Erbschaftsaffäre

13. Dezember 2011 08:49; Akt: 13.12.2011 08:58 Print

Bruno Zuppiger will Nationalrat bleiben

Wegen der Erbschaftsaffäre ist der Druck auf Bruno Zuppiger gestiegen, sein Mandat als Nationalrat abzugeben. In einem Brief hält er nun fest, dass er nicht zurücktreten werde.

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In einem Schreiben an alle Nationalräte hält Bruno Zuppiger fest, dass er trotz der Erbschaftsaffäre Nationalrat bleiben will. (Bild: Keystone)

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Seit Donnerstag war Bruno Zuppiger, der gescheiterte Bundesratskandidat der SVP, abgetaucht. Nach der sogenannten Erbschaftsaffäre ist der Druck auf ihn gestiegen, sein Mandat als Nationalrat zurückzugeben.

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Am Montag liess Zuppiger einen Brief mit einer persönlichen Erklärung an alle seine Nationalratskollegen verteilen, wie die Nachrichtensendung «10vor10» berichtet. Darin schreibt er: «Ich entschuldige mich bei Ihnen in aller Form.» Er habe nie die Absicht gehabt, etwas zu verheimlichen. Und er hält fest, dass er seine Partei vor der Nomination zum Bundesratskandidaten informiert habe. Einem möglichen Strafverfahren gegen ihn sehe er zuversichtlich entgegen. Zudem wolle er trotz der Erbschaftsaffäre nicht als Nationalrat zurücktreten, betont er.

Fraktionskollegen sind überrascht

Seine SVP-Fraktionskollegen zeigten sich gegenüber «10vor10» erstaunt über das Schreiben. Nationalrätin Natalie Rickli (SVP/ZH) meint dazu, dass Bruno Zuppiger selber wissen müsse, was und wie er kommuniziere. Die SVP habe einen grossen Schaden erlitten und durch das Schreiben sei dieser sicher nicht kleiner geworden, sagt sie weiter.

Alfred Herr, Nationalrat und SVP-Präsident des Kanton Zürichs glaubt, dass sich Bruno Zuppiger mit dem Schreiben keinen grossen Gefallen getan habe. Der Rückhalt für Zuppiger in seiner eigenen Partei scheint geschwunden zu sein.

(hag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Meier am 13.12.2011 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Geld ist nicht unwichtig

    Für dieses fürstliche Salär würde ich auch gerne bleiben! Vergessen wir nicht, jeder Politiker verdient mit seinem Job auch noch Geld und zwar nicht wenig. Kein Wunder, klammert sich jeder an seinen Job und hält dort, wo es brenzlig wird, den Mund. Er will ja nicht seinen Job riskieren!

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  • Der Egon am 13.12.2011 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er will...?

    ...und ich will 100 Millionen und garantierte Steuerfreiheit. Der Unterschied ist...ICH träume weiter...

  • Kurz+Bündig am 13.12.2011 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Typen

    gehören vor Gericht und nicht in politische Ämter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Regula am 13.12.2011 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Bundeshaus ausschaffen

    Solche Politiker gehören aus dem Bundeshaus ausgeschafft. Besonders anstössig finde ich, dass eine gemeinnützige Organisation betrogen werden sollte, die sich den Kranken in unserer Gesellschaft annimmt.

  • Schär Margrith am 13.12.2011 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Auch andere Affären im Parlament

    Anita Fetz SP war vor ein paar Jahren ebenfalls in eine Spendengeldaffäre verwickelt. Heute ist sie Ständerätin! Kein Ruf nach Parteiausschluss

  • nicht von der SVP am 13.12.2011 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Auch nur ein Mensch

    Was soll das ganze? Herr Zuppiger hat sich entschuldigt, die Sache hat er auch geregelt. Alle, die hier ein Urteil wagen, sollen zuerst vor der eigenen Tür wischen. Glaubt ihr wirklich, von den anderen SVPler habe niemand Leichen im Keller? DAS ist eine Illusion und scheinheilig ist das Verhalten, das die SVP jetzt an den Tag legt.

  • Susanne Weber am 13.12.2011 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Mücke - Elefant

    Ich staune immer wieder, was jeder zu wissen weis. Herr Zuppiger war untergetaucht, aha interessant! War doch Wochenende, aber das gilt ja für Nationalräte nicht. Wieso sollte er zurücktretten, die Sache war und ist erledigt. Wieder typisch man macht aus einer Mücke einen Elefanten..........Wie heisst es so schön: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!

  • Eva S am 13.12.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Parteiausschluss

    Ob er im NR bleibt oder nicht ist ihm alleine überlassen! ABER von der Partei bin ich sehr entäuscht! Er hätte sofort ausgeschlossen werden müssen, alles andere ist scheinheilig

    • Konsequent am 13.12.2011 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Scheinheilig ist die ganze SVP-Führung

      Ja, scheinheilig ist das Schlagwort. Wenn ich Herr Zuppiger wäre, würde ich nichts mehr mit dieser Partei zu tun haben wollen, also Rücktritt.

    • Peter Wächter am 13.12.2011 15:39 Report Diesen Beitrag melden

      Geht nicht

      Die brauchen bis morgen Nachmittag jede Stimme...

    • Kuri Bartoldi am 13.12.2011 18:14 Report Diesen Beitrag melden

      Parteiausschluss von den 3 B's

      Warum sollte Herr Zuppiger aausgeschlossen werden? Er hat die Parteileitung ja im Voraus informiert. Wenn, dann sollten Blocher, Bader und Brunner den Hut nehmen. Sie haben das Ganze gedeckt und nicht mal die eigene Fraktion informiert. Das ist Verrat an der eigenen Partei!

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