Streitgespräch

03. Februar 2011 09:59; Akt: 03.02.2011 20:24 Print

«Lieber illegal lebend als legal tot»

Die Debatte zwischen SP-Frau Anita Fetz und Oskar Freysinger von der SVP zum Thema Waffenschutz-Initiative ist furios.

Hier sehen Sie den Zusammenschnitt der Debatte vom 3. Februar, 13 - 13.30 Uhr.
Zum Thema
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Kein Thema wird aktuell in der Schweiz so heftig diskutiert wie die Waffenschutzinitiative. Exklusiv für 20 Minuten Online kreuzten Anita Fetz von der SP und Oskar Freysinger von der SVP die Klingen. Die beiden schiessen scharf, die Fronten sind verhärtet. «Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund gegen die Initiative», wirft Fetz ein. Das sieht Freysinger anders und verweist auf das Recht zur Selbstverteidigung: «Jeder Mafioso kann sich ganz einfach eine Waffe besorgen. Und wenn alle Schweizer keine Waffe haben, können die in jedes Haus ganz einfach einbrechen, weil sie ja wissen, die Leute haben keine Waffe, um sich zu wehren.»

Dem entgegnet die SP-Vertreterin vehement: «Über 2 Millionen Waffen, die in den Häusern lagern, bergen einfach ein gefährliches Potenzial. Niemand kann kontrollieren, ob die Armeewaffen nicht verkauft werden - zum Beispiel an Mafiosi.» Und sie verweist darauf, dass die Schweiz das einzige Land in Europa ist, in dem die Leute so massenhaft legal Schusswaffen zuhause lagern. Das ist aus SVP-Sicht auch gut so: «Überfälle werden immer gewalttätiger.» Bedenken wegen gefährlicher Selbstjustiz hat er keine: «Wenn es mir ans Leder geht, bin ich lieber ein illegaler Lebender als ein toter Legaler.»

Was ist Ihre Meinung dazu?

Diskutieren Sie mit im Talkback. Schreiben Sie Ihre Meinung zu den Argumenten der beiden politischen Kontrahenten.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael87 am 03.02.2011 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Suizide verhindern

    Statt das Klima zu verbessern und den Menschen eine Identifikation mit unserer Kultur und unserem System zu geben, werden die Symptome (Suizide) bekämpft: Jeder demokratische Prozess ist ebenfalls ein Ausdruck von Unzufriedenheit mit dem Klima. Bekämpft doch nach den Waffen Volksinitiativen, Wahlen und Referenden. Bis es keine Mittel mehr gibt, Bern auf Probleme aufmerksam zu machen. Kein Kläger, Keine Probleme!

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  • -- am 03.02.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    lausig

    Die Audioquali ist ja mal lausig, macht mal was dagegen.

  • retep am 03.02.2011 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnisblödsinn

    Welch Theater! Wenn ich sehe, wieviele Personen z.Zt. durch Handgreiflichkeiten verletzt, schwer verl. + invalid werden und die gleiche Partei will dagegen nichts unternehmen, dann habe ich einfach Mühe. Eltern, die gewalt-und unruheschürende sowie gewalttätige Jugendliche verteidigen, sind wie diese selbst genau so untragbar wie Selbstmörder. Waffenträger dagegen vergleichsweise Waisenkinder... Also, macht endlich mal Politik die etwas bringt !

Die neusten Leser-Kommentare

  • pongnaeng am 07.02.2011 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Wffen mehr Sicherheit...?

    England In England geschah die Entwaffnung der Bürger 1997. Damals wurden rund 162.000 Kurzwaffen eingezogen und weitestgehend vernichtet. Die ehemaligen Besitzer erhielten eine Entschädigung von etwa 95 Millionen Pfund. Allein im Zeitraum von September 1998 bis September 1999 stieg die Kriminalität in London um 22 Prozent und die bewaffnete Kriminalität um zehn Prozent. Ähnliche Entwicklungen gab es im ganzen Land. Mittlerweile sollen mindesten drei Millionen illegaler Waffen in Großbritannien kursieren.

  • pongnaeng am 07.02.2011 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bringt ein Waffenvebot mehr sicherheit.

    Australien: Australien zog 1996 insgesamt 640.381 private Schusswaffen ein und vernichtete sie zum Preis von 500 Millionen Dollar. Bereits 1997 stieg die Zahl der Gewaltverbrechen um 3,2 Prozent und Überfälle nahmen um 8,6 Prozent zu. Bewaffnete (!) Raubüberfälle legten satte 44 Prozent drauf. Makabrer Spitzenreiter ist der Staat Victoria, in welchem Schusswaffendelikte sogar um 300 Prozent anstiegen. Dagegen gab es in Australien in den 25 Jahren vor 1996 unter anderem bei bewaffneten Raubüberfällen einen stetigen Rückgang.

  • Kathrin am 07.02.2011 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit...

    Was ist denn mit den Messern? Küchenmesser, Fleischmesser, Sackmesser? Was ist mit Schraubenzieher? Hammer? Brieföffner? Was ist mit Leuten die Karate, Boxen oder Kampfsport machen? Dies alles sind ebenfalls tötungswaffen! Also, sofort Initiative starten und alle Schraubenzieher einziehen! Wenn jemand mit einer Pistole sich selbst erschiessen will, das aber anhand der Initiative nicht mehr kann und er sich entsheidet vor ein Auto zu springen, wer beweist dann, das der Autofahrer nichts dafür kann? Wer gibt uns eigentlich das Recht, jemand anderes davon abzuhalten, wenn er sich selbst umbringt?

    • Mike am 07.02.2011 22:00 Report Diesen Beitrag melden

      Moment mal...

      @Kathrin: Für was wurde ein Schraubenzieher erdacht? Richtig. Schrauben rein und raus drehen. Ein Küchenmesser? Richtig. Karotten schneiden, Zwiebeln schälen etc. Für was wurde eine Schusswaffe wie unser Schweizer Sturmgewehr gebaut? Um Menschen zu töten. Nicht alles, was lang, spitzig und womöglich aus Metall besteht ist nun als Mordinstrument zu bezeichnen - eine Schusswaffe dagegen schon. Ich persönlich bin der Ansicht, dass jeder Mensch Herr über sein Leben sein soll. Doch wenn wir nichts unternehmen, um diese verzweifelten Menschen vor sich selbst zu schützen, sind wir mitschuldig.

    • Kathrin am 08.02.2011 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      @mike

      @Mike: im übrigen kann man das Sturmgewehr auch für denn Schiesssport gebrauchen! Und wenn du schon dabei bist, beantworte doch bitte auch das andere! Zudem, für was gibt es Karate? Zum sich selbst zu verteidigen, im Notfall zu töten. Genau wie das Sturmgewehr!

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  • Viktor Grob am 05.02.2011 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Überlassung des Gewehrs nach der Dienstzeit

    Wer sein Sturmgewehr nach der Dienstzeit behalten möchte, muss beweisen, dass er es für den Schützensport benötigt und dies in den letzten Jahren auch gemacht hat. Zudem muss zwingend ein Waffenschein mitgebracht werden. Man bekommt das Gewehr nicht mehr einfach so. Von dem her bringt die Initiative nicht sehr viel

  • Oliver am 05.02.2011 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Waffen

    Um die geht es gar nicht! Sie sind nur das Schlagwort, das Instrumentarium. Im Wirklichkeit geht es um das Wichtigste, die Freiheit! Der Wunsch jedes Menschen frei zu entscheiden, was er tun (kaufen/besitzen) oder lasen (nicht kaufen/nicht besitzen) will. Um seine eigene Entscheidung. Was ist das nächste, vom Kuchen der Freiheit, was weg fällt? Die freie Wahl des Autos? 1L-Auto, Sportwagen, Geländewagen. Die freie Wahl der Nahrung? Fleisch, Vegetarier. Die Liste lässt sich beliebig fort setzen. Denk daran, auch wenn immer nur einzelne Krümmel verschwinden, der Kuchen ist irgendwann ganz weg.