Energy Challenge

16. Juli 2019 14:05; Akt: 19.07.2019 15:32 Print

5 Tipps gegen Food Waste

So können Sie dazu beitragen, dass weniger geniessbare Lebensmittel im Abfall landen.

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Bis zu ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht auf dem Weg zum Teller verloren oder wird verschwendet. Das sind pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel. Die Verluste über die ganze Lebensmittelkette sind laut dem Verein Foodwaste.ch in den meisten Ländern ungefähr gleich hoch. Sie unterscheiden sich allerdings in der Verteilung über die Lebensmittelkette.

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Wie oft müssen Sie Lebensmittel wegschmeissen?

Während in Industrieländern gut die Hälfte der Lebensmittelverschwendungen auf die Endkonsumenten zurückzuführen ist, landet in Schwellen- und Entwicklungsländern in privaten Haushalten sehr wenig im Abfall. In den ärmeren Regionen der Welt sind dafür die Verluste bei der Ernte, in der Lagerung und der Verarbeitung höher, da vielfach effiziente Technologien und das nötige Wissen fehlen.

Food Waste hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt. Die Produktion von Lebensmitteln ist weltweit für rund 30 Prozent aller Umweltbelastungen verantwortlich. Werfen wir einwandfreies Essen in den Abfall, werden knappe Ressourcen wie Wasser, Böden und fossile Energieträger also vergebens belastet oder verbraucht. Gleichzeitig verknappt eine durch Verluste erhöhte Nachfrage das weltweite Angebot an Lebensmitteln – während die Ernährungssicherheit vieler Menschen nicht garantiert ist.

Hier gibt es fünf Tipps, wie Lebensmittelverschwendung vermieden oder zumindest reduziert werden kann.

1.
Einkaufen
Oftmals wird schlicht zu viel eingekauft. Deshalb sollte man sich vor dem Wocheneinkauf fragen, wie oft in der kommenden Woche wie viele Personen zu Hause essen werden, was zurzeit im Kühlschrank liegt und wie man bereits gekaufte Lebensmittel mit Frischprodukten ergänzen möchte. Menüpläne und darauf basierende Einkaufszettel helfen dabei, bewusster einzukaufen.

2.
Aufbewahren

Wurden trotz bedachten Lebensmitteleinkaufes doch mal zu viele Frischprodukte gekauft, lassen sich viele davon problemlos einfrieren. Bei Fleisch und Fisch hängt es vom Fettgehalt ab, wie lange die Produkte eingefroren werden können. Rind- und Kalbfleisch kann im Tiefkühler bis zu einem Jahr aufbewahrt werden, im Falle von Geflügel sind es vier bis sechs Monate. Hart- und Scheibenkäse kann ebenfalls eingefroren werden, Weich- und Streichkäse hingegen nicht. Zahlreiche Gemüsesorten wie beispielsweise Bohnen, Erbsen oder Lauch sind tiefgekühlt mehrere Monate haltbar. Kleiner Tipp für Alleinlebende, die mit grossen Packungen zu kämpfen haben: Viele Lebensmittel wie etwa Reibkäse, Butter, frische Tortellini und Spätzle lassen sich portioniert einfrieren. Dies gilt auch für bereits gekochtes Essen: Nudeln, Reis oder Gemüse nach dem Kochen und Abkühlen in Gefrierbeutel geben und ab in den Tiefkühler damit. Frisches Obst und Gemüse ist eingemacht oder eingekocht bis zu drei Monaten haltbar. Aus den meisten Beeren lassen sich Konfitüren zubereiten, sodass der Sommergeschmack bis nach Ende der Beerensaison anhält.

3.
Vermeidung von Rüstabfällen

In unseren Breitengraden werden viele Früchte- und Gemüsesorten geschält. Dies produziert in vielen Fällen bloss unnötigen Abfall und reduziert den Vitaminanteil des Lebensmittels, da ein grosser Teil der Vitamine diversen Untersuchungen zufolge direkt unter der Schale steckt. Die Schale von Äpfeln, Birnen, Gurken, Kartoffeln oder Rüebli beispielsweise ist essbar, die Frucht oder das Gemüse muss vor dem Verzehr allerdings gut gewaschen werden.

4.
Resteverwertung

Vom Grillabend sind noch zwei Wienerli, etwas Gemüse und wenige Scheiben Brot übrig geblieben. Was macht man damit? Aus Essensresten lassen sich mit etwas Fantasie neue Gerichte zubereiten, mit den Resten aus unserem Beispiel beispielsweise eine Gerstensuppe mit Wurst- und Gemüseeinlage. Dazu passt auch bereits hart gewordenes Brot, das in die Suppe getunkt werden kann. Nudelsalat aus übrig gebliebener Pasta und Käse- sowie Schinkenresten oder die aus Klassenlagern bekannte Fotzelschnitte eignen sich ebenfalls gut zur Resteverwertung.

5.
Teilen

Eine Alternative zum Einmachen, Einfrieren und der Resteverwertung stellt Food Sharing dar. In den meisten Städten gibt es inzwischen Initiativen gegen Food Waste, wobei Lebensmittel, die zwar noch geniessbar sind, aber das offizielle Verfallsdatum bereits überschritten haben, getauscht oder verschenkt werden.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Normalo am 16.07.2019 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ablaufdatum

    Kann man bei den meisten Produkten ignorieren. Schauen, riechen und probieren. Wenns nicht mehr gut ist merkt man das sofort. Löffle jetzt gerade einen Joghurt von 8.Juni.

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  • Gibts bei mir nicht! am 16.07.2019 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Food-waste

    Food-waste?..., kennen wir nicht, denn was noch uebrig ist nach einer Mahlzeit?..., kommt direkt in den Mixer und wartet im Kuehlschrank, um am naechsten Tag als Tagessuppe auf den Tisch zu kommen und das sind immer feine Suppen!

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  • Irma La Douce am 17.07.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verfallsdaten

    Bin eh feindselig gegenüber Verfallsdaten eingestellt....! Wenn ich auch auf Q-Tipps-Verpackungen "Verfallsdaten" lese, wird mir ob unserer Gesellschaft übel!

Die neusten Leser-Kommentare

  • James furlong am 17.07.2019 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Food Waste macht Spass Da merkt ich immer wie gut wir es doch haben

  • Rutli am 17.07.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ehrlich

    Wer würde den verbrannten Toast im Bild noch essen? Da bekommt man bereist Darmkrebs vom Hinsehen.

    • Judas am 17.07.2019 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht

      Greta und Rackete? Für deren Gäste hingegen gibts nur feinsten Kaviar aus Russland.

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  • E.W. am 17.07.2019 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Früher warfen wir viel weg. Heute machen wir das nicht mehr. Wenn man das Geld zusammen zählt was man damit wegwirft einfach unglaublich. Einfach zum Fenster raus, man hats ja. Unser Trick ist keine Wocheneinkäufe zu machen sondern täglich frisch zu kaufen. Seit dort werfen wir nie mehr was weg

    • Ex-Spenderin am 17.07.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      So machen wir das mit Spenden

      Haben früher überall und jedem gespendet. Aber wenn man mal ausrechnet was man damit zum Fenster rauswirft, einfach unglaublich. Nur damit sich andere Alkohol, Zigaretten oder einen neuen Prosche kaufen können. Hört auf zu spenden, grundsätzlich! Nie wieder spenden! Dann ist auch Foodwaste kein Problem mehr, sondern euer gutes Recht auf gute und gesunde Ware.

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  • Rigorosa am 17.07.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bei mir kein Thema

    Ich bin Meisterin im Reste verwerten und muss deshalb höchst selten etwas entsorgen. Wenn ich mal unkreativ bin, so finde ich im Internet immer ein Rezept dafür. Am besten geeignet sind Aufläufe und Suppen. Wenn ich noch viel Essen im Kühlschrank habe und feststelle, dass ich es in nützlicher Frist nicht konsumieren werde, frage ich auch mal Freunde/Nachbarn, ob sie was brauchen können, warum nicht? Meist wird es gerne genommen.

  • Irma La Douce am 17.07.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verfallsdaten

    Bin eh feindselig gegenüber Verfallsdaten eingestellt....! Wenn ich auch auf Q-Tipps-Verpackungen "Verfallsdaten" lese, wird mir ob unserer Gesellschaft übel!