Neue Billettautomaten

24. April 2012 11:16; Akt: 24.04.2012 14:07 Print

SBB-Automaten schlucken bald grosse Noten

Höhere Geldbeträge und besseren Schutz gegen Skimming: Die SBB investieren 40 Millionen Franken in neue Billettautomaten. Sie sollen einfacher zu bedienen sein als die alten Modelle.

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Die alten Billettautomaten der SBB sind nicht immer benutzerfreundlich. (Bild: Keystone)

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Die SBB mustern 1000 alte Touchscreen-Billettautomaten aus und ersetzt sie durch Modelle der neuesten Generation. Diese sollen benutzerfreundlicher und weniger auf Skimming anfällig sein.

Die neuen Geräte kosten 40 Millionen Franken und werden etappenweise zwischen Herbst 2013 und 2015 in Betrieb genommen, wie die SBB am Dienstag mitteilten. Die 1000 Automaten, die ausgemustert werden, sind seit 1997 im Einsatz. Landesweit betreiben die SBB rund 1400 Billettautomaten.

Die neuen Automaten sind mit einem 15-Zoll-Bildschirm ausgerüstet. Eine neuartige Banknotenverarbeitung ermöglicht laut Mitteilung die Bezahlung und Rückgabe höherer Beträge in Banknoten. Zudem profitieren Reisende künftig von Barcode-Lesern und kontaktlosen Kartenlesern. Behinderte finden mit dem neuen Modell ein Gerät vor, das die Vorgaben des Behindertengesetzes erfüllt.

Weg vom Schalter

Auch gegen Skimming, das Ausspähen von Kartendaten, soll die neue Automatengeneration besseren Schutz bieten. Wie SBB-Sprecher Reto Kormann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA präzisierte, sind beispielsweise ein besserer Sichtschutz sowie Überwachungsmechanismen vorgesehen.

Mit moderner Technik will die SBB möglichst viele Kundinnen und Kunden dazu bewegen, ihr Billett statt am Schalter am Automaten zu lösen. 2011 wurden 55 Millionen Billette an den Automaten und 23 Millionen am Schalter verkauft. Für 2016 peilt die SBB 58 Millionen am Automaten verkaufte Fahrkarten an.

Der Auftrag für das neue Modell wurde global ausgeschrieben. Von den acht Anbietern, die eine Offerte eingereicht haben, haben sich die SBB für die Firma Scheidt & Bachmann aus Mönchengladbach (D) entschieden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim am 24.04.2012 13:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quersubventionen ins Ausland?

    Verstehe ich das richtig? Ich bezahle mit meinem Auto Quersubventionen, welche schlussendlich im Ausland landen, obwohl auch CH-Firmen offensichtlich in der Lage wären? Das ist doch noch das Tüpfelchen auf dem "i".

  • Arni am 24.04.2012 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Noch...

    ... bedienungsfreundlicher? Dieses Geld könnte man anders investieren.

    einklappen einklappen
  • allan am 24.04.2012 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    vorher aber...

    man sollte lieber tickets fürs ausland an automaten kaufen können. da kann man sich die 10 fr. gebühren am schalter sparen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hanspeter am 25.04.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Bald gibt es kein Retour-Ged mehr

    Die geschluckten grossen Noten braucht die SBB um ihr Grössenwahnsinn zu finanzieren.

  • fahrer am 25.04.2012 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    sbb preise

    so kann mann überrissene Preiserhöhungen in der Zukunft auch "begründen" schwach.... zum glück hab ich n pkw

  • Manuel Rieser am 25.04.2012 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ersatzteil teuer

    Alter Trick, Automaten günstig, Ersatzteil schweine teuer.... So wirds gemacht

  • pilot707 am 24.04.2012 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Beide Automatentypen sind gut

    Die Automaten von Scheidt & Bachmann und auch die dadurch ersetzten von ACS sind beide qualitativ sehr hochwertig, wobei sicher jeder seine Vorteile hat. Von der Softwarelösung hat SBB auch etwas gebaut, was zumindest viel besser ist, als was man bei anderen Bahngesellschaften vorfindet. Eine Investition von 40'000'000 CHF verteilt über mehrere Jahre ist schon vertretbar, da das der inzwischen wichtigste Vertriebskanal für Fahrkarten geworden ist.

  • Mario A. am 24.04.2012 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötiges Geldverschwenden

    Warum das? Die alten Automaten waren doch noch in Ordnung. Mit dem Geld würden sie lieber die Billetpreise senken.