Betrunkene Aktion

09. September 2019 11:51; Akt: 09.09.2019 11:56 Print

Lenker zerrte Auto 150 m auf dem Dach in Versteck

Absurdes aus dem Kanton Freiburg: Nach einem Autounfall schob der Lenker (24) mit seinem Kollegen den Wagen von der Strasse und ging heim.

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Über 150 Meter weit schleppte ein Lenker ein verbeultes Auto nach einem Verkehrsunfall von der Strasse. Eine Drittperson half ihm bei dieser nächtlichen Aktion im freiburgischen Rueyres-Treyfayes. Vielleicht hatten die beiden die Hoffnung, den nächtlichen Unfall so vertuschen zu können. Doch die Polizei kam dem Ganzen ziemlich schnell auf die Schliche.

Am Sonntagmorgen nämlich entdeckte eine Patrouille das auf dem Dach liegende Auto vor einem Gebäude. Vom Lenker oder von einem Insassen fehlte jede Spur. Skeptisch untersuchten die Polizisten das Fundstück – und rekonstruierten das Vorgefallene anhand der Spuren rasch: Der beschädigte Wagen war in der Nacht zuvor mit Muskelkraft vom Unfallort und der Strasse weggezerrt worden. Danach suchten der Lenker und sein Freund das Weite.

Auto 150 Meter weit geschleppt

Schliesslich machte die Kantonspolizei Freiburg den 24-jährigen Fahrer zuhause ausfindig. Und löste damit das Rätsel endgültig: Nachdem der junge Einheimische um vier Uhr morgens eine Verkehrs-Tafel angefahren hatte, war sein Fahrzeug auf dem Dach zum Stillstand gekommen. Daraufhin wurde der Wagen dann «beseitigt».

Dass bei dieser kuriosen Aktion Alkohol im Spiel war, liegt fast auf der Hand. Die Polizei stellte so bei der Befragung des Unfallverursachers am Morgen auch fest, dass dieser unter Alkoholeinfluss stand. Dies war wohl auch der Grund, wieso der Betrunkene mit überhöhtem Tempo in den frühen Morgenstunden von der Strasse abkam. Sein Führerausweis wurde ihm mittlerweile abgenommen. Er wird sich für die absurde und gefährliche Aktion verantworten müssen. Bezüglich des Gehilfen laufen die Ermittlungen derzeit noch. Verletzte gab es beim Unfall keine.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • auto schieber am 09.09.2019 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    strongmem

    eigentlich ne gute Leistung. da bekommt der Begriff autoschieber eine komplett neue Bedeutung.

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  • Tom am 09.09.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dejavue

    Hihi, habe ich auch schon gemacht in meiner Jugend. Haben die Karre aber zuerst wieder aufgestellt und mit Nachbarns Traktor in einem Schopf versteckt . Ist somit keinem aufgefallen und es tat auch keinem weh!

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  • Marl Boro am 09.09.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher ohne Polizei

    So etwas kam früher auch vor und ohne, dass die Polizei oder Öffentlichkeit etwas davon erfuhr!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karl Fleischer am 09.09.2019 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    einfach nur schlimm

    Schön das hier wieder alle solche Taten als lustig empfienden. Wegen solchen Leute musste ein guter Freund und seine Freundin sterben da sie frontal von einem betrunkenen Fahrer in der Nacht gerammt wurden. Es graust mich als Autofahrer zu wissen das sich solche Leute auf der Strasse befinden.

  • dreamdriver am 09.09.2019 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trotz...

    ... Fahrerflucht und betrunken immerhin noch so weit da, den schwarzen Unfallwagen nicht wie eine Wand auf der Strasse stehen zu lassen.

  • komA am 09.09.2019 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruselige Sache

    Die alles entscheidende Frage ist: Wer war die im Artikel erwähnte Drittperson? Der Geist in der Flasche vielleicht.

  • In tressent am 09.09.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Fast Gleiches Modell

    Hey ich habe fast das gleiche modell, nicht den Rallyart Mitsubishi. Wagenfarbe passt auch. Braucht er den Spoiler und den Turbo-Motor noch?

  • Vreni Blum, BE am 09.09.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Da kommen Erinnerungen hoch

    Aquaplaning, BMW aus der kurve, Metallzaun durchbrochen, ohne Tür und Kofferraumdeckel, auf einem fremden Grundstück stehen geblieben. Junger Automechaniker in Ausbildung, geholfen BMW im Wald zu verstecken, restliche Autoteile zusammengesucht, Vater wutentbrannt, Mutter erleichtert, Insassen unverletzt. Garagist Kontaktaufnahme mit Grundstück Besitzer, neuer Zaun bezahlt und das alles ohne Polizei ... Wow, schwein gehabt. Und ohne Ausweis Entzug und Bussgeld, habe ich daraus gelernt, Hauptsache niemand wurde dadurch verletzt.