegt kriegt die 8 noch aufgebrummt und dann, päng!

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  • Hämpel am 19.09.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    wo ist Kessler ?

    Ja wo sind denn die tierschützer Kessler und co , und machen den Tierqüaler ( Wolf ) dingfest....ich hoffe dieses Raubtier wird geschossen , oder eingefangen , und bei Kessler , oder pro Natura verantwortlichen im Garten ausgesetzt......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 21.09.2017 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An ädu

    Ich informierte mich auch schon wegen Herdenschutzhund . Die erste frage war haben sie Wanderwege? Ja . Können sie die nicht auszäunen? Nein sonst kommen die Schafe nicht zum Wasser usw. Ja dann wird's problematisch . Der herdenschutzhund ist auch nicht eine 100 prozentiege Sicherheit. Habe schon mehrfach gehört von Problemen das der Schutzhund die lammer getötet hat usw. Die ganze Sache ist auch nicht so einfach wie sie scheint .

    • Ädu am 21.09.2017 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Ja, das glaube ich dir. Aber wenn das Problem mit dem Wolf derart akut ist, wäre es vielleicht doch sinnvoll, sich hier reinzuknien...? Eine 100%-ige Sicherheit hat man übrigens so ziemlich nie. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du das Ganze, wie auch immer, gelöst kriegst!

    • Anneli am 21.09.2017 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Und v.a. ist er für Wanderer eine Gefahr. Den Hund sollte man in so eine Gegend gar nicht mitnehmen. Mein Schwager hat 4 Herden-Schutzhunde. Er hat dauernd Anzeigen am Hals. Seine Hunde haben schon mehrere Spaziergänger angegriffen und deren Hunde getötet.

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  • Ädu am 20.09.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Ich will hier überhaupt niemanden angreifen, denn es ist sicher schlimm für einen Schafhirten, seine Schafe auf diese Art und Weise zu verlieren. Trotzdem frage ich mich halt, was die ganzen Hirten davon abhält, sich Herdenschutzhunde zuzulegen. Ist es schlicht eine Kostenfrage oder gibt's da noch andere plausible Gründe?

  • Markus am 20.09.2017 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wildhüter

    Das ist dem zuständigen Wildhüter sein Fehler der hat bestätigt das es ein Wolf ist und hat keine DNA probe genommen. Nicht der Schafhirte. Beim Herdenschutz Hund kommt dazu das die Leute keine Freude haben wenn sie nachts nicht schlaffen können weil er immer wieder. bellt

    • larissa am 20.09.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      an markus

      ich lebte auch schon in der stadt un muss sagen, das ist unangenehmer lärm: besoffene, grölende, autos die gas geben, tram etc! hin und wieder bellen macht nichts... mich stört bellen, krähen vom güggel etc nicht, ansonsten müsste man auf dem mond leben, da ist es still ;-)

    • larissa am 20.09.2017 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      an markus

      gebell, güggel die krähen, kuhglocken gelten bei mir nicht als lärm...sondern: flugzeuge, autos, betrunkene, zug etc. Bei mir fährt der zug regelmässig vor dem fenster durch: DAS ist schlimm...dann hätte ich also lieber hin und wieder gebell ;-)

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  • Berner Bär am 20.09.2017 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Beweise, aber den Täter kennen!

    Keine DNA, aber man weiss, es war der Wolf...Interessant! Wenn das nur kein streunender (Hof-)Hund war.

  • Markus am 20.09.2017 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An lars

    Auch ein büsi muss zuerst Lernen und merken das es nicht mehr denn gewohnten weg nehmen kann wenn die Schafe da sind . Wenn ein Fussweg oder Strasse vorbei fürt wird trotz dem alles angebellt nur so zur info .

    • lars am 20.09.2017 08:13 Report Diesen Beitrag melden

      an markus

      ich wurde auch schon angebellt und die schutzhunde rannten auf mich zu, aber was ist daran schlimm. man erschreckt evt kurz und weiss dann was zu tun ist...einen bogen drumrum machen! weiss ehrlich nicht was daran schlimm ist. Genauso menschen die meinen bei kühen mit kälbern durch die weiden laufen zu müssen und sich dann beklagen. die akzeptanz ist vollkommen verloren gegangen.

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