SBB

25. März 2014 09:19; Akt: 25.03.2014 13:52 Print

Erstmals über eine Million Passagiere pro Tag

Die SBB hat 2013 erstmals die Marke von einer Million Passagiere pro Tag geknackt, der Gewinn ist trotzdem gesunken. Und SBB-Chef Andreas Meyer verdiente neun Prozent weniger.

SBB-Chef Andreas Meyer nimmt im Interview Stellung zu den Pendlerproblemen (Video: 20 Minuten)
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Die SBB hat im vergangenen Jahr erstmals über eine Million Passagiere pro Tag befördert. Trotzdem sank der Gewinn um 43,6 Prozent auf 238,2 Millionen Franken. Höhere Trassenpreise und zusätzliche Unterhaltsarbeiten bei der Infrastruktur schlugen sich negativ auf die Rechnung nieder.

Die steigenden Passagierzahlen und das intensiver genutzte Schienennetz belasten die Infrastruktur immer mehr. Damit steigt der Unterhaltsbedarf der Anlagen, wie die SBB am Dienstag mitteilte. Bereits in der ersten Hälfte 2013 mussten 128,6 Millionen Franken mehr in die Fahrbahn investiert werden als geplant.

Beim Personenverkehr verdiente die SBB 64,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gewinn schrumpfte auf 96,1 Millionen Franken. Grund dafür sind laut SBB hauptsächlich die gestiegenen Trassenpreise, die das Ergebnis mit 163 Millionen Franken belasteten.

Dabei beförderten die Züge noch nie so viele Passagiere wie im vergangenen Jahr. Die Zahl der täglich mit der SBB fahrenden Passagiere nahm 2013 um 3,7 Prozent auf 1'002'000 Personen zu. Die Anzahl Personenkilometer legte um 1,3 Prozent auf 17,8 Milliarden Kilometer zu.

SBB Cargo verzeichnete erstmals seit über 40 Jahren ein positives Ergebnis. Die Güterverkehrstochter schrieb einen Gewinn von 14,7 Millionen Franken, nachdem sie im Vorjahr mit einem Minus von 51,2 Millionen Franken noch tief in den roten Zahlen steckte. Damit sei bei der Sanierung ein grosser Schritt gemacht worden, heisst es in der Mitteilung.

SBB Immobilien konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 9,8 Prozent auf 211,3 Millionen Franken steigern. Wesentlich dazu beigetragen hat die Europaallee, der neue Stadtteil beim Hauptbahnhof Zürich. Zudem wurden zahlreiche Bahnhöfe modernisiert und mit neuen Geschäften und Dienstleistungen ausgestattet.

Die SBB Infrastruktur schrieb wegen des erhöhten Unterhaltsbedarfs einen Verlust von 72,3 Millionen Franken.

(sda)