Energy Challenge

20. August 2018 00:00; Akt: 05.09.2018 16:23 Print

Halogenleuchten haben ausgedient

Ab Herbst 2018 kommt das endgültige Aus für ineffiziente Halogenleuchten. Welche Lampen man sich jetzt kaufen muss und was man über LED-Leuchtmittel wissen sollte.

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Zu schlechte Energieeffizienz, zu kurze Lebensdauer – bereits vor zehn Jahren hat der Bundesrat das schrittweise Aus für herkömmliche Glühbirnen und Halogenlampen beschlossen. Sie verbrauchen zu viel Strom für eine im Vergleich zu geringe Lichtausbeute. Im September geht es in die letzte Phase: Die meisten Leuchtmittel mit einer geringeren Energieeffizienzklasse als B werden dann im Handel verboten sein.

«LED-Lampen sind die Leuchtmittel der Zukunft», sagt Markus Bleuer vom Bundesamt für Energie. «Sie sind wesentlich effizienter als herkömmliche Glühbirnen.» Zum Vergleich: Eine Halogenlampe erzeugt nur bis zu 20 Lumen Leuchtkraft pro Watt, eine LED-Lampe bis zu 120 Lumen pro Watt und damit das Sechsfache. Zudem ist die Lebensdauer einer herkömmlichen Birne auf rund 2000 Stunden beschränkt, während eine LED-Lampe bis zu 25'000 Stunden leuchtet. «Den allenfalls höheren Kaufpreis für eine LED-Lampe hat man so nach zwei Jahren Benutzung amortisiert», erklärt Markus Bleuer. «Ab dem 3. Jahr spart man nicht nur Energie, sondern auch bares Geld.» Die Lampen leuchten bis zu 25 Jahren. Und die herkömmliche Energiesparlampe? «Ist auch ein Auslaufmodell, die Verkaufszahlen in der Schweiz halbieren sich jährlich.»

Was man beim Kauf von LED-Birnen jetzt beachten muss: «Man sollte sich beraten lassen, welcher Lumen-Lichtstrom die bisherige Wattzahl idealerweise ersetzt. Zudem sollte man darauf achten, dass dimmbare LED-Lampen explizit als solche gekennzeichnet sind.» Und was ist mit dem kalten Licht von LED? Büssen wir jetzt unsere Gemütlichkeit ein? «Nein. Die heutigen Lampen strahlen bei einer Farbtemperatur von 2700 bis 3000 Kelvin ein warmes, angenehmes Licht aus.»