Bahnhof Düdingen FR

16. Juli 2019 04:59; Akt: 16.07.2019 07:40 Print

Frau überquert Gleis – das kann teuer werden

Lebensgefährlich und kopflos: Am Wochenende wurde eine Frau beobachtet, die die Gleise des vielbefahrenen Bahnhofs Düdingen überquerte.

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«Überschreiten der Gleise verboten» – die Verbotsschilder an Schweizer Bahnhöfen sind omnipräsent und somit unübersehbar. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Pendler den vielleicht etwas kürzeren, jedoch lebensgefährlichen Weg über die Schienen einschlagen. So auch am Wochenende im freiburgischen Düdingen. Dort wurde am Samstagnachmittag eine Frau beobachtet, wie sie auf die Gleise kletterte und ohne mit der Wimper zu zucken aufs nächste Perron marschierte.

«Auch Dritte gefährdet»

Der Beobachter ist erzürnt, via Facebook macht er seinem Unmut nun Luft. Die Frau hätte mit ihrer Aktion nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das von anderen Menschen gefährdet. So hätte sie etwa Lokführer, Passagiere und weiteres Bahnpersonal in Gefahr gebracht. «Bedenke – hier kommen etwa alle zehn Minuten Züge vorbei, aus beiden Richtungen und von schnell bis langsam», schreibt der Mann über den Vorfall am Bahnhof Düdingen.

Nur schon wenn ein Zug mit 60 Stundenkilometern unterwegs ist, hat er trotz Notbremsung einen Bremsweg von rund 200 Metern – wer Gleise überschreitet, hat so also fast keine Chance, sich rechtzeitig vor dem herannahenden Zug zu retten. «Einfahrende Züge sind je nach Witterung zudem schlecht hörbar, zusätzlich kann man die Zugsgeschwindigkeit nur ungenügend einschätzen», warnt BLS-Sprecher Stefan Dauner.

Busse bis 10'000 Franken

Ein Lokführer rät dem Beobachter aus Düdingen nun, die Frau zu melden – solche Leute sollten nicht ungestraft davonkommen, meint der Eisenbahner. So könnte die gefährliche Aktion, die vorerst glimpflich ausgegangen ist, für die Fotografierte doch noch Folgen haben. BLS-Sprecher Dauner sagt nämlich: «Das Gleisüberqueren ist strafbar.» Bei einem Vergehen spreche das BLS-Personal eine Verwarnung aus –«im Wiederholungsfall kommt es zur Anzeige.» Dabei kann die Busse äusserst hoch ausfallen: Gemäss Eisenbahngesetz kann das widerrechtliche Überqueren von Schienen wegen Störung des öffentlichen Verkehrs mit bis zu 10'000 Franken gebüsst werden.


(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seislerbueb am 16.07.2019 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stasi 2.0

    Ich finde es bedenklich dass 20min immer mehr zur Plattform wird um Leute anzuprangern. Dass 20min politisch immer mehr nach links rückt kann ich noch verkraften. Aber dass hier Stasi Methoden, wo Bürger Bürger überwachen unterstützt wird, kann ich keinesfalls gutheissen.

    einklappen einklappen
  • Suter Fridel am 16.07.2019 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neid und Missgunst

    Die Schweizer: Ein Volk von Hobbypolizisten!

  • 50+ am 16.07.2019 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volksüberwachung lässt grüssen

    schön zu wissen, dass wir keine Überwachung vom Staat zu fürchten brauchen, das übernehmen unsere Mitmenschen mit Freude. Das wird teuer für die Frau, hoffentlich!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Railrunner am 16.07.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Dumme Leute gibt's immer wieder

    Vor Pfäffikon SZ ist einer über die Barriere geklettert und ich kam mit dem Zug um die Kurve mit 110. Habe gehupt. Er hat mir den Stinkefinger gezeigt. Weitere Personen dort haben nur den Kopf geschüttelt. Das Überschreiten in Stadelhofen kostet übrigens 1500 pro Gleis.

  • Adriana am 16.07.2019 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch erlebt

    Habe vor einigen Jahren eine Jugendliche mit einem Welpen über 2 Gleise in Wädenswil spazieren sehen. Alle haben vor Angst geschrien. Ich hatte kurzzeitig meinen Atem angehalten. Danach habe ich an ihre Familie gedacht, wie schrecklich das für sie gewesen wäre.

  • Superboy am 16.07.2019 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bülach

    In Bahnhof Bülach passiert das andauernd bis etwas passiert und als deklarierung stehen dort Kameras die nicht funktionieren

  • M4rcel am 16.07.2019 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    10000 ist aber schon heftig

    Wahrscheinlich zuviele die nicht (mehr) bezahlen können.

  • Bürger am 16.07.2019 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Keiner ist so im Stress,

    Keiner ist so im Stress, das man über das Gleis gehen muss um sein Leben zu riskieren.