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Energy Challenge

10. September 2018 17:58; Akt: 20.09.2018 10:32 Print

Die perfekte Alternative zum Privatauto

Tiefere CO2-Emissionen und Kostenaufteilung sind nicht die einzigen Argumente, die für Carpooling sprechen.

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Die Auslastung pro Fahrzeug im Auto-Pendelverkehr liegt in der Schweiz bei gerade einmal 1,1 Personen. Dies führt zu hohen CO2-Emissionen und Staus während der Stosszeiten. Carpooling könnte dem entgegenwirken. Hier gibt es fünf Gründe, wieso mehr Schweizer das Auto teilen und beispielsweise gemeinsam zur Arbeit fahren sollten.

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Was ist Ihre Haltung zu Carpooling?

1. Umweltschutz
Gemäss dem Bundesamt für Statistik war der Verkehr im Jahr 2016 für 38 Prozent aller in der Schweiz verursachten CO2-Emissionen verantwortlich. Der internationale Flugverkehr ist dabei noch nicht enthalten. Der Anteil inländischer Mobilität am gesamtschweizerischen Energieverbrauch beträgt gut ein Drittel. Würden jeweils mindestens drei Personen in einem Fahrzeug sitzen, könnten der gesamte Kohlenstoffdioxid-Ausstoss und der verkehrsbedingte Energieverbrauch im Pendlerverkehr um gut 60 Prozent reduziert werden. Das aufgrund von zusätzlichen Personen höhere Gewicht pro Fahrzeug hat deutlich weniger Einfluss auf die CO2-Emissionen und den Gesamtenergieverbrauch, als wenn jeder Auto-Insasse in seinem eigenen Wagen unterwegs wäre.

2. Verkehrsfluss
Fahren 1000 Leute nicht mehr wie bis anhin mit 900 Autos zur Arbeit und wieder zurück, sondern nur noch mit 250 bis 300 Fahrzeugen, gibt es weniger Stau. Laut Bundesamt für Statistik erreicht das Verkehrsaufkommen unter der Woche von 17 bis 18 Uhr den Höhepunkt, die morgendliche Spitze von 7 bis 8 Uhr ist etwas weniger stark ausgeprägt. Staus um diese Zeiten könnten mit Carpooling massiv reduziert werden und der Verkehr würde flüssiger.

3. Kostensenkung
Das Auto zu teilen bedeutet weniger Kosten für Treibstoff oder Strom und Parkplatz. Besteht die Fahrgemeinschaft aus den immer gleichen Personen, können die Kosten der einzelnen Fahrzeuge und des gemeinsam genutzten Parkplatzes entweder addiert und jeweils Ende Monat durch die Anzahl Auto-Insassen geteilt werden, oder man wechselt sich ab mit Fahren und alle stellen ihr Fahrzeug in regelmässigen Abständen zur Verfügung. Es gibt aufgrund von teilweise massiven Unterschieden beim Verbrauch, der Höhe der Versicherungsprämien und Komfort der Fahrzeuge kein Patentrezept für die gerechte Aufteilung der Kosten. Wichtig ist, eine für alle Beteiligten passende Lösung zu finden. Apps, die Mitfahrgelegenheiten zwischen mindestens zwei Parteien vermitteln, bieten meist bereits Bezahloptionen an und der Fahrer erhält nach der erfolgten Mitnahme eine Gutschrift auf sein Konto.

4. Horizonterweiterung
Mit Carpooling lernt man entweder neue Menschen kennen oder vertieft die Beziehung zu Arbeitskollegen, Nachbarn und Freunden. Dabei können spannende Gespräche entstehen und man gewinnt Einblicke sowie Erkenntnisse, die einem innerhalb seiner sozialen Gruppe normalerweise verwehrt bleiben. Auch wenn man nicht der gleichen Meinung wie der Rest der Fahrgemeinschaft sein sollte, wird das Gehirn durch neue Perspektiven, Meinungen und Einflüsse zum Denken angeregt.

5. Verbindlichkeit
Eigentlich wollte man doch mal früher zur Arbeit, vor dem Eintreffen der Kollegen in Ruhe die wichtigsten E-Mails abarbeiten und sich auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten, um nach einem produktiven Tag guten Gewissens vorzeitig Feierabend machen zu können, in den Sport zu gehen und sich ein gesundes Abendessen zuzubereiten. Die Schlummertaste des Weckers, morgendliches Zeitungslesen, aufmerksamkeitsbedürftige Partner oder schlicht Herumtrödeln zu Hause machen diese Pläne aber öfters zunichte. Wartet vor dem Haus zu einer im Vorfeld festgelegten Zeit der Arbeitskollege oder Vorgesetzte im Auto, schafft dies Verbindlichkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man den Tag zur geplanten Zeit startet und die guten Vorsätze endlich in die Tat umsetzt.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • XC 90 am 10.09.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auto und Frauen

    Frauen und Autos sollten nicht ausgeliehen werden! Sie kommen entweder gebraucht oder defekt zurück.! ;-)

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  • Dr. Schwarz-Hellseher am 10.09.2018 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    und 1000 Gründe

    dies nicht zu tun. 1.Der Wagen ist genau dann a. weg, b. verdreckt, c. kaputt oder 2. stinkt penetrant nach a. Parfüm, b. Dönerresten, Gras oder Hundeschweiss wenn man in schnell braucht. nööö danke.

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  • C.Käser am 10.09.2018 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Studien belegen bereits,

    dass durch car sharing der Verkehr weiter zunimmt weil kaum jemand der ein eigenen Wagen gewohnt ist auch gewillt ist zu teilen und neu die Fahrzeuge derer hinzu kommen die sonst öffentlich, mit dem Velo oder gar nicht gefahren wären. Es ist einfach ein neues hippes Businessmodell um Autos zu verkaufen die eigentlich keiner wirklich braucht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ric am 11.09.2018 23:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ob Miete , Kauf oder Zug spielt keine Rolle.

    Der Zug ist unter 30% ausgelastet. Die Infrastruktur der Bahnhöfe, Schienen und Trassen sind enorm. Der ganze Wahnsinn ist auch nur mit Co2 Ausstoss herzustellen. Nur den Strom zu betrachten ist unklug. Alle heute genutzen Transportmittel für längere Distanzen können bei der Co2 Effektivität in einen Topf gesteckt werden. Wir sollten uns mal gesellschaftlich überlegen in Kurzstrecken zu planen und Grossstrecken zur Arbeit,Ferien,Transportblödsinn zu verteuern und wenn möglich Mobile zu nutzen. Lokale Betriebe nutzen wär nicht das dümmste in vielerlei Hinsicht.

  • Evan C. am 11.09.2018 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es schon.

    Uber bietet Carpool. Jedenfalls ausserhalb der Schweiz.

    • Denise Ho am 12.09.2018 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Evan C.

      Und ist kostengünstig und funktioniert einwandfrei !! auch in der Grosstadt !!

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  • Toga Top am 11.09.2018 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alone

    Ich will beim Fahren meine Ruhe haben und keine neuen Leute kennenlernen. Und um Mitarbeitende mitzunehmen müsste ich durch den halben Kanton fahren, um sie aufzuladen. Das bringt ja dann mal gar nichts. Wenn die Personen dann noch zu spät sind, komme ich in Stress und dann wars das mit der halbwegs entspannten Fahrt ins Büro.

  • Martial2 am 11.09.2018 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt drauf an...

    Ich war über 30 Jahre im Aussendienst als VL tätig, das in allen Schweizer Richtungen, inkl. Ausland... Da konnte ich nie jemand mitnehmen. Autostopper schon gar nicht!

    • H. Lange am 11.09.2018 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martial2

      In der Regel ist es bei Nutzung von Firmenfahrzeugen eh verboten . Halte ich auch so mit meinen Fahrzeugen. Ist schon Versicherungstechnisch ein Problem.

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  • Trudi am 11.09.2018 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich eine gute Idee

    Ich habe das eine Zeit lang gemacht, jeden Morgen die Arbeitskollegin abgeholt und zusammen gefahren. Das hat sehr gut funktioniert weil wir die gleiche Arbeit verrichtet haben. Wenn man aber in einer anderen Abteilung arbeitet und jeweils noch was fertig machen möchte wirds problematisch.