Nach Drama von Siders

10. Mai 2012 17:03; Akt: 10.05.2012 17:27 Print

Die Tunnel-Nischen bleiben wie sie sind

Der Bundesrat will nach dem tragischen Busunglück von Siders VS nicht alle Nothalte-Nischen in Autotunnels umgestalten. Er lehnt eine Freysinger-Motion ab.

Bildstrecke im Grossformat »
Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Sierre VS sind am 13. März 2012 28 Personen ums Leben gekommen. So verlief der Unfall von Sierre. Die letzten Meter vor dem Aufprall. Der Kanton Wallis veröffentlicht am 31.1.2013 die 3D-Animation. der schwere Gang der Angehörigen: Sie mussten in der Leichenhalle in Sion ihre Kinder identifizieren. Die Leichen der verstorbenen Kinder wurden am 14. und 15. März ins Centre funériare von Sion gebracht. In Sierre sind am Abend nach dem Unglück des rund 200 Einwohner zu einem spontanen Traueranlass zusammengekommen. Im Verlaufe des Tages sind Sie hoffen, dass ihr Kind zu den Verletzten gehört und nicht zu den 28 Todesopfern. berichten vom Unglück, hier vor dem Spital in Sion. Viele Angehörige werden im untergebracht - von der Polizei gut abgeschirmt vor zu neugierigen Medien. Auch in Belgien finden noch am Abend Trauergottesdienste statt, wie dieser in sprechen den Angehörigen ihr grosses Mitleid aus und danken zugleich den Rettungskräften für ihren grossen Einsatz. Am Eingang des Tunnels der A9, in dem es am Abend des zum Horrorcrash kam, legen Menschen Blumen nieder. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Wallis sind . Im Autobahntunnel Sierre fuhr das Fahrzeug in eine Nothaltestelle. Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte über an. Das Wrack des Reisecars Es wurde nach Visp gebracht. Im Bus waren unterwegs. Es handelte sich dabei um zwei Schulklassen aus Flandern. Unter den Toten sind Der Car wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren Unter den Toten sind auch 24 weitere Kinder wurden bei dem Unfall eines belgischen Reisecars Eine Tragödie dieses Ausmasses habe es im Wallis , sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, am Mittwochmorgen vor den Medien. Der Reisebus fuhr auf der Autobahn von Sierre in Richtung Sitten. Die meisten Opfer sind Kinder , die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. Die verletzte Kinder wurden in vier Spitäler im Wallis gebracht; drei besonderes wurden in die Unispitäler von Lausanne und Bern geflogen. Die meisten Verunfallten kamen Sie waren auf der nach Belgien. Betroffen zeigte sich an der Medienkonferenz auch der Botschafter Belgiens in der Schweiz. «Dieses Drama wird ganz Belgien erschüttern», sagte Jan Luykx.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem tragischen Busunfall in Siders VS will der Bundesrat nicht generell Nothalte-Nischen in Autotunnels umgestalten, deren Wände senkrecht zur Fahrbahn stehen. Er argumentiert, abgeschrägte Winkel würden teils grössere Gefahren bergen.

Dies hat der Bundesrat in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Motion des Walliser SVP-Nationalrats Oskar Freysinger geschrieben. Dieser verlangt, konsequent senkrechte Winkel in Notfall-Buchten zu schneiden oder Leitplanken zu setzen. Der Bundesrat empfiehlt dem Parlament, den Vorstoss abzulehnen.

In seiner Antwort schreibt der Bundesrat, Autos und Motorräder könnten bei abgeschrägten Wänden zurück auf die Fahrbahn geschleudert werden. Dabei besteht die Gefahr, dass es zu Zusammenstössen mit nachfolgenden oder - bei Tunnels mit Gegenverkehr - entgegenkommenden Fahrzeugen kommt.

Auch ist die Möglichkeit viel grösser, dass ein Fahrzeug, das an der Wand entlang schleift, Funken schlägt und einen Brand erzeugt. Schliesslich spricht sich der Bundesrat gegen starke Schutzvorrichtungen aus, die auch den Aufprall von Lastwagen und Cars stoppen könnten. Diese seien so starr, dass sie «fatal» für kleine Fahrzeuge sein könnten.

Berichte erwartet

Weiter erinnerte der Bundesrat daran, dass das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Umwelt (UVEK) kurz nach dem Unglück eine Expertengruppe eingesetzt hatte. Diese prüft bis zum Sommer 2012 allfällige Vorschläge, wie die Nischen sicherer gemacht werden können.

Beim Busunfall am 13. März waren in einem Tunnel der Autobahn A9 nahe Siders 28 Menschen aus Belgien und den Niederlanden - darunter 22 Kinder - ums Leben gekommen. 24 Kinder wurden teils schwer verletzt.

Der Car war fast ungebremst in eine Notfall-Bucht gefahren. Die Unfallursache ist noch nicht bekannt. Der Bericht einer Expertengruppe wird demnächst erwartet.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr.Calculon am 10.05.2012 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Winkel grösser 45° kein Problem

    Erscheint mir Unlogischer entscheid. denke bei einem Winkel grösser als 45° (z.B. 60°) Ist das mit dem auf die fahrbahn zurückschleudern in einem anhnehmbaren mass. Denke das man diese 90° Winkel gerne hat weil sich da halt der Radarblitzer so gut verstecken lässt..

    einklappen einklappen
  • Jamc am 10.05.2012 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    ist auch logisch

    es gibt nun mal keine "one-size-fits-all" Lösung für Lastwagen und Minis.

  • Pit Rorschach am 10.05.2012 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemeint, falsch angegangen

    Die Motion Freysinger ist sicher gut gemeint. Doch denke auch ich, dass zuerst umfangreichere Abklärungen gemacht werden sollte, bevor man Geld für etwas ausgibt, bei dem man im Nachhinein reuig wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pit Rorschach am 10.05.2012 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemeint, falsch angegangen

    Die Motion Freysinger ist sicher gut gemeint. Doch denke auch ich, dass zuerst umfangreichere Abklärungen gemacht werden sollte, bevor man Geld für etwas ausgibt, bei dem man im Nachhinein reuig wird.

  • Dr.Calculon am 10.05.2012 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Winkel grösser 45° kein Problem

    Erscheint mir Unlogischer entscheid. denke bei einem Winkel grösser als 45° (z.B. 60°) Ist das mit dem auf die fahrbahn zurückschleudern in einem anhnehmbaren mass. Denke das man diese 90° Winkel gerne hat weil sich da halt der Radarblitzer so gut verstecken lässt..

    • Tim am 10.05.2012 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Eher nicht...

      Also ich mag Blitzer auch nicht, aber ihre Antwort ist konpletter nonsens.

    • Mikee am 10.05.2012 18:48 Report Diesen Beitrag melden

      juup

      Das der Winkel möglichst gerade zur Bahn verläuft so schleudert das Auto auch nicht extrem auf die andere Seite und der Fahrer hat noch ein wenig Zeit zum reagieren. Aber ja schlecht fürs Geld (Blitzer)...

    einklappen einklappen
  • Jamc am 10.05.2012 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    ist auch logisch

    es gibt nun mal keine "one-size-fits-all" Lösung für Lastwagen und Minis.

  • elin am 10.05.2012 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    puffer

    wenn die wände schon senkrecht zur fahrbahn stehen müssen, dann sollte wenigstens eine art "pufferschicht" angebracht werden. irgend ein poröses material, kisten etc. einfach irgend etwas was einen grossteil der kinetischen energie absorbiert. nicht einfach eine betonwand!

    • zoli am 10.05.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

      WASSERFASS als Puffer

      WASSERFASS wie im US bei Autobahnausfahrten

    • Mikeee am 10.05.2012 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ja das Geld ist wichtiger

      Das Problem ist da müssten sie auch ausgebaut werden um Platz für Puffer zu erhalten, bei den Puffern hast du auch kosten. Und die automatische schrottpresse wäre auch nicht mehr da. Kosten Kosten Kosten die da entstehen...

    • s.w. am 10.05.2012 18:55 Report Diesen Beitrag melden

      Witzig

      Ein Car (25t) mit einer Geschwindigkeit von 80km/h besitzt eine kinetische Energie von etwa 6,1 MJ. Viel spass mit Kisten oder einer Styropor Wand

    einklappen einklappen