Dr. Energy

07. August 2016 17:17; Akt: 07.08.2016 17:18 Print

«Licht ausschalten lohnt sich schon für Minuten»

Unser Experte Dr. Energy erklärt, warum es sich immer lohnt, bei einer Pause im Büro die Beleuchtung auszuschalten.

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Kaffeepause im Büro: Alle Mitarbeitenden verlassen während dieser Zeit den Arbeitsplatz und gehen in den Znüniraum. Sollen während dieser Zeit die Raumbeleuchtung (Leuchtstoffröhren) am Arbeitsplatz ausgeschaltet werden? Oder ab wie vielen Minuten lohnt sich energietechnisch das Ausschalten der Arbeitsplatzbeleuchtung? Daniel aus Steffisburg

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Insgesamt 718 Teilnehmer

Lieber Daniel

Märchen haben die Eigenschaft, dass sie über Generationen weitererzählt werden und niemals in Vergessenheit geraten. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob sie nun richtig oder falsch sind. In diese Kategorie gehört auch, dass es nicht lohne, für eine kurze Zeit Leuchtstoffröhren auszuschalten.

Leuchtstoffröhren und übrigens auch Stromsparlampen, welche aus technischer Sicht genau gleich funktionieren, haben einen grossen Vorteil: Sie verbrauchen etwa sechsmal weniger Strom für dieselbe Lichtmenge wie Halogenlampen. Beim Einschalten muss bei Leuchtstofflampen über eine Zündvorrichtung der Lichtstrom aktiviert werden. Die für diesen Zündvorgang benötigte Energie ist sehr gering. Aus diesem Grund wird bereits Energie gespart, wenn das Licht nur für wenige Minuten gelöscht wird.

«Beim Lampenkauf Kleingedrucktes lesen»

Ein kleines Aber muss hingegen nachgeschoben werden: Leider sind Leuchtstoffröhren und Stromsparlampen nicht beliebig «schaltfest». Eine dauerndes Ein- und Ausschalten vertragen diese Lampentypen nicht. Dort, wo ein dauerndes Ein- und Ausschalten nicht vermieden werden kann, müssen darum Lampen eingesetzt werden, welche eine hohe Schaltfestigkeit haben. Beispiele dafür sind Treppenhäuser oder WC-Anlagen. Auf der Packung ist in der Regel die Schaltfestigkeit vermerkt und ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Es lohnt sich beim Lampenkauf auch das Kleingedruckte zu lesen. Die Unterschiede sind erstaunlich gross.

Vielfach ist es so, dass, wenn wir am Morgen ins Büro kommen, es noch zu wenig hell ist und wir die Beleuchtung einschalten müssen. Im Verlauf des Morgens nimmt die Helligkeit zu und das Licht bleibt natürlich eingeschaltet. Irgendwie verständlich: Unser Interesse soll in erster Linie der Arbeit dienen und nicht der Beleuchtung. Spätestens wenn wir in die Kaffeepause gehen, sollte man aber das Licht löschen. Nach der Kaffeepause kann es dann meist ausgeschaltet bleiben. Für alle Personen in einem Büro ist darum die zwingende Regel einzuhalten: Der Letzte, der den Raum verlässt, sollte immer das Licht löschen!

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • W. Fischer am 07.08.2016 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten alle

    Leute nur in Büros? Niemand zum Beispiel in einer Werkstatt?

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  • Waterpolo1s am 07.08.2016 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kidis lehren...

    Wenn man ganz früh den Kidis lehrt, beim Verlassen des Raumes das Licht zu löschen (gilt auch für Erwachsene), dann klappt dies bestens. Es lohnt sich!

  • Reiteli am 08.08.2016 02:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strom gibt es genug

    Wieso müssen wir Strom sparen, wenn der Bund im heissen Rio eine energieverschwenderische Eisfläche macht. Jede Skipisze in der Schweiz mit elektrischen Schneekannonen beschneit wird. Jede Firma unnötige Werbebeleuchtung machen darf. Die Teslas unbeschränkt Batterien laden dürfen und damit Beschleunigungsrennen machen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stiller Schmunzler am 16.08.2016 14:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.Energy

    1945 geboren..kaum auf der Welt lehrnte ich..Bueb dräi z'Liecht ab..es braucht Strom..also mein Leben lang machte ich es soo.. Und heute braucht es anscheinend den Dr.Titel..(eeeeem jaaaa...?)

  • Martin K am 10.08.2016 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Das Geld liegt auf der Strasse

    Man könnte im öffentlichen Bereich ganz massiv Strom sparen, viel mehr als dies Private können. Es gibt heute Beleuchtungssysteme mit LED, welche 60-80% Strom einsparen, oder sogar nur dann leuchten, wenn sich etwas in ihrem Beleuchtungsbereich bewegt. Diese Leuchten haben zudem eine viel längere Lebensdauer. Das Geld liegt wirklich buchstäblich auf der Strasse, die Gemeinden und Kantone könnten unzählige Millionen sparen, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird. Worauf warten die?

  • Reto am 10.08.2016 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    für war alles einfacher

    Musste gestern Leuchmittel bestellen. Und ich dachte. Fu...! Früher gab's dir mit dem dicken oder dünnen Gewinde. Und 30, 40, 60, 80 oder 100 Watt. Heute musst du das erste Lehrjahr vom Elektriker besucht haben, damit man das ganze versteht.

  • lntauh am 10.08.2016 06:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LED nicht FL-Röhren

    Ich finde es schlimm, das die Leuchtstoffröhren (FL-Röhren, Sparlampen....) noch nicht verboten wurden. Diese enthalten alle QUECKSILBER!!!!! LEDs sind unterdessen gleich gut.

  • EinLeser am 09.08.2016 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ehm was?

    "Beim Einschalten muss bei Leuchtstofflampen über eine Zündvorrichtung der Lichtstrom aktiviert werden. Die für diesen Zündvorgang benötigte Energie ist sehr gering." Und wie gering denn? So gering wie 2sek. oder eine Minute anbleiben? Wenn man mehrere hat (wie bei uns 8 in einem Büro mit jeweils 2 Röhren) hat man 16x Startelektrizität. Das es weniger als bei einer Glühbirne, die brennen bleibt ist klar aber ich zweifle, das eine 10Min-Pause fürs Lichtlöschen da noch rentiert.