Wurst, Steak und Co.

16. Mai 2019 11:17; Akt: 16.05.2019 11:17 Print

Der Kanton sagt, wie man zu grillieren hat

Der Kanton Bern hat konkrete Vorstellungen, wie man im Bernbiet zu grillen hat. Zumindest so, dass die Luft möglichst rein bleibt, denn diese ist alles andere als Alpenfrisch.

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Die Grillsaison kommt auch hierzulande langsam in die Gänge. Pünktlich dafür hat der Kanton Bern jetzt Tipps veröffentlicht, wie die Luft trotz der Wurstfeste und Grillpartys sauber bleibt. Ökologische Anzündhilfen, nur naturbelassenes Holz verbrennen und den Abfall nach dem Festmahl nicht in der Feuerstelle verfeuern.

Die Tipps der Berner Volkswirtschaftsdirektion beziehen sich nicht nur auf Grilladen und Lagerfeuer. Der Kanton hat einen ganzen Massnahmenkatalog online gestellt, wie die Luftqualität im Kanton verbessert werden kann. Denn die Feinstaubbelastung war zwar im vergangenen Winter im Kanton Bern moderat. Hingegen ist die Belastung der Luft mit noch feineren Staubteilchen zu hoch.

Gefährliche Kleinstpartikel

Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die tief in die Lunge eindringen und zu Atemwegs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lungenkrebs führen können. Diese Partikel weisen einen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer auf. Eintausend Mikrometer ergeben einen Millimeter. Doch der Feinstaub wird noch feiner unterteilt, nämlich in Partikel mit weniger als 2,5 Mikrometer Durchmesser.

Auch diese Kleinstpartikel sind gesundheitsschädigend, weshalb die Luftreinhalte-Verordnung im vergangenen Juni ergänzt wurde. Neu gilt ein Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Quadratmeter im Jahresmittel für diese allerfeinsten Partikel. Dies entspricht laut Mitteilung der bernischen Volkswirtschaftsdirektion den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Berne Bollwerk fällt aus der Reihe

Die Messstellen in der Nordwestschweiz wiesen im Jahresmittel zwischen 11 und 16 Mikrogramm pro Kubikmeter aus, was über dem Grenzwert liegt. Dies zeige, dass die Massnahmen zur Luftreinhaltung weiterhin wichtig seien, schreibt die Bernische Volkswirtschaftsdirektion in ihrer Mitteilung.

Insbesondere bei Dieselmotoren und Holzheizungen, beides zentrale Quellen von Feinstaub, gibt es laut Volkswirtschaftsdirektion Handlungsbedarf.

Bei den grösseren Feinstaubpartikeln konnte der Jahresgrenzwert deutlich eingehalten werden. Mit einer Ausnahme: die Strassenschlucht am Berner Bollwerk.

Tipps zur Luftreinhaltung des Kantons Bern finden Sie hier.

(cho/sda)