Lebensretter warnen

17. Juli 2014 13:01; Akt: 17.07.2014 14:16 Print

Zu viel Wasser – baden in der Aare ist gefährlich

Trotz Hochsommer sollten die Berner auf ein Bad in der Aare verzichten, rät die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG). Auch Gummibootfahrer sollten den Fluss meiden.

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Die Lebensrettergesellschaft rät vom Sprung in die Aare ab. (Keystone/Peter Klaunzer)

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Nach den Unwettern vom Wochenende sorgten nach wie vor teils grobes Schwemmgut und Unterspülungen für eine erhebliche Gefährdung, so SLRG-Geschäftsführer Reto Abächerli am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zwei Faktoren sprechen laut Abächerli gegen den Aareschwumm: Erstens sei das Wasser nach wie vor sehr trüb – gefährliche Hindernisse könne man so gar nicht erkennen.
Zweitens sei die Abflussmenge nach wie vor zu hoch fürs Badevergnügen, auch wenn sie bis Donnerstagvormittag auf 265 Kubikmeter pro Sekunde zurückging. «Ich würde das Baden sein lassen», sagte Abächerli.

Kein Verbot

Die SRF-Sendung «Schweiz aktuell» vom Mittwochabend zeigte Schwimmende, die sich über die Empfehlungen hinweggesetzt und den Sprung ins kühle Nass gewagt hatten. Darunter war eine Studentin, die angab, sie bleibe aus Vorsichtsgründen nah am Ufer. So fühle sie sich sicher.

Das sei allerdings ist ein schwerer Irrtum, wie Abächerli betont: Gerade in Ufernähe bestehe Gefahr durch verkeilte Äste, Bäume und Unterspülungen. Verboten ist das Aarebad aber nicht. «Das würde keinen Sinn machen», sagte SLRG-Kommunikationschef Philipp Binaghi gegenüber SRF. Die SLRG setzt vielmehr auf Prävention. «Die Leute sollen verantwortungsbewusst mit Wasser umgehen und sich an die sechs Baderegeln der SLRG halten.»

Am Wochenende sollte des Berners liebstes Sommervergnügen dann wieder möglich sein. Die Abflussmenge dürfte bis dahin auf 200 bis 250 Kubikmeter zurückgehen. «Wenn dann auch Trübung und Temperatur stimmen, steht dem Baden nichts im Weg», sagte Binaghi.

(sda)