Oensingen SO

02. Juli 2014 14:24; Akt: 02.07.2014 14:58 Print

Zwei Männer wegen Mordes angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Solothurn hat gegen einen 25-Jährigen und dessen 51-jährigen Vater Mordanklage erhoben. Die beiden sollen einen Vater und dessen Sohn erschossen haben.

Im Fall des 2012 ermordeten Vaters und dessen Sohn hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dem 25-jährigen Schweizer und seinem 51-jährigen Vater wird vorgeworfen, im Juli 2012 vor einem Haus in Oensingen einen 51-jährigen Mann und dessen Sohn (26) erschossen zu haben. Ein Bekannter der beiden Opfer erlitt zudem Schussverletzungen. Die beiden Tatverdächtigen entfernten sich daraufhin zunächst vom Tatort. Die Polizei konnte die beiden aber kurz darauf festnehmen.

Nun ist die Unterschuchung abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Schiesserei ein Konflikt zwischen den Familien der Beschuldigten und jener der Opfer voranging.

Bezüglich der Schussabgabe auf den Bekannten der Opferfamilie erhebt die Staatsanwaltschaft gegen den 25-jährigen Beschuldigten Anklage wegen versuchten Mordes. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Sturmgewehr einen Schuss auf den Sohn und den Bekannten der Opferfamilie abgegeben zu haben, als diese sich aus dem Haus auf den Vorplatz begaben. Dabei wurde der Bekannte vom Schuss getroffen und verletzt.

Im Zusammenhang mit der Tötung des älteren Opfers haben sich beide Beschuldigten wegen Mordes vor Gericht zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, in skrupelloser Weise und aus geringer Distanz mit einem Sturmgewehr und einer Pistole jeweils mehrere Schüsse auf den wehrlosen und unbewaffneten Mann abgegeben zu haben. Dieser starb an den Folgen der zahlreichen Schussverletzungen.

Männer handelten als Mittäter

Weiter wirft die Staatsanwaltschaft den beiden Beschuldigten vor, nach der Tötung des Vaters auch dessen Sohn durch einen Schuss tödlich verletzt zu haben. Konkret soll der 51-jährige Beschuldigte nach den Schüssen auf den Vater mit seiner Pistole einen weiteren Schuss auf den Sohn abgegeben, diesen aber verfehlt haben. Praktisch zeitgleich soll auch der 25-jährige Beschuldigte einen Schuss aus einem Sturmgewehr auf den Mann abgegeben haben. Dieser wurde dadurch tödlich verletzt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handelten die beiden Beschuldigten als Mittäter. Sie haben sich daher beide wegen vorsätzlicher Tötung vor Gericht zu verantworten.

Vater auf freiem Fuss

Der 25-Jährige ist geständig, sowohl auf den 51-jährigen Mann als auch auf dessen Sohn und den Bekannten geschossen zu haben. Sein Vater bestreitet jegliche Schussabgabe. Der 25-jährige Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. Sein Vater ist seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft auf freiem Fuss.

Der Termin der Gerichtsverhandlung vor dem Richteramt Thal-Gäu steht noch nicht fest.

(nc)