1800 Meter über Meer

06. Juli 2018 05:52; Akt: 06.07.2018 08:30 Print

Wakeboarden zwischen Alpweiden und Kühen

von Benjamin Hostettler - Am Samstag eröffnet auf dem Hornbergsee in Gstaad der höchstgelegene Wake-Board Lift Europas. Per Crowdfunding sammelten die Initianten dafür über 30'000 Franken.

Wakeboarden auf dem Hornbergsee (Video: Benjamin Hostettler)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Von Zweisimmen führt eine enge Bergstrasse hinauf zum Hornberg, vorbei an grasenden Kühen und knatternden Traktoren. Nach etlichen Kurven taucht in der prächtigen Landschaft der Hornbergsee auf. Ab nächsten Samstag wird hier während der Sommermonate Wakeboard gefahren.

Umfrage
Was halten Sie von Wakeboarden in den Bergen?

Highlight der Anlage ist der Wakeboard-Lift in der Mitte des Sees. Dieser wird mit einem Elektromotor betrieben, funktioniert also geräuschlos und verursacht keine Emissionen. Laut Frederic Thoenen, dem Verantwortlichen für Technik und Betrieb, ist die Anlage mobil und kann im Herbst wieder abgebaut werden.

Spenden von 32'000 Franken

Die Idee zur Realisierung der Wakeboard-Anlage hatten sechs jungen Einheimische. Marco Reinle vom Verein Wake up Gstaad: «Mit diesem Projekt haben wir die Möglichkeit, den See touristisch zu nutzen und ein neues Angebot für Einheimische und Gäste zu schaffen.»

Das Projekt wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne teilfinanziert. Insgesamt spendeten anfangs Jahr über 180 Personen insgesamt 32'455 Franken. Michel Hediger, Mitorganisator des Wake Up Festivals, ist gerührt über die vielen Spenden: «Die Anteilnahme hat uns auch darin bestärkt, das Projekt zu realisieren». Entstanden sei die Idee in Mallorca bei einem gemeinsamen Bier. «Wakeboarden und Berge. Das passt für die Leute überhaupt nicht zusammen», sagt er mit einem Lachen.

Hediger und seine Kollegen arbeiten alle ehrenamtlich. Er selbst schreibt gerade an seiner Bachelorarbeit. Über die Monate seien mehrere tausend Arbeitsstunden zusammengekommen.

«Trend zur Inszenierung»

Wake Up Gstaad hat viele Sympathien bei der lokalen Bevölkerung. Auch die Naturschutzorganisation Mountain Wilderness erklärt gegenüber 20 Minuten, dass man grundsätzlich kein Problem damit habe. Tim Marklowski, Projektleiter Bergsport Schweiz, sieht aber beim Wakeboarden auf dem Hornbergsee einen «Trend zur zunehmenden Inszenierung und einem Spassangebot im alpinen Raum».

Vor der prächtigen Kulisse des Berner Oberlands können Besucher ab Samstag ausserdem Pingpong spielen, auf Slacklines ihre Balancierkünste verbessern oder auch klettern. Besucher haben die Möglichkeit, am Eröffnungstag den ganzen Tag gratis zu wakeboarden. Danach kostet eine Viertelstunde jeweils 40 Franken. Die Anlage ist bis im Spätsommer geöffnet.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fritz am 06.07.2018 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gehts noch

    wakeboarden auf einem bergsee? gehts noch, kann man sich eigentlich nirgends mehr erholen ohne irgend ein bike, trottinet oder jetzt auch noch wakeboard. nächstens wohl dann auch noch standup padels oder sonst so was in der bergen.

    einklappen einklappen
  • andrea am 06.07.2018 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfach nur traurig

    Und wie kommen die möglichst vielen Kunden zu der Anlage? Da braucht es eine gut ausgebaute Strasse. Einen grossen Parkplatz, Toiletten, Restaurant, Souvenirshop...... Und wo bleibt da noch platz für die natur und die Tiere?

    einklappen einklappen
  • aseiiron am 06.07.2018 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    völlig unpassend. diesen ort werde ich wohl in der zukunft meiden müssen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • gstaad my love am 07.07.2018 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!!

    ich war heute bei der eröffnung dabei - es war super gemütlich, für alt und jung und eine tolle stimmung! bravo den initianten und den behörden, die auch mal für die einheimischen etwas möglich machen vor der haustüre!!!

  • Thomas H. am 07.07.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nörgler

    Wer hier rumnörgelt, der sollte wirklich mal lesen, anhand der Rechtschreibefehler auch schreiben, und überhaupt nachdenken lernen xD unglaublich, was für Dämel hier ihre Meinung rumposaunen. Es sollte lustig sein, aber eigentlich macht es mich nur traurig.

  • Frudi am 07.07.2018 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahnsinnig

    Der Mensch ist total am verblöden alles kaputt machen. Der Planet Erde wie er einmal war wird es nicht mehr lange geben.

  • T. Huner am 06.07.2018 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Wo liegt hier das Problem? Ich denk die Melkmaschine vom Bauer nebenan ist bestimmt lauter als der Lift (hiermit ein dank an die Bauern die oft nicht so negativ eingestellt sind wie die soooo offenen Städter). Was ich nicht allerdings auch nich leiden kann ist das nervige laute lachen der liftbenutzer die die Wanderer belästigen.

  • Saanegeiss am 06.07.2018 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    An alle Nörgler: Es ist ein künstlich angelegter See zur Beschneiung. Wenn wir im Saanenland die ruhe an einem Bergsee geniessen wollen, gehen wir an den Lauenensee, den Arnensee oder an den Lac Retaud. Eine SUPERIDEE, solche Inovationen braucht es in unserer Region!