Die höchsten Punkte der Schweiz

16. Juli 2018 05:45; Akt: 16.07.2018 05:45 Print

25 Gipfel in 26 Kantonen in 50 Tagen bezwungen

Thomas von Büren und Sandro Mirasolo bestiegen innert 50 Tagen die höchsten Punkte jedes Schweizer Kantons. Am Sonntag beendeten sie das Abenteuer auf dem Brienzer Rothorn.

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Ein Projektleiter und ein Schreiner aus dem Flachland begaben sich in diesem Sommer auf ihre ganz persönliche Schweizerreise. Innert 50 Tagen wollten die beiden 28-Jährigen unter den Projektamen Summits of Switzerland den höchsten Punkt in jedem Schweizer Kanton besteigen. Dabei waren sie stets mit dem Velo, zu Fuss oder auf Skiern unterwegs und erlebten die ganze Bandbreite zwischen Hochgebirgstour und Sonntagsspaziergang.

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Vor allem mit dem Velo trainiert

So starteten der Oltner Thomas von Büren und Sandro Mirasolo aus Ebikon am einen Ende der Schweiz im Kanton Graubünden ihre Reise und beendeten diese im Herzen der Eidgenossenschaft auf dem Brienzer Rothorn. Dass dieses Projekt kein Schnellschuss war, zeigt schon die Planungszeit: «Wir bereiteten uns insgesamt zwei Jahre auf Summits of Switzerland vor», erklärt Mirasolo.

Zuerst hätten sie die kürzeste Route gesucht, um alle höchsten Punkte zu erreichen. Später sei die Suche nach Partnern und Sponsoren losgegangen. «Letztere braucht es, um den ganzen Materialverschleiss und Arbeitsausfall kompensieren zu können», so Mirasolo. Da die beiden Freizeitsportler unter dem Jahr an etlichen Läufen teilnehmen und auch versierte Bergsteiger sind, hatten sie beim Velofahren das grösste Trainingsbedürfnis: «Seit Anfang Jahr haben wir sehr viel auf dem Bike trainiert», so Mirasolo.

«Passtrassen sind gefährlicher als Hochgebirgsgipfel»

Während der 50-tägigen Reise legten von Büren und Mirasolo 1900 Kilometer zurück und überwanden 60'000 Höhenmeter. Dabei bestiegen sie in jedem Kanton einen anderen Gipfel – ausser in Appenzell Inner- und Ausserrhoden, die sich den Säntis teilen. Dabei waren sie nicht immer nur bester Laune: «Einige Male dachten wir schon ans Abbrechen. Etwa wenn sich einige lange Tage aneinanderreihten oder wenn schlechtes Wetter war.» Jetzt seien sie aber froh, nie aufgegeben zu haben.

Man könnte meinen, das Gefährlichste an einer solchen Expedition sei die Besteigung der Gipfel über 4000 Meter. Mirasolo winkt ab: «Es ist um einiges gefährlicher, mit einem Velo eine Passstrasse runter zu fahren. Sehr schnell ist man auf 60 km/h und dann meint ein entgegenkommender Motorradfahrer, er könne schnell ein Auto überholen. Das ist wirklich gefährlich.»

«Zurück gehts wohl mit der Seilbahn»

Mirasolo ist nach der Reise beeindruckt, wie vielfältig die Schweiz ist: «Ich habe zuvor nie bewusst in der Schweiz Ferien gemacht, das gilt es jetzt nachzuholen.» Und nicht nur die Gipfel, sondern vor allem auch die Strecken dazwischen seien sehr empfehlenswert. Die Vielfältigkeit schlägt sich auch in den nackten Zahlen nieder: So liegen zwischen dem höchsten Punkt des Kantons Genf (Les Arales auf 516 Metern über Meer) und jenem des Kantons Wallis (Dufourspitze auf 4634 Metern) über 4000 Höhenmeter.

Als 20 Minuten mit Sandro Mirasolo sprach, sass er gerade im Gipfel-Restaurant auf dem Brienzer Rothorn. «Mittlerweile hat es zu regnen begonnen und ich habe bereits das T-Shirt gewechselt», verrät der Ebikoner. «Wir werden wohl die Luftseilbahn nach Sörenberg nehmen, das wird ein spezielles Gefühl.»

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 16.07.2018 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nörgler

    Mann oh mann, was es hier wieder für Nörgler hat, die ihre negative Meinung darüber preisgeben (müssen)...Wenn es euch nicht beeindruckt, dann halt nicht, wen interessierts? Ist doch gut, wenn die Jungs sowas machen. Sie haben es ja für sich gemacht, und nicht für Euch! Bin mir sogar sicher, dass einige von euch negative Couchpatatoes sind, die ihren Allerwertesten nicht mal auf die ersten hohen Gipfel schaffen würden, ob jetzt mit Velo oder zu fuss, oder gar mit einer Seilbahn...

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  • René am 16.07.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    tolle Leistung und den beiden hat das sicher Spass gemacht :D

  • Peter am 16.07.2018 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    Beachtliche Leistung

    In jedem Fall eine beachtliche Leistung - Gratulation, gerade auch für Hobbysportler.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 17.07.2018 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten

    Wenn sie auch so Arbeiten können wir mit 25 Gipfel bezwingen dann habe ich nichts zu einwenden aber es bleibt bei einem aber mit Fragezeichen.

  • Sommerloch am 17.07.2018 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich behalte es für mich

    Coole Sache und noch cooler wissen es jetzt alle. Ironie off u

  • Mumof4 am 16.07.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle jungs

    Super sach. Machit witer so, respekt!!!!

  • Migge am 16.07.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher tolle Sache

    Ich könnte das nicht und nur wenige würden sich das zutrauen und diese Reise antreten. Aber Sportlich gesehen ist es keine über Leistung. Wenn man bedenkt, dass Ueli Steck im 2015 alle 81 4tausender Berge der Alpen in 61 Tagen bestiegen hat und dabei auch nur Gleitschirm und Velo benutzt hat, dann sind das etwas andere Dimensionen. Aber ein Abenteuer fürs Leben wars bestimmt trotzdem.

  • René am 16.07.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    tolle Leistung und den beiden hat das sicher Spass gemacht :D