Bern

19. Juli 2011 22:53; Akt: 19.07.2011 22:53 Print

Zoff um die Ausgangsmeile spitzt sich zu

von Bigna Silberschmidt - Der Knatsch um das Nachtleben im Matte-Quartier hält an: Der Leist-Präsident schiesst im Internet gegen Politiker und den Wasserwerk-Club.

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Matte-Quartier: Wohin geht es mit dem Wasserwerk-Club?

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Von Ruhe ist in der Berner Matte selbst tagsüber nichts zu spüren: Mit einem Beitrag auf dem Matteblog mischt nun auch Leist-Präsident Bernhard Bürkli im Meinungskrieg um die Zukunft des Nachtlebens im Quartier mit. Wenn sich GFL-Stadtrat und DJ Manuel Widmer schon so sehr für den Wasserwerk-Club ins Zeug lege, so solle er jeweils am Morgen danach auch helfen, «die Pisse, die Scheisse, die Kotze, die leeren Flaschen und die Glasscherben zu beseitigen». Widmer versteht Bürklis Frust über die «Partygänger, die eine solche Sauerei hinterlassen». Er vermisse aber die Bereitschaft der Anwohner zu einer gemeinsamen Lösung: «Seit es die Matte gibt, war sie eine Ausgangsmeile.» Laut Bürkli haben ­Anwohner das Gespräch mit Clubchef Albert Gomez gesucht, sind von ihm jedoch übel beschimpft worden. Gomez war gestern nicht erreichbar.

Weiter schreibt Bürkli, der Club habe öfters schliessen müssen, weil das Angebot nicht mehr so ziehe und nicht wegen Dezibel und Einsprachen. Dazu Gomez’ Compagnon Urs Imhof: «Die Konkurrenz ist wohl kaum zu gross, wenn sich ein Komitee gegen das Clubsterben in Bern formiert.» Der Club sei in der Vergangenheit wegen erschwerender Bedingungen wie Lärmbestimmungen und Öffnungszeiten zum Aufgeben gezwungen worden. Lieber als Wortgefechte wäre Imhof jedoch ein politisches Machtwort in die eine oder andere Richtung. «Betreiber wie auch Anwohner brauchen endlich Klarheit.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman am 20.07.2011 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Jammern auf hohem Niveau

    Eine Wohnung vis-a-vis vom Wasserwerk kaufen und dann verwundert sein, dass es ab und zu etwas Lärm gibt! Unglaublich!

  • Nicole Meier am 20.07.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Anstand der Vergügungfreudige

    Hallo, die Matte war lange ein armes Arbeiterviertel, Ausgangsmeile ist sie noch nicht allzu lange. Haben Mieter die Jahrzehnte dort Wohnen kein anrecht auf Ruhe & Sauberkeit? Etwas mehr Respekt den Anwohner gegenüber könnte man von den Ausgängern, Jugendlichen schon erwarten. Oder würdet ihr es toll finden wenn solche Zustände vor Eurer Wohnung wäre?

  • tinkeltom am 20.07.2011 05:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!!!

    Jeder weiss dass die Matte ein Ausgehort ist. Wenn man trotzdem in der Matte wohnt ist das ein persoenliches Problem. Wenn jemandem die matte nicht gefaellt muss er ja nicht dort leben!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicole Meier am 20.07.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Anstand der Vergügungfreudige

    Hallo, die Matte war lange ein armes Arbeiterviertel, Ausgangsmeile ist sie noch nicht allzu lange. Haben Mieter die Jahrzehnte dort Wohnen kein anrecht auf Ruhe & Sauberkeit? Etwas mehr Respekt den Anwohner gegenüber könnte man von den Ausgängern, Jugendlichen schon erwarten. Oder würdet ihr es toll finden wenn solche Zustände vor Eurer Wohnung wäre?

  • Roman am 20.07.2011 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Jammern auf hohem Niveau

    Eine Wohnung vis-a-vis vom Wasserwerk kaufen und dann verwundert sein, dass es ab und zu etwas Lärm gibt! Unglaublich!

  • tinkeltom am 20.07.2011 05:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!!!

    Jeder weiss dass die Matte ein Ausgehort ist. Wenn man trotzdem in der Matte wohnt ist das ein persoenliches Problem. Wenn jemandem die matte nicht gefaellt muss er ja nicht dort leben!!

    • Franz Fels am 20.07.2011 10:01 Report Diesen Beitrag melden

      Die Matte - Das zentrale Bauerndorf

      Und dann noch dieser u n g l a u b l i c h e Verkehr in der Matte. Unhaltbare Zustände. Die Matte entfernt sich immer weiter vom gemütlichen Landdörfli...? Liebe Mättelerinnen und Mätteler: Ihr lebt im Zentrum der Schweizer Hauptstadt!! Menschen, Autos, Velos, Lärm, Musik, Nachbarn, die man sich nicht selber ausgesucht hat: Gehört dazu! Sonst hilft da effektiv nur noch der Wegzug, sorry.

    • Daniel am 20.07.2011 20:27 Report Diesen Beitrag melden

      Kampf gegen Partyfreaks geht weiter

      Kein Quartier hat Anspruch sich als reine Partymeile zu bezeichnen. Bewohner und Gewerbe waren längst vorher da. Rücksichtnahme und Anstand ist für die Partyfreaks ein absolutes Fremdwort. Deshalb habe ich kein Mitleid, wenn Clubs sterben. Gibt es weniger davon, steigt die Qualität und die Partygänger sind gezwungen, sich selber zu organisieren, statt zu konsumieren. Für gibt es nur eine Lösung: nach Mitternacht gibt es keine öffentliche Parties mehr.

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